Unions Toni Leistner (l). mit Zweikampf mit Dynamos Moussa Kone (unten). (Quelle: dpa, Sebastian Kahnert)
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1:0 in Dresden - Union geht mit glücklichem Sieg in die Sommerpause

Mit einem glücklichen 1:0-Sieg in Dresden verabschiedet sich der 1. FC Union Berlin in die Sommerpause. Durch das späte Tor von Philipp Hosiner beenden die Köpenicker eine insgesamt enttäuschende Spielzeit sogar noch auf Tabellenplatz acht.

"Hier in Dresden nach einer verkorksten Saison den Fans einen Derbysieg zu schenken, ist ein versöhnlicher Abschluss. Das wird hängenbleiben." Ja, ein versöhnlicher Abschluss, aber von mehr kann hier wirklich nicht die Rede sein, wenn Torschütze Philipp Hosiner nach dem Spiel zurückblickt. Denn auch, wenn der 1. FC Union Berlin die Saison mit einem 1:0-Erfolg in Dresden und dem achten Tabellenplatz beendet hat, haben die Eisernen ihre Saisonziele klar verfehlt.

Der als Aufstiegskandidat gehandelte Club überraschte im Dezember mit der Entlassung von Trainer Jens Keller. Nachfolger Andre Hofschneider startete mit einer Niederlage in sein neues Amt – gegen Dynamo Dresden. Und dort endete für den 47-Jährigen und seine Mannschaft nun eine Saison zum Vergessen.

Für Dynamo ging es um den Klassenerhalt

Immerhin den Klassenerhalt hatten die Berliner bereits am vorletzten Spieltag mit einem Sieg gegen Bochum geschafft, weshalb sie diese nun letzte Partie der Saison gelassen angehen konnten. Für Dynamo Dresden um Ex-Union-Trainer Uwe Neuhaus ging es dagegen noch um den Verbleib in der 2. Liga. Und das spürte man auch.

Die Gastgeber erspielten sich die besseren Torchancen, so auch nach einer halben Stunde. Erst verpasste Moussa Koné eine Hereingabe von der rechten Seite, sein Teamkollege Benatelli kam freistehend zum Abschluss und die Berliner konnten gerade noch zur Ecke klären.

Union gerät mit viel Glück nicht in Rückstand

Wenig später hatte Union erneut großes Glück. Philip Heise (33. Minute) zog von links hart ab, traf jedoch nur die Latte. Torwart Daniel Mesenhöler kam nicht nur wegen der hohen Temperaturen im ausverkauften Dresdner Stadion ordentlich ins Schwitzen.

Kurz vor der Pause forderten erst die Dresdner einen Elfmeter, anschließend reklamierten die Berliner. Toni Leistner blockte einen Schuss von Koné mit der Schulter, der Schiedsrichter entschied nicht auf Strafstoß. Simon Hedlund ging im Gegenzug an der Strafraumkante durch einen Kontakt mit Philip Heise zu Boden, sah aber die gelbe Karte wegen einer Schwalbe.

Philipp Hosiner Tor zum 1:0 für Union Berlin
Philipp Hosiner erzielt das Siegtor für Union Berlin. | Bild: imago/Contrast

Der eingewechselte Philipp Hosiner wird zum Matchwinner

Die Dresdner, die aufgrund der Zwischenstände auf den anderen Plätzen auch ohne Tor mit dem Abstieg nichts mehr zu tun hatten, machten in der zweiten Halbzeit trotzdem weiter Druck. Doch auch ein Kopfball von Pascal Testroet (80. Minute) landete in Mesenhölers Armen.

Im Gegenzug gingen aus dem Nichts dagegen die Berliner in Führung: Ein schöner Diagonalball von Christopher Trimmel landete beim eingewechselten Kristian Pedersen, der direkt in den Strafraum weiterleitete. Dort wartete der ebenfalls eingewechselte Philipp Hosiner (82. Minute), der viel Platz hatte und zum 1:0 traf.

Ein Punkt fehlt zum vierten Tabellenplatz

Nüchtern betrachtet könnte man sagen: Union war die effektivere Mannschaft  und gewann das Spiel trotz weniger guter Torchancen mit 1:0.

Viel zu selten hatte die Mannschaft von Trainer Andre Hofschneider in der zurückliegenden Spielzeit genau das gemacht: effektiv und konsequent Punkte eingefahren. Am Ende verhalf dieser Sieg den Unionern sogar noch zum 8. Tabellenplatz. Allerdings: Mit einem Punkt mehr wäre für die Berliner sogar noch der vierte Platz möglich gewesen. Die Berliner können sich freuen, zumindest ein bisschen, und zwar über ihren versöhnlichen Abschluss.

Sendung: Inforadio, 13.05.2018, 17.20 Uhr

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