Hertha-Spieler beim Trainingsauftakt.
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Audio: Inforadio | 28.06.2018 | Jakob Rüger | Bild: imago/Andreas Gora

Trainingsauftakt in Berlin - Bei Hertha BSC rollt der Ball wieder

Für die Fußballer von Hertha BSC ist die Ferienzeit vorbei. Der Bundesligist hat in dieser Woche das Training wieder aufgenommen, mit vielen neuen und vor allem jungen Gesichtern. Von Jakob Rüger

Das erste Hertha-Tor in der Saison 2018/19 sorgte für erstaunte Gesichter unter den Fans. Wer war der junge Mann, der den Ball rechts am Torwart vorbei legte und dann ins Netz schoss? Lukas Klünter ist vielen Hertha-Fans noch kein richtiger Begriff. Der Rechtsverteidiger ist einer von drei Neuzugängen, der sich zum Trainingsauftakt erstmals den blau-weißen Anhängern vorstellte. Neben ihm trugen auch der Niederländer Javairo Dilrosun und Pascal Köpke erstmals das Hertha-Trikot.

Neue Gesichter am Schenckendorffplatz

Die drei Neuzugänge standen natürlich im Fokus beim lockeren Aufgalopp vor rund 800 Fans. Nach sieben Wochen ohne Fußball waren die braun gebrannten Kicker sichtlich froh über den Trainingsbeginn. "Auf dem Platz zu stehen ist schon etwas anderes als im Urlaub nur zu laufen", sagte der 22-jährige Ex-Kölner und Trainingstorschütze Lukas Klünter. "Es hat Spaß gemacht und ich hoffe es geht so weiter, dann wird es ziemlich gut."

Klünter wird in den nächsten Wochen gegen Peter Pekarik um einen Stammplatz als Rechtsverteidiger kämpfen. Pascal Köpke will im Angriff für Schwung sorgen und der 20-jährige Javairo Dilrosun soll sich erst einmal an den Fußball im Männerbereich gewöhnen. Das gilt auch für die zahlreichen Nachwuchskicker unter den 29 Spielern beim Trainingsauftakt. Nach dem Gewinn der A-Jugendmeisterschaft hatten zahlreiche Talente einen Profivertrag in Berlin unterschrieben. Doch der Weg in die Profimannschaft wird hart.

Hälfte der Spieler an Bord

Auf dem Schenckendorffplatz trainierte am Freitag nur die Hälfte des Aufgebots der Berliner. Der Kader wurde mit Beginn der Übungseinheit von Trainer Pál Dardai in zwei Gruppen aufgeteilt. "Die eine Gruppe macht heute Leistungsdiagnostik, die andere morgen", sagte der Ungar nach dem Training. Für die Hertha ist es der zweite Trainingstag, erst am Donnerstag hatte die Saisonvorbereitung begonnen.

Kader soll noch verkleinert werden

Dardai zeigte sich mit dem Auftakt zufrieden: "Nach einer Trainingseinheit will ich niemanden hochjubeln oder schlecht reden. Die Jungs sehen alle gut aus, ich bin gespannt auf die Leistungsdiagnostik und die Trainingseinheiten in den kommenden Wochen." Dann will der Trainer nämlich den großen Kader verschlanken. Einige Talente könnten in die U-23 oder U-19 wechseln. Ausleihen wird Dardai den eigenen Nachwuchs nicht. "Die nächsten zwei Jahre sind für die Jungs entscheidend, wir wollen ihre Entwicklung steuern und sie genau im Blick haben, das geht am besten, wenn sie bei Hertha BSC bleiben."

Der Konkurrenzkampf um die Kaderplätze hat bereits begonnen, auch wenn zum Trainingsauftakt viel gescherzt wurde. "Im ersten Training der Saison ist immer gute Stimmung", sagte Mittelfeldmann Vladimir Darida. "Doch jetzt kommen die schlimmeren Trainingseinheiten aber das muss auch so sein in der Vorbereitung." Am 12. Juli geht es für fünf Tage ins Trainingslager nach Neuruppin. Bevor sich das Team ab dem 04. August den Feinschliff traditionell im österreichischen Schladming holt.

Transfers nach der WM?

Spätestens dort werden auch die WM-Spieler Marvin Plattenhardt und Matthew Leckie dem Kader angehören. Eventuell passiert nach der Weltmeisterschaft auch noch etwas auf dem Transfermarkt, sowohl bei den Zu- als auch bei den Abgängen. "Der Manager kennt meine Wünsche, ich werde sie aber sicherlich nicht öffentlich äußern", sagte Dardai mit einem Grinsen. Die Fans wünschten sich zum Trainingsauftakt noch einen torgefährlichen Spielmacher. Es ist wohl alles eine Frage des Geldes. Am 25./26. August sollte das Team aber stehen, dann trifft Hertha zum Bundesligaauftakt im heimischen Olympiastadion auf Aufsteiger 1. FC Nürnberg.

Sendung: Inforadio, 28.06.2018, 15:15 Uhr  

Beitrag von Jacob Rüger

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