Urs Fischer, der neue Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin (Quelle: imago/Eibner/Andreas Gora)
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Interview | Union-Trainer Urs Fischer - "Ich bin wirklich sehr zufrieden"

Bei strahlendem Sonnenschein ist der 1. FC Union Berlin am Donnerstag in ein kurzes Trainingslager gestartet. Der neue Chefcoach, der Schweizer Urs Fischer, will es nutzen, um seine Spieler kennenzulernen - auch bei gemeinsamen WM-Fernsehabenden.

rbb|24: Herr Fischer, seit ihrer Vorstellung beim 1. FC Union sind ein paar Wochen vergangen. Wie sind denn die Reaktionen aus ihrer Heimat? Ich habe gelesen, Sie sind erst der neunte Trainer, der in Deutschland in der ersten oder zweiten Liga tätig ist.

Urs Fischer: Ja, das habe ich auch gelesen. Die Reaktionen waren positiv. Viele Leute haben mir zu diesem Schritt gratuliert. Ich denke, das ist etwas sehr Positives für den Start.

Wie ist denn Ihr erster Eindruck von der Mannschaft?

Aus meiner Sicht sehr positiv, aber das braucht natürlich seine Zeit. Ich denke, dass es einen ganz anderen Schwung gibt, wenn der erste Eindruck positiv ist. Es macht Spaß mit den Jungs, sie ziehen sehr gut mit im Training. Es ist eine Mischung zwischen konzentriertem Arbeiten und Freude und Spaß. Ich bin wirklich sehr zufrieden.

Die Vorbereitung ist noch lang. Was haben Sie sich vorgenommen – welche Schwerpunkte wollen Sie setzen?

Dieses Kurztrainingslager ist in erster Linie dazu da, dass wir uns kennen lernen. Ich glaube nicht, dass man sich in zwei Tagen kennen lernen kann, das braucht Zeit. Im Trainingslager ist man relativ nah zusammen. Man isst gemeinsam, wir schauen WM-Spiele zusammen. Dabei können wir uns viel besser kennenlernen als bei einer Trainingseinheit. Diese Zeit müssen wir auch gut nutzen.

Natürlich geht es in erster Linie um Fußball. Es gilt, ein Fundament zu erarbeiten, damit wir dann bereit sind, die erste Hälfte der Meisterschaft zu bestreiten.

Zum Thema Fußball-WM: Müssen nicht die Spieler eher Sie unterstützen? Ihr Land ist ja noch bei der WM dabei, während Deutschland bereits ausgeschieden ist.

Wir haben das Spiel gemeinsam verfolgt. Die Stimmung war nicht positiv. Ich denke, man darf der Schweiz ein Kompliment machen. Es gibt keine einfachen Gegner mehr – das hat man an Deutschland gesehen. Du musst 90 Minuten lang Leistung abrufen, um am Schluss als Sieger vom Platz zu gehen. Das hat gestern bei den Deutschen nicht so gut geklappt, aber das ist nun mal Fußball.

Das Gespräch führte Stephanie Baczyk.

Sendung: Inforadio, 29.06.2018, 12.15 Uhr

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