Georg Klein bei einem Schmetterball für die BR Volleys. Bild: imago/Sebastian Wells
Bild: imago/Sebastian Wells

BR Volleys: Mittelblocker bleibt in Berlin - Georg Klein will sich bei den BR Volleys durchsetzen

In seiner ersten Saison bei den BR Volleys war Georg Klein meist nur die Nummer drei im Mittelblock der Berliner. Das soll sich nach der Sommerpause ändern: Mit Graham Vigrass und Aleksandar Okolic sind seine Konkurrenten gegangen, Klein ist geblieben.

Vom Volleyball kann Georg Klein nicht genug kriegen, auch nicht in der Sommerpause. Fast zwei Monate ist die Saison und der Meistertitel mit den BR Volleys schon her, so ganz weglegen konnte der Mittelblocker den Ball aber noch nicht: "Ich habe bisher einfach den Berliner Sommer genoßen und Beachvolleyball gespielt", erzählt er gut gelaunt. Grade hat sein Verein stolz verkündet, dass Georg Klein auch in der kommenden Saison für die Berliner spielen wird.

Richtig zur Debatte stand das nicht, auch wenn Klein unter jenen Spielern war, über die Manager Kaweh Niroomand auf der Saisonabschlussfeier sagte, sie hätten Vertrag, aber ob sie auch weiter in Berlin spielen, würde man sehen. "Es wurden mit allen nochmal Gespräche geführt, ob der Vertrag bestehen bleibt", relativiert Klein, "bei mir ging das easy: Berlin wollte weiter mit mir arbeiten und für mich gab es auch keinen Grund mich woanders umzugucken."

In Berlin ist er längst angekommen - im Team will er in die erste Reihe

Dabei war es eine durchaus turbulente Premierensaison für den 26-jährigen in Berlin. Erst der - für Volleys-Verhältnisse - sportlich schwache Start, dann die Entlassung von Trainer Luke Reynolds und schließlich die fast schon sensationell anmutende Meisterschaft unter Startrainer Stelian Moculescu. Georg Klein war voll dabei und ist sofort zum Publikumsliebling avanciert, kam aber in der Team-Hierachie bei beiden Trainern nicht an Graham Vigrass und Aleksandar Okolic vorbei. "Diese Umstellung von einem Stammplatz in Friedrichshafen zum Ersatzspieler in Berlin war nicht leicht für mich", gibt er zu.

Aber die beiden Konkurrenten der Vorsaison haben Berlin und die Volleys nach der Saison verlassen, genauso wie Trainer Moculescu, deshalb wittert Klein jetzt seine Chance: "Natürlich ist es gut für mich, dass ich zwei neue Kollegen bekomme, die sich auch erstmal beweisen müssen. Da wir auch noch einen neuen Trainer bekommen, fangen wir alle bei Null an", sagt er und setzt sich selbst ein klares Ziel: "mehr zu spielen, als im vergangenen Jahr, definitiv."

Endlich fest als Stammspieler bei den Volleys ankommen will er, denn in Berlin ist Georg Klein schon längst angekommen. Genauer müsste es beim gebürtigen Leipziger ohnehin heißen, er ist zurückgekommen. Im Alter von 16 bis 20 Jahren spielte und lebte Klein schon einmal in Berlin, am Nachwuchs Bundesstützpunkt für Volleyball. "Es ist eigentlich fast alles beim Alten geblieben in den fünf,sechs Jahren, die ich weg war - ein bisschen voller vielleicht", sagt er über die Stadt.

Griechenland, Geburtstag und dann auf in die neue Saison

Bevor Klein sich seinem neuen Trainer präsentieren und ihn von seinen Fähigkeiten überzeugen kann, ist aber erstmal noch ein bisschen Entspannung angesagt. Die Volleys starten erst am 13. Oktober in die neue Saison (in Giesen, beim Aufsteiger TSV Giesen Grizzlys). Mit seinem neuen Coach Cédric Énard hatte Klein bisher noch garkeinen Kontakt, denn der ist im Sommer noch als Co-Trainer mit der Französischen Nationalmannschaft unterwegs.  

Bevor für die Volleys Ende August die Vorbereitung beginnt, wahrscheinlich kurz nach Kleins 27. Geburtstag (22.8.), geht es für den sympathischen 2-Meter Mann aber erstmal in den Urlaub - auch als Volleyballer kann man sich ja nicht den ganzen Sommer auf Berlins Beachvolleyballfeldern vergnügen. "Ein kleiner Roadtrip" an Griechenlands Ostküste ist geplant. Um dann erholt und mit den Volleys in die Mission Titelverteidigung zu starten, am liebsten als Stammspieler.

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