Florian Hübner im Trainingslager von Union Berlin in Bad Saarow (Quelle: imago/Matthias Koch)
Bild: imago/Matthias Koch

Interview | Union-Neuzugang Florian Hübner - "Ich kann ein Lautsprecher für die Mannschaft sein"

Union Berlin hat seinen Kader fleißig verstärkt und gerade ein Kurztrainingslager absolviert. Stephanie Baczyk sprach mit Innenverteidiger Florian Hübner über seinen neuen Verein, seine Rolle in der Mannschaft und die "wilde zweite Liga".

rbb|24: Die Sommerpause ist vorbei. Wie sehr freuen Sie sich darauf, dass es wieder losgeht?

Florian Hübner: Man genießt natürlich die Urlaubstage, und dass man mal abschalten kann von der ganzen Saison. Je länger die Pause ist, umso mehr freut man sich auf die Mannschaft und aufs Fußballspielen. Für mich ist es eine neue Aufgabe bei Union Berlin. Darauf brenne ich und freue mich richtig darauf.

Sie werden sich die Entscheidung sicherlich nicht leicht gemacht haben. Warum haben Sie sich am Ende für den 1. FC Union entschieden?

Ich habe viele Anfragen aus dem In- und Ausland gehabt. Ich habe dann mit meinem Berater und meiner Familie darüber gesprochen, was für mich am besten ist. Wir haben es dann auf wenige Angebote reduziert und kamen zu dem Schluss, dass Union die beste Station für mich ist. Die Stadt ist super, die Fans sind mega. Ich habe hier schon oft gespielt und es war immer eine brutale Stimmung. Die Mannschaft hat eine Riesenqualität. Der Trainer hat auch eine Rolle gespielt – er hat schon einen Champions League-Club trainiert. Ich denke, dass Gesamtpaket bei Union Berlin stimmt und es kann eine erfolgreiche Sache werden.

Über Sie ist oft zu lesen, dass Sie ein erfahrener Innenverteidiger sind. Was macht Sie auf dem Platz aus?

Ich denke, dass ich sehr stark im Zweikampf bin, gut am Mann und auch kopfballstark. Ich kann auf dem Platz aber auch ein Lautsprecher für die Mannschaft sein. Ich hoffe, dass ich meine Erfahrung einbringen und die Mannschaft stabilisieren kann. Ich hoffe, dass wir aus einer guten Defensive heraus angreifen können und dieses Jahr eine gute Rolle spielen.

Bei Hannover 96 waren Sie in der vergangenen Saison nicht so oft in der Startelf und es war nicht immer so einfach. Wie lehrreich ist denn die letzte Saison für Sie gewesen?

Natürlich nehme ich viel aus dem letzten Jahr mit - allein die Qualität im Training und die Einsätze, die ich in der 1. Bundesliga hatte. Man nimmt mit, dass es im Fußball auch andere Seiten gibt, wenn man nicht spielt, dass man aber immer dran bleiben und kämpfen muss. Bei Union versuche ich das nachzuholen, was ich im letzten Jahr verpasst habe: Ich will spielen, der Mannschaft helfen und eine erfolgreiche Saison spielen.

Einige Spieler wie Manuel Schmiedebach oder Fabian Schönheim kennen Sie schon. Welchen Eindruck machen die anderen Spieler auf Sie?

Ich muss sagen, es sind super Jungs dabei. Ich wurde sehr gut aufgenommen, wir haben schon viel gelacht und haben viel Spaß miteinander. Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt für diese Saison, dass es neben der Qualität auch in der Mannschaft stimmt.

Ihr neuer Trainer Urs Fischer hat in der Schweiz schon viel erreicht. Er ist ein anderer Trainertyp und kommt auch eher ruhiger rüber. Wie erleben Sie ihn?

Er ist auf jeden Fall ein anderer Trainertyp. Er analysiert alles sehr sachlich, die Ansprachen sind sehr entspannt und ruhig. Ich denke, dass es für die wilde zweite Liga gut sein kann, wenn man einen erfahrenen Trainer hat, der weiß, wann er die Mannschaft bremsen muss - oder anziehen. Wir lernen ihn in den nächsten Wochen besser kennen, aber ich denke, er wird sehr gut zu Union Berlin passen.

Bei Hannover 96 waren sie unter anderem dafür bekannt, dass Sie jeden Spaß mitmachen. Auf was können sich die Jungs denn von ihrer Seite aus einstellen?

Sie werden einen Spieler kennen lernen, der sehr lustig ist, für jeden Spaß zu haben und kaum negativ ist. Ich habe für jeden ein offenes Ohr. Ich glaube, das kann ganz gut werden.

Das Interview führte Stephanie Baczyk.

Sendung: Inforadio, 29.06.2018, 12.15 Uhr

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