Für Marcel Kittel (links) reichte es nur zu Platz drei bei der Auftaktsetappe der Tour de France. Bild: imago/Bildbyran
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Favorit Froome verliert nach Sturz 51 Sekunden - Kittel Dritter bei turbulentem Tour-Auftakt

Der Deutsche Topsprinter Marcel Kittel sprintete bei der ersten Etappe der 105. Tour de France zu Platz drei, hinter Peter Sagan (Slowakei) und dem Kolumbianer Fernando Gaviria, der nun als erster Fahrer in diesem Jahr das Gelbe Trikot des Gesamtführenden bekommt. Auf den letzten fünfzehn Kilometern der insgesamt 201 km langen Etappe von Noirmoutier-en-l'Ile nach Fontenay-le-Comte entwickelte sich ein turbulentes Rennen mit mehreren Stürzen.

Favoriten verlieren viel Zeit, auch Martin und Geschke vom Sturz betroffen

So war  der zweite Deutsche Topsprinter André Greipel bereits vor dem abschließenden Sprint abgeschlagen, genauso wie zahlreiche der Favoriten aufs Gesamtklassement. Der wegen seines viel kritisierten Dopingfreispruchs umstrittene Vorjahressieger und Tour-Favorit Christopher Froome (Großbritannien) stürzte in einen Straßengraben und verlor 51 Sekunden auf den Tagessieger, mit dem gleichen Zeitabstand kam auch Froomes ehemaliger Edelhelfer und diesjähriger Mitfavorit Richie Porte (Australien) ins Ziel, der von einem Massensturz rund elf Kilometer vor dem Ziel aufgehalten wurde.

Auch Nairo Quintana (Kolumbien), der bereits drei Mal am Ende einer Tour de France auf dem Podium stand, verlor aufgrund einer Panne viel Zeit (+1.15 min). Große Profiteure dieser turbulenten Auftaktsetappe sind der Franzose Romain Bardet und der Italiener Vincenzo Nibali, die als einzige Top-Favoriten ohne Zeitverlust ins Ziel kamen.

Auch der Berliner Simon Geschke (+1.22 min) und der Cottbuser Tony Martin (2.00 min) verloren durch den Massensturz viel Zeit, sie schienen aber nicht selbst in den Sturz verwickelt gewesen zu sein. 

 

Sendung: Inforadio, 07.07.2018, 16:15 Uhr

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