Der Potsdamer Schwimmer Christian Diener richtet seine Schwimmbrille noch mal, bevor es ins Wasser geht
Bild: imago sportfotodienst

Deutsche Schwimmer mit starkem Auftritt in Glasgow - Potsdamer Christian Diener holt Bronze mit der Staffel

Die deutschen Schwimmer haben nach Jahren voller Tiefschläge bei den European Championships in Glasgow wieder Oberwasser bekommen. Die gestiegene Aufmerksamkeit durch das neue Format haben Wellbrock und Co. fast optimal für sich genutzt. "Das hat ganz gut geklappt", sagte Bundestrainer Henning Lambertz, der am Donnerstag noch mal über den dritten Platz seines Männer-Quartetts über 4x100 m Lagen jubeln durfte. "Das war ein supergeiler Abschluss", freute sich Staffelschwimmer Christian Diener aus Potsdam.

Mit der Ausbeute von acht Medaillen (zweimal Gold, zweimal Silber, viermal Bronze) und 33 Finaleinzügen wurde die Bilanz der erfolgreichen Heim-EM 2014 mit Paul Biedermann und Marco Koch überboten. Allein viermal Edelmetall ging auf das Konto des Paares Wellbrock und Sarah Köhler. Von seinem beim Dienstantritt 2013 formulierten Ziel, Schwimm-Deutschland wieder zur Nummer eins in Europa machen zu wollen, ist Bundestrainer Lambertz aber nach wie vor weit entfernt. Russland, Großbritannien und Italien lagen im Medaillenspiegel deutlich vorne. Damit es bei der WM im kommenden Sommer in Südkorea und bei Olympia 2020 in Tokio kein böses Erwachen gibt, warnte Lambertz vor zu großer Euphorie.

Lambertz: "Müssen realistisch sein!"

"Wir müssen realistisch sein, dass viele Zeiten, die hier für ein Finale gereicht haben, auf Weltniveau gegen Amerika, Australien, Japan und China nicht reichen", sagte Lambertz: "So blind sind wir trotz der ganzen Euphorie nicht." Eine ähnliche Bilanz bei der WM und Olympia zu erwarten, wäre "fatal". Lambertz' "Staffel-Attacke" ging bei der EM derweil voll auf. Der Bundestrainer hatte die Normzeiten für die Quartette abgeschwächt, um die gesteigerte Fernsehpräsenz mit Finalteilnahmen zu nutzen.

Sendung: rbb AKTUELL, 09.08.2018

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