Daniel Fischbuch (Eisbären Berlin) wir von Andreas Eder (EHC München) angegriffen. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)
Bild: dpa/Britta Pedersen

2:4-Heimniederlage gegen Meister München - Auftaktpleite für die Eisbären Berlin

Die neue DEL-Saison geht für die Eisbären so los, wie die alte endete: mit einer Niederlage gegen den deutschen Eishockeymeister München. Dabei waren die Berliner in der eigenen Halle eigentlich die aktivere Mannschaft. Effizienter aber spielten die Gäste.

Die Eisbären Berlin haben ihr Auftaktspiel in der neuen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) verloren. In einer Neuauflage des Meisterschaftsfinals unterlagen die Berliner dem Deutschen Meister EHC Red Bull München am Freitagabend mit 2:4 (0:1, 2:1, 0:2).

Das Spiel begann rasant - und mit einem Paukenschlag. Nach noch nicht einmal einer Minute umkurvte Eisbär Aubry clever von hinten das Münchner Tor und legte ab auf Backman, der mit seinem Pfostenknaller früh im ersten Drittel die Stabilität der Tore testete.

Gastgeber fanden besser ins Spiel

Die Gastgeber fanden in der Arena am Ostbahnhof deutlich besser ins Spiel. Der Vizemeister setzte den Titelverteidiger vor 13.300 Zuschauern immer wieder unter Druck, ließ den Puck stark durch die eigenen Reihen laufen. Der frühere Co- und heutige Cheftrainer Clement Jodoin, der als Nachfolger Uwe Krupps auf der Eisbären-Bank Platz nahm, konnte zufrieden sein. Wie man ihn kennt coachte der 66-ährige Kanadier engagiert von außen und musste mit ansehen, wie nach zahlreichen vergaben - teilweise hundertprozentigen - Chancen, die Gäste aus dem Nichts in Führung gingen.  Maximilian Kastner (16.) nutzte die bis dahin einzige Chance der Bayern. Der Münchner zog aus der Bullykreis ab und überwand Goalie Franzreb. 

Aus 0:2 mach 2:2

Als im zweiten Drittel dann schnell das 0:2 durch Abeltshauser folgte, musste man sich als Eisbären-Fan kurz Sorgen um den Ausgang der Partie machen. Die Eisbären waren sichtbar geschockt und das Spiel drohte ihnen komplett zu entgleiten. Doch dieser Zustand hielt nicht all zu lange an. Als der Berliner Richmond mit seine Fahrt um den generischen Kasten herum alle Verteidiger narrte und auf den langen Pfosten zu Thomas Oppenheimer rüberlegte und der zum 1:2-Anschluss einnetzte, ging ein Ruck durch das Team.  

Der Glaube war zurück und der mutige Spielstil wurde belohnt. Drei Minuten vor Ende des zweiten Drittels traf - natürlich - ausgerechnet Florian Kettemer in seinem ersten Spiel für die Eisbären. Der Abwehrmann war vor der Saison aus München gekommen und ließ dem generischen Schlussmann bei seinem Strahl in den Torwinkel keine Chance.

Der Meister glänzt mit Effektivität

Im Schlussdrittel kamen beide Teams schnell wieder zur Sache und der Meister aus Bayern ging durch Justin Shugg (45.) erneut in Führung. Die Berliner machten Druck, brachten aber den Puck nicht ins gegnerische Tor. Dafür traf erneut der EHC: Abeltshauser sorgte mit seinem zweiten Tor für die Vorentscheidung. Die Eisbären versuchten noch einmal alles, es wurde nicklig und die Stimmung war aufgeheizt. Aber es war letztendlich die gnadenlose Effektivität des Meisters, die über den Sieger dieser Partie entschied.

Aus ergebnistechnischer Perspektive war es ein verkorkster Saisonstart für die Eisbären, die aber trotzdem positive Erkenntnisse über die eigene Stärke mit in die kommenden Wochen nehmen können.

Sendung: rbb24, 14.09.2018, 21.45 Uhr

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