Hängende Köpfe bei trainer Pele Wollitz und den Anhängern von energie Cottbus nach einer 0:5 Pleite gegen Sonnenhof Großaspach am 16.04.2016 (Quelle: Imago/Contrast)
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Cottbus will Revanche gegen Sonnenhof-Großaspach - "Eine meiner schlimmsten Demütigungen"

Dieses Spiel wird Trainer Wollitz wohl nicht vergessen: 2016 kehrte er in die Lausitz zurück, um Cottbus zum Klassenerhalt zu führen. Der erste Gegner: Sonnenhof-Großaspach. Die Partie wurde zum Desaster. Nun sind die Württemberger wieder zu Gast. Von Andreas Friebel

Als Claus-Dieter Wollitz am Donnerstag auf der wöchentlichen Pressekonferenz der Cottbuser auf das 0:5 von damals angesprochen wird, muss er kurz schlucken. Nur sehr ungern blickt er auf den Tiefpunkt seiner langen Trainerkarriere zurück. "Das war eine meiner schlimmsten Demütigungen", sagt er. "In so einer Situation so vorgeführt zu werden, tat mir für die Zuschauer leid und auch für die Menschen, die mich nach Cottbus geholt hatten, um den Klassenerhalt zu schaffen."

Einen Monat nach diesem sportlichen Drama im April 2016 stieg Energie Cottbus in die Regionalliga ab. "Der Verein hat damals alles für die Spieler gemacht, aber nichts zurückbekommen", erinnert sich Wollitz. Während sich aber die meisten seiner damaligen Schützlinge aus dem Staub machten, blieb der 53-Jährige. Er baute ein neues Team auf und führte Energie zurück in die dritte Liga.

Dringend drei Punkte

Dort sind die Lausitzer inzwischen auf dem Boden der Realität gelandet. Nach dem sehr guten Saisonstart gab es zuletzt vier Spiele ohne Sieg. Gegen Sonnenhof-Großaspach wäre es wieder an der Zeit für einen Dreier. "Das ist jetzt schon ein wichtiges Spiel. Wir haben vier Mal leichtfertig Punkte liegen lassen. Jetzt wird es in der Tabelle langsam eng", so Wollitz. Die Lausitzer haben nur noch drei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. "Unsere Stärke ist, dass wir immer in der Lage sind, wieder aufzustehen. Wir wollen und wir werden unser Saisonziel erreichen, auch wenn der Weg dahin schwer ist."

Wollitz nach Meniskus-OP wieder auf der Trainerbank

Die Württemberger liegen aktuell nur einen Punkt hinter Energie. Auch vor diesem Hintergrund wäre ein Sieg wichtig. Fünf Spiele hat das Team von Sascha Hildmann nicht mehr verloren, darunter waren aber auch vier Unentschieden.

"Großaspach ist taktisch sehr variabel, bei Standards sehr gefährlich und hat schnelle Spieler. Das wird ein anspruchsvolles Spiel für uns", warnt Wollitz, der am Samstag auf die Cottbuser Trainerbank zurückkehrt. Wegen einer Meniskus-Operation fiel er vergangene Woche aus. Beim Landespokalspiel in Angermünde vertrat ihn Co-Trainer Frank Eulberg. "Die OP ist besser verlaufen als gedacht und deshalb konnte ich am Montag schon wieder ohne Krücken das Training leiten", so Wollitz. Hundertprozentig gesund ist der Cottbuser Coach aber noch nicht.

Vielleicht beschleunigt sich aber sein Heilungsprozess, wenn seine Mannschaft gegen Sonnenhof-Großaspach gewinnt und damit vielleicht etwas Revanche nimmt, für das bittere 0:5 aus dem April 2016.

Sendung: Antenne Brandenburg, 13.09.2018, 17:40 Uhr  

Beitrag von Andreas Friebel

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