Füchse-Spieler Fabian Wiede in Aktion im Spiel gegen TSV Hannover-Burgdorf. (Quelle: imago/nordphoto)
Âudio: Inforadio | 13.09.2018 | Jens-Christian Gussmann | Bild: imago/nordphoto

29:28-Erfolg gegen Hannover-Burgdorf - Wiede führt Füchse zu wichtigem Heimsieg

Er war zurück auf dem Feld und zeigte gleich, warum die Füchse Berlin ihn so sehr vermisst hatten. Angeführt von Fabian Wiede gelang den Berliner Handballern ein 29:28-Sieg gegen Hannover-Burgdorf. Ein immens wichtiger Erfolg für die Füchse. Von Johannes Mohren

Die Füchse haben in der Handball-Bundesliga am Donnerstagabend gegen Hannover-Burgdorf mit 29:28 (16:14) gewonnen. Es war ein immens wichtiger Heimsieg für die verletzungsgeplagten Berliner, die nun mit 4:4 eine ausgeglichene Bilanz haben. 

Der Schlusspunkt aus Füchse-Sicht gehörte Fabian Wiede. Und dass das so war, passte zur Geschichte des Spiels. In der 59. Minute erzielte der 24-Jährige das 29:27 für die Gastgeber – die Vorentscheidung in einem intensiven Spiel, in dem die Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle alle Aufs und Abs erlebt hatten. Hannover-Burgdorf kam zwar noch auf einen Treffer heran, für den Ausgleich war es aber zu spät. 

Stabilitätsanker und Antreiber

Das erste Mal in Erscheinung getreten war Fabian Wiede in der achten Spielminute. Da kam es zu dem Moment, auf den die Füchse sehnsüchtig gewartet hatten. Der Rückraumspieler lief – nach einem Monat Pause wegen einer Fußverletzung – wieder auf die Platte. Er war in den ersten beiden Spielen schmerzlich vermisst worden.  Als Top-Spieler, als Stabilitätsanker und als Antreiber. 14 Minuten später erzielte er sein erstes Tor. Sein erster Treffer der Saison war das 10:8 für die Füchse. Zwei weitere kamen vor der Pause hinzu.

Und nicht nur das. Wiede deutete in einer engen Partie immer wieder an, dass er in den Offensivaktionen seines Teams den entscheidenden Unterschied machen kann. In der 25. Minute etwa, als ihm ein kluges Anspiel an den Kreis gelang und Johan Koch verwandelte (12:10): ein besonderer, ein Wiede-Moment. Doch Hannover-Burgdorf blieb immer dran, erwies sich als hartnäckiger Gegner. Die Pausenführung für die Füchse war knapp: Mit zwei Toren Vorsprung ging es in die Kabine – 16:14 stand es da.

Wechselbad der Gefühle

"Er hat nicht viel trainiert, aber er übernimmt sofort Verantwortung. Er ist sehr wichtig für uns", sagte Hans Lindberg – ein anderer der verletzten Leistungsträger – in der Halbzeit am Sky-Mikrofon über Fabian Wiede. Der erlebte danach mit seinem Team vor 5.748 Zuschauern ein Wechselbad der Gefühle. Zunächst glänzte Berlin, zog mit einem 3:0-Lauf auf 19:14 davon (35.). Das Momentum schien auf der Seite der Berliner.

Doch das täuschte, denn Hannover stellte um. Gegen den Gegner, der nun offensiv verteidigte, gelang den Hausherren zunächst gar nichts mehr. Gerade einmal fünf Minuten dauerte es, da hatten die Gäste mit fünf Treffern in Serie das Spiel ausgeglichen (19:19). Acht Minuten vor Schluss lagen die Füchse dann mit zwei Treffern zurück. Die nächste Niederlage wirkte nah. Es wäre ein herber Rückschlag gewesen.

Wichtig: Heinevetter hält!

Dass es dazu nicht kam, lag wiederum auch an Fabian Wiede. In der 55. Minute etwa war er es, der in einem Gegenstoß den Ausgleich erzielte (26:26). Ebenso großen Anteil hatte in dieser Phase des Spiels aber Silvio Heinevetter. Eigentlich war es nicht die Partie des Keepers gewesen,  nun glänzte er. Es wurden packende Schlussminuten, mit einem glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger. "Es war gut, wieder auf dem Platz zu stehen und nicht im Anzug auf der Tribüne zu sitzen", sagte Matchwinner Wiede bei Sky. Gut für ihn. Und gut für die Füchse. 

Beitrag von Johannes Mohren

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