Archivbild: Polizisten bereiten sich am 26.03.2018 auf ein Fußballspiel im Olympiastadion in Berlin vor. (Bild: imago)
Audio: rbb | 12.09.2018 | Jan Menzel | Bild: imago

Behörden planen mit dem Spiel - Hertha gegen Bayern soll trotz Erdogan-Besuch stattfinden

Wenn Bayern München kommt, ist das Olympiastadion voll. Umso heikler wäre es, wenn Hertha-München am 28. September abgesagt würde. Das steht wegen des Erdogan-Besuchs zur Debatte. Von Bettina Rehmann

Das Bundesligaspiel von Hertha BSC gegen den FC Bayern München am 28. September im Berliner Olympiastadion wird vorerst nicht abgesagt.

Das Spiel findet zeitgleich mit dem Staatsbesuch des türkischen Staatspräsidenten Erdogan statt. Wie ein Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport rbb|24 am Mittwoch auf Anfrage mitteilte, erfordern der bevorstehende Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan, das Fußballspiel Hertha gegen Bayern sowie die Feierlichkeiten rund um den Tag der deutschen Einheit "erhöhtes Engagement und Arbeitseinsatz" von den Berliner Sicherheitsbehörden. Man sehe aber "keinen polizeilichen Notstand".

Hertha erwartet ausverkauftes Haus

Der Gesamtpersonalrat der Berliner Polizei hatte laut "Tagesspiegel" (Mittwoch) am Dienstag Innensenator Andreas Geisel (SPD) gebeten, eine Notstandsregelung zu prüfen. Demnach wünschen sich die Personalvertreter, die Begegnung im Olympiastadion abzusagen, da bei dem Spiel viele Polizisten im Einsatz wären.

Hertha-Sprecher Marcus Jung forderte, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen, vor allem mit Blick auf das voraussichtlich ausverkaufte Olympiastadion für das Heimspiel. Aktuell seien 60.000 Tickets verkauft, doch bisher seien alle Partien zwischen Hertha und Bayern München - bis auf die vergangene Saison - ausverkauft gewesen, sagte er rbb|24. Das Stadion fasst mehr als 74.000 Zuschauer.

Vor allem mit Blick auf die vielen Zuschauer wünsche er sich, schnell eine Info zu haben, sollte das Spiel verlegt werden müssen, so Jung weiter. Dazu sei er in intensivem Austausch mit den Verantwortlichen der Behörden.

Innenverwaltung: Behörden bewerten Lage "kontinuierlich"

Die Innenverwaltung betonte, die Berliner Polizei sei "sehr erfahren in der Bewältigung von Großveranstaltungen und Demonstrationen" und außerdem erhalte sie auch Unterstützung aus anderen Bundesländern und von der Bundespolizei." Dennoch, abschließende Ergebnisse zur Situation lägen noch nicht vor, so der Sprecher der Innenverwaltung. "Die Sicherheitsbehörden bewerten kontinuierlich die Situation und den Bedarf an Einsatzkräften."

Nach ersten Plänen der Polizei sollen in dem Zeitrahmen zwischen dem 27. September und dem 3. Oktober 5.000 Polizisten in der Hauptstadt im Einsatz sein. Am 27. September landet Erdogan für seinen zweitätigen Besuch in Tegel, zahlreiche Demonstrationen, darunter zwei Großdemonstrationen mit 5.000 bzw. 10.000 Teilnehmern, sind dazu angekündigt. Am 28. September um 20:30 Uhr ist Anpfiff des Heimspiels im Berliner Olympiastadion. Am 3. Oktober finden die Feierlichkeiten rund um den Tag der Deutschen Einheit statt.

Sendung: Inforadio, 12.09.2018, 14:20 Uhr

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Antwort auf [Philip Atzl] vom 12.09.2018 um 22:07
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8 Kommentare

  1. 8.

    Das Spiel nur wegen „Özil‘s Kumpel“ ab zu sagen wäre Quatsch . Die Fans von Bayern und Hertha haben miteinander kein Problem. Also warum sollte auf einmal mehr Polizei gebraucht werden ? Wir kommen auch ohne den Erdogan gern zum Spiel. Super Bayern Mia san Mia

  2. 7.

    Hat man aus der Geschichte der Fussballerfotos nichts gelernt ?
    Will man diesem, ich weiss gar nicht wie ich ihn nennen soll,
    wieder eine große Bühne oder Gründe sich zu profilieren, geben ?

  3. 6.

    Der soll zuhause bleiben, den brauch kein Mensch

  4. 5.

    Das ist doch die große Chance für einen Test. Was passiert wenn gar keine Polizei zum Fußballspiel geht? Ich wette es passiert gar nichts.

  5. 4.

    Hoffentlich wird das Spiel verschoben. Allerdings nicht gegen Herrn Erdogan, sondern 1., weil der Termin am Freitagabend um 20:30 Uhr für ein Spiel, bei dem so viele Gästefans erwartet werden, eine bodenlose Frechheit den Fans gegenüber ist und 2., weil dann der Kartenverkauf noch ein bisschen länger dauern wird und dann das Spiel hoffentlich wirklich ausverkauft sein wird.

  6. 3.

    Vielleicht will ja Erdogan sich das Spiel anschauen.

  7. 2.

    Man sollte den Erdogan Besuch absagen! Erst das Spiel von Dynamo Dresden gegen den Hamburger SV um Wochen verschoben und nun steht schon wieder ein Bundesligaspiel zur Debatte. Das ist nicht hinnehmbar, hier sind die in Sachen Maximal-Profit so agilen Herren vom DFB gefordert oder soll der Fußballsport zur gesellschaftlichen Randerscheinung werden?

  8. 1.

    Das fehlte noch, daß wegen eins Despoten die Bundesliga den Spielbetrieb hier einstellt. Muss sich jetzt jeder diesem Hirni beugen? Es reicht schon, dass Luftsportler für knapp drei Tage im Umkreis von 30NM am Boden bleiben müssen. Ein Mensch sorgt für Einschränkungen von Tausenden? Das geht gar nicht. Ein Hoch auf den Fußball.....

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