Tunay Deniz jubelt mit seinen Teamkollegen über sein Tor gegen Erfurt (Quelle: imago/Matthias Koch)
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Präsident erwog Absage - Berliner AK fährt zum Auswärtsspiel nach Chemnitz

Der Berliner AK wird nach langem Abwägen nun doch zum Auswärtsspiel der Regionalliga am Samstag beim Chemnitzer FC (15.00 Uhr) antreten. Nach einer Präsidiumssitzung entschied sich der Hauptstadt-Klub zu diesem Schritt. "Stand jetzt werden wir spielen", sagte Klub-Präsident Ali Han am Freitagmittag. Die Multi-Kuli-Truppe behält sich aber weiter vor, bei Zwischenfällen zu reagieren. "Sollte es zu rassistischen Beschimpfungen gegen unsere Mannschaft kommen, brechen wir ab", sagte Han.

Der Chemnitzer FC nahm das Spiel zum Anlass, um sich in einem offenen Brief an seine Fans zu richten und die enge Gemeinschaft zu beschwören. "Als Chemnitzer und CFC-ler müssen wir uns momentan alle mit Anschuldigungen und Provokationen auseinandersetzen, die uns nur ablenken beziehungsweise schaden sollen. Lasst es uns gemeinsam nicht zulassen, dass man uns von unserem gemeinsamen Weg abbringt, indem wir darauf aus der Emotion heraus eingehen", hieß es in dem Schreiben.

Anstoßzeit verschoben

Han hatte zuvor darauf hingewiesen, dass ehemalige Fangruppierungen des Chemnitzer FC per Pressemitteilung zu rechten Aufmärschen in der Stadt aufgerufen hätten. In Chemnitz hatte es vor gut zwei Wochen mehrfach Kundgebungen auch politisch rechter Gruppierungen gegeben, die teilweise in Ausschreitungen gemündet waren.

Aus diesem Grund hatte es am Dienstag im Beisein von Vertretern beider Klubs sowie des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) einen Gipfel zu den Sicherheitsmaßnahmen rund um das Spiel gegeben. Der NOFV verfügte zudem, dass wegen der besseren Verfügbarkeit von Polizeikräften die Anstoßzeit von 13.30 auf 15.00 Uhr verschoben wurde.

Sendung: Inforadio, 14.09.2018, 13:15 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Der Bauunternehmer, Sponsor, Präsident und Allesbestimmer beim BAK, Ali Han von der angabengemäßen "Multi-Kulti-Truppe" muss sich nicht aufregen. Die Chemnitzer Kicker haben sich neue Leibchen zugelegt, die sie bereits in Halberstadt vorgeführt haben, die für Toleranz, Weltoffenheit und Fairness werben.
    Vor kurzem war noch zu lesen, Han hat keine Lust mehr auf sein BAK und wollte aussteigen. "Der ehrgeizige Han ist offenbar von den verpassten Aufstiegen enttäuscht" schreibt die TAZ.

    Bereitet Han jetzt mit Hilfe der "Nazis" den Abgang mit Aplomp vor? 400 Zuschauer pro Saison heißt nach Angaben des sportlichen Leiters Bartschek jeden Spieltag zahlt der Verein 2.000 Euro drauf.

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