Turbine Spielerinnen laufen sich jubelnd in die Arme(Quelle: imago/foto2press)
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Audio: inforadio | 14.09.2018 | Karsten Steinmetz | Bild: imago/foto2press

Potsdam startet in Fußball-Saison - Turbine will den beiden Top-Teams ein Bein stellen

Vor sechs Jahren holte Turbine Potsdam zum letzten Mal den Titel in der Frauen-Fußball-Bundesliga. Seitdem dominieren Wolfsburg und Bayern München. Kann Turbine daran in dieser Saison etwas ändern? Von Karsten Steinmetz und Friedrich Rößler

An diesem Wochenende startet die neue Saison in der Frauen-Fußball-Bundesliga. Die Potsdamerinnen haben sich in der Offensive verstärkt und rechnen sich zumindest Außenseiterchancen aus. Turbine-Trainer Matthias Rudolph macht kurz vor dem Saisonstart noch einen sehr ruhigen Eindruck. "Heute bin ich noch entspannt, die Spannung kommt dann aber", bemerkt er lächelnd und blickt schon auf den Sonntag voraus. Der 36-jährige hat sein Team neun Wochen lang auf die Saison vorbereitet und dabei vor allem intensiv am Angriff gearbeitet.

Die Potsdamer Offensive musste sich immer wieder anhören, dass sie zu viele Großchancen in der abgelaufenen Saison vergeben hatte. "Eigentlich bin ich zufrieden mit der Entwicklung, jetzt geht es darum, dass wir noch ein bisschen variabler spielen, dass wir noch mehr Möglichkeiten haben, um dann auch effektiver zu sein", sagt Rudolph.

Mit variabler Offensive oben angreifen

Torchancen verwerten - eine Aufgabe, die beim Vorjahresvierten in dieser Saison nicht mehr nur im Verantwortungsbereich von Nationalstürmerin Svenja Huth liegt. Turbine hat sich im Angriff prominent verstärkt. Mit Lena Petermann ist eine weitere Nationalspielerin vom SC Freiburg nach Potsdam gewechselt. "Svenja und ich ergänzen uns gut. Sie ist ein kleiner, schneller Wirbelwind und ich bin eher robust", erzählt die neue Stürmerin. Sie könne auch die Bälle halten und dann auf die Sturmpartnerin ablegen.

Turbine Potsdam ist im Angriff wohl so gut aufgestellt wie seit Jahren nicht mehr. Dafür muss das Mittelfeld die Abgänge von Tabea Kemme und der langjährigen Kapitänin Lia Wälti verkraften. Neuzugang Karolin Smid Nielssen, eine dänische Nationalspielerin, fällt mit einer schweren Knieverletzung aus. Als Meisterschafts-Mitfavorit gilt Turbine nicht. Trainer Matthias Rudolph hofft dennoch, mit den Top-Teams Bayern und Wolfsburg so lange wie möglich mithalten zu können. "Da müsste alles zusammenpassen: Wenige Verletzte, nötiges Spielglück - dann könnten wir oben mitspielen."

Zehn Spiele, zehn Siege

Den Anfang machen die Brandenburgerinnen am Sonntag (11 Uhr) auswärts in Hoffenheim, dem Lieblingsgegner der Turbinen, wie die neue Mannschaftskapitänin Svenja Huth feststellt. "Wir haben uns in Hoffenheim immer gut angestellt und gewonnen und wollen daher wieder mit drei Punkten und einer guten Leistung nach Hause fahren."

Bei zehn Siegen in zehn Duellen geht Turbine Potsdam mit großem Selbstvertrauen ins erste Saisonspiel. Ob sie jedoch um den Titel mitspielen werden, wird von den Leistungen in den Partien gegen Wolfsburg und Bayern München abhängen.

Sendung: inforadio, 14.09. 2018, 14:15 Uhr

Beitrag von Karsten Steinmetz und Friedrich Rößler

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