Nationalspieler Marko Stamm bei der EM-Partie gegen Ungarn (Quelle: imago/Insidefoto)
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Video: rbb UM6 | 11.09.2018 |Torsten Michels | Bild: imago/Insidefoto

Heim-Weltcup in Berlin - Letzte Chance der Wasserballer auf ein WM-Ticket

Bis Sonntag kämpfen im Europasportpark an der Landsberger Allee auch die Deutschen Wasserballer um einen von vier Startplätzen für die Weltmeisterschaft 2019 in Südkorea. Zum Auftakt muss das Team von Bundestrainer Hagen Stamm gegen Vizeweltmeister Ungarn antreten.

Die deutschen Wasserballer kämpfen beim Heim-Weltcup in Berlin (11. bis 16. September) um eine Chance auf ein WM-Ticket. Bei dem Turnier werden insgesamt vier Startplätze für die Weltmeisterschaft 2019 in Südkorea ausgespielt.

Bundestrainer Hagen Stamm, ehemaliger Profi bei den Wasserfreunden Spandau 04 und zweimaliger Europameister, ist zuversichtlich: "Die sind sehr motiviert", sagte der 58-Jährige über seine "jungen Wilden". "Wir haben eine Verjüngung gemacht, fünf Neue, die noch nie eine Europameisterschaft oder einen Weltcup gespielt haben."

Die Deutsche Mannschaft besteht, bis auf vier Ausnahmen, aus zwei Blöcken: Der eine kommt aus Hannover und der andere aus Berlin. Sechs Spieler der Wasserfreunde Spandau 04 gehören zum Kader, darunter auch Marko Stamm, der Sohn vom Bundestrainer.

Über die Finalrunde zur WM

Um eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2019 zu schaffen, muss sich die deutsche Nationalmannschaft für die Finalrunde qualifizieren und mindestens den Vierten Platz belegen. Auch Nationalspieler Mateo Cuk (Wasserfreunde Spandau 04) glaubt, dass die Chancen nicht schlecht stehen: "Wir haben gut gearbeitet, sind sehr fokussiert, konzentriert."

Sogar gegen den Vizeweltmeister und Auftaktgegner Ungarn rechnet sich der Deutschkroate etwas aus - viel wichtiger aber, sagt er, seien aber Siege gegen den WM-Zehnten Japan (12. September/20.30 Uhr) und den WM-Siebten Australien (13. September/20.30 Uhr). "Dann umgehen wir die Kroaten und Serben im Viertelfinale", prophezeit Cuk.

Hoffen auf neue Fans

Sechs Tage Wasserball-Weltcup im Europasportpark an der Landsberger Allee - da besteht auch die Hoffung, dass viele und auch neue Wasserball-Fans den Weg in die Halle finden werden. Bundestrainer Hagen Stamm schwärmt da von paradiesischen Zuständen in Ungarn, während Wasserball in Deutschland eher ein Nischendasein fristet. "Dort sind 80 Prozent der Zuschauer weiblich und dann noch mal 80 Prozent unter 30 Jahren." Sein Sohn beklagt auch das deutsche Nichtinteresse an seiner Sportart, jedoch liebäugelt er mit einer lautstarken Unterstützung bei den deutschen Spielen. "Dann könnten wir mal mit der Überzahl im Rücken unsere Spiele bestreiten."

Die Faszination für Wasserball läge im Mix der Sportarten, erklärt Marko Stamm. "Man hat Ringen und Handball dabei, man muss schwimmen, unter Wasser kämpfen und wir haben relativ wenig an." Es könnten also rasante und ansehnliche Tage in der Halle an der Landsberger Allee werden.

Sendung: rbb UM6, 11.09.2018, 18 Uhr  

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