Der Mann der Stunde bei Hertha BSC: Ondrej Duda. / imago/Sven Simon
Bild: imago/Sven Simon

Interview | Herthas Top-Torschütze Ondrej Duda - "Der Kopf macht achtzig Prozent aus"

Fünf Tore in den ersten sechs Spielen, zuletzt das 2:0 gegen Bayern München: Ondrej Duda ist einer der Garanten für den fulminanten Saisonstart von Hertha BSC. Der Mann der Stunde des Bundesliga-Dritten über zwei schwere Jahre und die Gründe für den Erfolg.

rbb|24: Herr Duda, Sie haben fünf Tore in den vergangenen sechs Spielen geschossen. Die Fans singen: "He scores when he wants!" (Er trifft, wann immer er will!). Was denken Sie über Ihren guten Lauf?

Ondrej Duda: Nicht die Fans singen das, sondern Salomon (Kalou; Anm. d. Red.). Das ist ein kleiner Unterschied. Die Chelsea-Fans haben das früher gesungen, wenn er für sie getroffen hat. Fünf Tore, das ist schön - aber: Ich habe schon allen gesagt, dass das für mich nicht entscheidend ist. Wenn diese Tore der Mannschaft helfen und wir gewinnen, ist es natürlich perfekt. Dann bin ich glücklich - und das Team ist es auch. 

Was ist der entscheidende Unterschied zwischen dieser Saison und den beiden zuvor?

Ich spiele - das ist der Unterschied. Genau so einfach ist es. Ich stehe in der Startelf, bin über neunzig Minuten dabei. Für mich ist das wichtig, weil ich so Selbstvertrauen bekomme. Und ich möchte natürlich, dass es so weitergeht. 

Wie schwer waren die ersten zwei Jahre in Berlin für Sie?

Es war kompliziert wegen der Verletzungen. Das war der Grund, warum ich mich nicht gut gefühlt und kein Selbstvertrauen bekommen habe. Jetzt bin ich gesund. Ich hoffe, dass das für eine lange Zeit so bleibt - und keine neue Verletzung kommt.  

Eine andere Veränderung: Hertha spielt deutlich besseren Offensivfußball. Ist auch das ein Vorteil für Sie und Ihre Spielweise?

Für uns alle. Wir versuchen, Fußball zu spielen. Das soll nicht heißen, dass wir das letzte Saison nicht versucht haben - das haben wir natürlich. Aber klar: Jetzt sieht es besser aus. Und auch für unsere Fans ist das gerade die optimale Mischung: Wir gewinnen - und spielen auch noch gut.

Sie haben jetzt das Selbtvertrauen schon öfter angesprochen. Wie wichtig ist das gerade für einen Offensivspieler wie Sie?

Es ist sehr, sehr wichtig. Ich sage immer: Der Kopf macht vielleicht achtzig Prozent aus. 

Das Interview führte Jakob Rüger für das rbb-inforadio. Die hier veröffentlichte Version ist ein übersetzter, redigierter und gekürzter Auszug. Mehr zu Ondrej Duda hören Sie auch am 4. Oktober in der Hertha-Story im Inforadio.

Sendung: rbb UM6, 4.10.2018, 18 Uhr

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