Eisbären-Torwart Kevin Poulin kann den Schuß von Mannheims Phil Hungerecker abwehren
Video: Abendschau | 07.10.2018 | Simon Wenzel | Bild: dpa/Paul Zinken

Eishockey | 4:1 gegen die Adler Mannheim - Poulins Paraden sichern Heimsieg der Eisbären

Nach zuletzt eher mäßigen Leistungen haben die Eisbären in der Liga erstmals klar gewonnen: Mit 4:1 siegten die Berliner gegen die in der Liga deutlich besser platzierten Adler Mannheim. Bester Eisbär war Goalie Kevin Poulin, der einen sensationellen Abend hatte.

Die Eisbären Berlin haben auch ihr zweites Spiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) an diesem Wochenende gewonnen. Am Sonntag siegten die Berliner in der Arena am Ostbahnhof gegen die Adler Mannheim mit 4:1 (0:0, 2:0, 2:1). Die Gäste dominierten lange das Spiel, dank ihres wiederum starken Torhüters Kevin Poulin und der Treffer von James Sheppard, Micki DuPont, Jamie MacQueen und Brendan Ranford konnten die Eisbären am Ende aber einen klaren Erfolg feiern.

Das Spiel begann schwungvoll und mit viel Tempo. Beiden Teams blieben kaum Unterbrechungen, um durchzuatmen. Es war den Eisbären anzumerken, dass sie durch Schnelligkeit und Aggressivität besser auftreten wollten als zuletzt. So waren die ersten Minuten der Begegnung ausgeglichen.

Dann aber wurde Mannheim stärker und spielte sich die besseren Chancen heraus. Nach gefährlichem Fehlpass von Danny Richmond in der 16. Minute stand Luke Adam plötzlich frei vor Eisbären-Torwart Kevin Poulin. Der Kanadier bestätigte den positiven Eindruck aus den letzten Spielen und parierte den Schuss stark. Auch zwei Minuten später war es Poulin, der in höchster Not gegen David Wolf rettete. Die Adler Mannheim waren zum Ende des ersten Drittels besser und das 0:0 zur Pause war für die Eisbären glücklich.

Eisbären in Überzahl eiskalt

Auch im zweiten Drittel versuchten die Adler Mannheim die Eisbären nicht ins Spiel kommen zu lassen, sie störten früh im Aufbau. Für die Eisbären war es schwierig, ihr Spiel zur Entfaltung zu bringen. Doch in der 23. Minute kamen sie zur ersten guten Chance. Danny Richmond brachte James Sheppard in Schussposition. Adler-Torwart Dennis Endras konnte den Puck  mit dem Schoner abwehren.

Zur besten Chance des Spiels bis dahin kam aber der Mannheimer Joonas Lehtivuori, der in der 25. Minute an der Latte scheiterte. Eine Minute später war es dann wieder Poulin, der glänzend gegen Brent Raedeke parierte. Die Eisbären konnten sich kaum noch befreien und das Tor für die Mannheimer lag in der Luft. Kevin Poulin war nun warmgeschossen und konnte in der 28. Minute erneut im eins gegen eins gegen Luke Adam halten.

Die schlechte Chancenverwertung der Adler wurde dann bestraft. In Überzahl brachte James Sheppard die Eisbären zur glücklichen Führung. Die Berliner spielten die Überzahlsituation gut aus und konnten erhöhen. Michael DuPont zog ab und ließ Dennis Endras keine Chance. Es war die erste richtig gute Phase der Berliner. Die Adler wiederum kamen nicht an Kevin Poulin vorbei. Ein ums andere Mal hielt der Keeper stark.

Berlin mit guter Chancenverwertung

Im letzten Drittel versuchte Berlin die Führung kontrolliert über die Zeit zu bringen. Dies gelang zuerst nur bedingt. In der 44. Minute erzielte Matthias Plachta den Anschlusstreffer für die Adler. Es sollten ereignisreiche letzte 15. Minuten in der Mercedes-Benz Arena werden.

Beide Teams offenbarten Schwächen in der Verteidigung, die dann erneut Berlin eiskalt ausnutzte. In der 47 Minute  war es Jamie MacQueen, der für die Eisbären erhöhen konnte. Das sollte es allerdings noch nicht gewesen sein. Nur eine Minute später erhöhte Brendan Ranford zum 4:1 und damit zur Vorentscheidung.

Es war nicht das stärkste Spiel der Berliner, doch die Mannschaft von Clément Jodoin wusste heute in den entscheidenden Situationen ihre Chancen präzise zu nutzen. Hinzu kam Kevin Poulin, der sich immer mehr zum bärenstarken Rückhalt und Sieggarant entwickelt. Berlin konnte sich durch den Sieg auf den achten Tabellenplatz verbessern und treffen am kommenden Mittwoch (19:30 Uhr) in der Champions Hockey League auf HC Nerman Grodno.

Sendung: rbb24, 07.10.18, 21:45 Uhr

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