Silvio Heinevetter ballt die Faust
Bild: imago/Michael Hundt und Matthias Koch

Handball | 26:20 gegen Al Sadd im Super Globe - Füchse stehen erneut im Finale der Klub-WM

Die Füchse Berlin schaffen zum zweiten Mal in Folge den Einzug ins Finale des Super Globe - wo der gleiche Gegner wartet wie im Vorjahr, der FC Barcelona. Im Halbfinale der Klub-WM besiegten die Füchse Gastgeber Al Sadd - und wirkten schon reichlich ausgelaugt.

Die Füchse Berlin haben beim Super Globe, der inoffiziellen Handball Klub-Weltmeisterschaft, das Finale erreicht. In der fast leeren Halle in Doha, Katar konnte sich die erschöpft wirkende Füchse-Mannschaft nach 60 Minuten gegen Al Sadd aus Katar durchsetzen.

Die Gastgeber begannen das Spiel aggressiv und körperbetont. Die technische und spielerische Überlegenheit der Füchse kam dabei allerdings schon früh zum Vorschein. Auch die Verteidigung der Berliner arbeitete konzentriert, sodass sich die Füchse schnell eine komfortable Führung erarbeiten konnten. Nach 15 Minuten stand es bereits 8:2 für die Mannschaft von Velimir Petkovic.

Füchse verlieren die Kontrolle

Dann verloren die Berliner allerdings komplett den Faden. Viele Angriffe wurden zu überhastet gespielt und gute Chancen so liegen gelassen. Die enorme Belastung der letzten Tage war den Füchsen in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts deutlich anzumerken. Angriffe wurden zu unkonzentriert gespielt, Torchancen zu selten verwandelt. So ging es mit einer knappen Führung von 11:9 in die Halbzeit.

Die komfortable Führung, die zu Spielbeginn erarbeitet wurde, konnte im zweiten Abschnitt des ersten Durchgangs nicht gehalten werden. "Wir haben zu früh einen Gang zurückgeschaltet. Dann ist es schwer den Motor wieder hochzufahren", begründete Bob Hanning das Einbrechen der Mannschaft.

Berlin arbeitet sich zum Sieg

Auch im zweiten Durchgang blieb die Begegnung weiter eng. Berlin tat sich schwer und musste einige Torchance von Al Sadd zulassen. Die Kataris wirkten nun spritziger und kamen immer wieder gefährlich vor das Berliner Tor, in dem im zweiten Durchgang Malte Semisch stand.

Die Füchse blieben zwar stets in Führung, konnten sich aber zu keinem Zeitpunkt ein beruhigendes Tore-Polster erarbeiten. Erst nach 45 Minuten zogen die Berliner auf fünf Tore davon.

Trainer Velimir Petkovic nutzte die Auszeit, die die Kataris zogen, und versuchte das Spiel zu beruhigen. Es war den Füchsen anzumerken, dass die letzte Frische und Konzentration fehlte. Dennoch konnten sie sich im letzten Spielabschnitt durchsetzen und mit einem 26:20 ins Finale einziehen.

"In besonderen Momenten besondere Spiele gemacht"

Damit kommt es nun am kommenden Freitag zur Wiederauflage des letztjährigen Finales gegen den FC Barcelona, der sich gegen Montpellier durchsetzen konnte. Die spanische Spitzenmannschaft wird den Füchsen alles entgegensetzen und die erste wirkliche Herausforderung im diesjährigen Super Globes sein.

Bob Hanning sieht Barcelona als "absoluten Favoriten" und seine Mannschaft als "krassen Außenseiter". Trotzdem habe das Team schon in der Vergangenheit "in besonderen Momenten besondere Spiele gemacht", so der Manager.

Zwar erwartet Hanning auch im Finale des Super Globes kein großes Publikum, aber vielleicht finden wenigsten zu diesem Topspiel ein paar mehr Zuschauer den Weg in die Halle. Das Preisgeld von 400.000 Dollar würde den Trip der Füchse Berlin nach Katar, der bislang von der schweren Verletzung von Kevin Struck überschattet wird, mit Sicherheit versüßen.

Sendung: Inforadio, 17.10.2018, 20:00 Uhr

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