Füchse-Spieler Hans Lindberg im Zweikampf mit einem Spieler der Rhein-Neckar Löwen (Quelle: Oliver Zimmermann / imago)
Video: rbb UM6 | 21.10.2018 | Simon Wenzel | Bild: imago sportfotodienst

25:28-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen - Füchse verlieren trotz couragiertem Auftritt

Die Füchse Berlin mussten der anstrengenden Club-WM Tribut zollen und haben das Topspiel der Handball-Bundesliga verloren. Gegen die Rhein-Neckar Löwen verkauften sich die Berliner gut -  unterlagen aber am Ende mit 25:28.

Erschöpft, müde und mit vier Nachwuchsspielern – so gingen die Füchse in das Topspiel der Handball-Bundesliga bei den Rhein-Neckar Löwen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um gegen den DHB-Pokalsieger die Überraschung zu schaffen.

Nach der kräftezehrenden Club-Weltmeisterschaft, von der die Berliner mit der Silbermedaille aber auch mit vier Verletzten zurückkehrten, ging die Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic als Außenseiter in die Begegnung - verkaufte sich dank einer kämpferischen Leistung aber dennoch gut.

Füchse halten gut dagegen

In einer ausgeglichenen Anfangsphase nutzten die Füchse Fehler der Gastgeber gut aus und gingen nach zehn Minuten durch einen Treffer des Tunesier Wael Jallouz erstmals mit 4:3 in Führung.  

Doch schon gegen Ende der ersten Halbzeit war den Hauptstädtern anzumerken, dass das harte Pensum von fünf Spielen in acht Tagen nicht spurlos an ihnen vorbeiging. Mit einem Fünf-Tore-Lauf setzten sich die favorisierten Rhein-Neckar Löwen ab und führten zur Pause verdient mit 15:11.

"Wir machen uns selbst kaputt"

Nach dem Seitenwechsel bauten die Löwen mit zwei schnellen Toren ihrem Vorsprung weiter aus. "Wir machen uns selbst kaputt", schimpfte Trainer Petkovic in der Auszeit. Denn trotz des stark dezimierten Kaders standen die Berliner "phänomenal" in der Deckung, lagen nach 40 Minuten allerding mit sieben Toren zurück. Zu viele Ballverluste und die mangelnde Effizienz in der Offensive machte der 62-Jährige dafür verantwortlich.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Der Trainer-Fuchs schien mit seinen Worten zu den Spielern durchzudringen - denn plötzlich kamen die Berliner Tor um Tor wieder heran. Mit voller Wucht markierte Jacob Holm das 21:23 - sollte jetzt doch noch die Überraschung gelingen?

An Kampfgeist, Willen und Einsatz mangelte es dem EHF-Pokalsieger nicht, doch die Löwen ließen die Gäste nun kaum noch zum Abschluss kommen. Mit drei Toren Rückstand gingen sie am Ende zwar als Verlierer vom Parkett, konnten mit ihrer insgesamt couragierten Vorstellung aber dennoch zufrieden sein.

"Irgendwann ist der Akku leer"

"Irgendwann ist der Akku aber leer", sagte Torwart Malte Semisch nach der anstrengenden Auswärtsreise und ergänzte: "Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen, wenn man bedenkt, dass größtenteils Jugendspieler auf der Bank saßen. Wir können daher guten Gewissens nach Hause fahren."

In der Tabelle stehen die Berliner derzeit auf dem 6. Platz. Gefordert sind sie erst wieder am 1. November gegen Stuttgart - für die Füchse eine dringend benötigte Pause.



Sendung: rbb24, 21.10.2018, 21.45 Uhr

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