Füchse-Spieler Fabian Wiede
Bild: dpa/wolf-sportfoto

Handball | Super Globe in Katar - Füchse ziehen dominant ins Halbfinale der Klub-WM ein

Mit 33:25 haben die Füchse Berlin ihr Auftaktspiel beim Super Globe gegen den brasilianischen Vertreter Esporte Clube Taubaté gewonnen. Bei 36 Grad Außentemperatur und fast leerer Halle ließen sie nie einen Zweifel am selbst gesetzten Ziel: dem Titelgewinn.

Es war das zweite Spiel einer intensiven Woche - und zugleich der erfolgreiche Auftakt der Füchse Berlin bei der inoffiziellen Handball-Klub-Weltmeisterschaft in Doha. Insgesamt fünf Spiele innerhalb von achten Tagen, inklusive Bundesliga, müssen sie im besten Fall überstehen.

Da kam es der Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic recht, dass der heutige Gegner, der brasilianische Außenseiter Esporte Clube Taubaté, den Berlinern noch nicht alles abverlangte - und sogar die ein oder andere Möglichkeit zum Zaubern ließ. Vor allem Fabian Wiede war es, der mit seinen Toren aber auch Vorbereitungen in Katar glänzte. 

Manager Bob Hanning zeigte sich direkt nach dem Spiel äußerst zufrieden: "Es war ein verdienter Sieg, wir haben den Gegner auflaufen lassen und ihnen früh den Zahn gezogen."

"So kalt, wie Berlin im Winter"

Den Füchsen gelang ein beeindruckender Auftakt in fast menschenleerer Halle: Mit druckvollem Spiel gingen sie schnell mit 8:2 in Führung. Aus Berlin sind sie Fangesänge und Klatschpappen gewöhnt, doch die Stimmung wie bei einem Geisterspiel tat der Motivation der Füchse keinen Abbruch, meinte Hanning: "Der Titel des Super Globes an sich ist schon Motivation genug, um sich voll rein zu hängen."

Kurz Luft anhalten mussten die Berliner kurz vor der Halbzeitpause, als der Mann des Spiels, Fabian Wiede mit einem Schlag ins Gesicht unsanft zu Boden gerissen wurde. Laut Hanning wäre das eine klare rote Karte gewesen, doch die Schiedsrichter ließen weiter spielen. Es sollte die einzige wirklich unfaire Situation dieser Partie bleiben.

Mit 19:11 und einem spektakulären Tor durch Christoph Reißky, der mit dem Rücken zum Keeper den Ball aus dem Handgelenk ins Tor warf, ging es in die Pause. Und das Motto war klar: warm anziehen. Denn obwohl es mit 36 Grad Außentemperatur in Katar noch hochsommerlich ist, sei die Halle so gut gekühlt wie Berlin im Winter, erklärte Bob Hanning. Die Max-Schmeling-Halle sei - nicht nur wegen der Stimmung - bedeutend heißer.  

Struck muss ins Krankenhaus

In der zweiten Hälfte konnten die Füchse ihre Dominanz weiter ausbauen, hatten zwischenzeitlich sogar einen Zehn-Tore-Vorsprung. Am Ende siegten sie klar mit 33:25 und kamen dem Preisgeld von gut 400.000 Dollar einen Schritt näher.

Einziger Wermutstropfen des Spiels: Kevin Struck verletzte sich in einem Zweikampf schwer. Der Linksaußen knickte um und wurde mit einer knöchernen Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus gebracht. Wie lange der 21-Jährige ausfällt, war zunächst noch offen.

Nach Abpfiff blieben die Füchse noch in der Halle, um sich den Gegner für das Halbfinale am Mittwoch anzuschauen. Und zwei Stunden später stand fest: Das wird der katarische Gastgeber Al Sadd sein, der sich gegen den Ozeanien-Vertreter Sydney University mit 27:22 durchsetzte. Erst im Finale des Super Globes, am Freitag, könnte das Team von Trainer Velimir Petkovic auf die Favoriten, Titelverteidiger FC Barcelona oder Champions-League-Sieger Montpellier HB treffen.

Sendung: rbb UM6, 16.10.2018, 18.00 Uhr

Beitrag von Jonas Schützeberg

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