Dresdens Jannis Nikolaou (rechts) sieht die gelb-rote Karte (Quelle: imago/Dennis Hetzschold)
Audio: Inforadio | 28.10.2018 | Stephanie Baczyk | Bild: imago sportfotodienst

2. Fußball-Bundesliga - Union kann Dresden trotz Überzahl nicht bezwingen

Auch im elften Spiel in Folge bleibt Union Berlin in der 2. Bundesliga ungeschlagen. Nur kann die Mannschaft kaum Kapital aus dieser Serie ziehen: Gegen Dynamo Dresden kam Union am Sonntag wieder einmal nicht über ein Unentschieden hinaus.

Es war das erwartet schwere Spiel für die Unioner. Bereits vor der Begegnung hatte Trainer Urs Fischer vor einem engen und kämpferischen Duell gewarnt. Am Ende blieb es beim 0:0, obwohl Union Berlin 55 Minuten in Überzahl spielte. Erst kurz vor Schluss hatten die Berliner zwei gute Torchancen.

Union Berlin ohne die letzte Idee

Nach einer Phase des Abtastens beider Mannschaften zu Beginn der Partie, kamen die Berliner in der zehnten Minute zu einer ersten Möglichkeit durch Ken Reichel. Der 31-Jährige konnte den Ball nach Ecke und anschließenden Unsicherheiten im Dresdener Strafraum jedoch nicht ins Tor bringen.

Der Tabellenzehnte aus Dresden versuchte durch Kampfgeist und Aggressivität ins Spiel zu kommen. Viele kleine Fouls sorgten dafür, dass der Spielfluss von Union immer wieder gestört wurde. Diese Fouls blieben für Dresden allerdings nicht ohne Folgen. Nach der ersten gelben Karte in der 24. Minute für Jannis Nikolaou, sah der Mittelfeldspieler zehn Minuten später nach Foul an Grischa Prömel gelb-rot.

Die beste Chance des Spiels bis dahin hatte Union nach einer Standardsituation kurz vor der Halbzeitpause. Christopher Trimmels Freistoß flog zwar ohne weitere Berührung ins Tor der Dresdener, jedoch stand Florian Hübner im Abseits. Schiedsrichter Sven Jablonski erkannte dies als strafbarer Position, da Hübner Dynamo-Torwart Markus Schubert beeinträchtigte. Der Treffer zählte nicht. Gegen die tiefstehende Dresdner Mannschaft fiel den Berliner bis zur Halbzeitpause keine weiteren Mittel ein.

Distanzschüsse auf beiden Seiten

Auch in der zweiten Halbzeit fiel es den Eisernen schwer, aus der Überzahl eine spielerische Überlegenheit zu entwickeln. Trainer Urs Fischer versuchte seine Mannschaft anschließend offensiver aufzustellen. Stürmer Robert Zulj kam in der 60. Minute für Mittelfeldspieler Manuel Schmiedebach. Und tatsächlich wurde das Spiel der Berliner besser. Nur die zwingenden Torchancen kamen auch weiterhin nicht zustande.

Die beste Möglichkeit der zweiten Halbzeit hatten die Dresdner. Ex-Herthaner Patrick Ebert schlenzte in der 72. Minute den Ball aus 25 Metern knapp über das Tor von Rafal Gikiewicz. Ebenfalls aus der Distanz versuchte es ein paar Minuten später Union-Stürmer Suleiman Abdullahi auf der anderen Seite. Auch der Nigerianer verfehlte das Tor.

Union verpasst den späten Sieg

Was Berliner in Überzahl zeigten, war einfach zu wenig. Trainer Fische wollte nun alles in die Waagschale werfen und brachte Sebastian Polter für den glücklosen Sebastian Andersson. Die besten Chance des Spiels hatten aber andere. In der 84. Minute zog Grischa Prömel aus rund 20 Metern aus einer Drehung heraus ab, traf aber nur den Pfosten. Dann war es Akaki Gogia, der in der Nachspielzeit am Aluminium scheiterte. Der 26-jährige zog nach einer Ecke von Christopher Trimmel volley aus dem Hintergrund ab und wieder war es der linke Pfosten, der die Berliner verzweifeln ließ.

Somit blieb es bei der Punkteteilung. Union Berlin bleibt in dieser Saison zwar weiterhin ungeschlagen, hat aber nun auch seit drei Spielen in Folge nicht gewonnen. Gerade aufgrund der langen Überzahl wäre heute sicherlich mehr drin gewesen. Entsprechend enttäuscht zeigte sich Gogia nach dem Spiel: "Wir ärgern uns natürlich sehr. Wenn man so lange in Überzahl ist, müssen wir das Spiel gewinnen. Wir waren in der Summe vorne zu ungefährlich und haben uns zu wenig zugetraut."

Am kommenden Mittwoch (18:30 Uhr) spielt Union Berlin im DFB-Pokal beim Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund. Mit einem Punkt mehr stehen die Köpenicker in der 2. Liga nun auf Platz drei.

Sendung: rbb UM6, 28.10.2018, 18 Uhr

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