Die Torschützen Joshua Mees und Sebastian Polter schauen sich in die Augen (Quelle: imago/Zink)
Audio: Inforadio | 11.11.2018 | Guido Ringel | Bild: imago/Zink

Union schlägt Fürth 4:0 - Mees und Polter im doppelten Glück

Union Berlin hat einen souveränen 4:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth eingefahren. Schon nach zehn Minuten lagen die Eisernen durch einen Doppelschlag von Joshua Mees mit 2:0 vorn, dann schlug Sebastian Polter noch zweimal zu.

Union Berlin hat das Verfolgerduell in der Zweiten Fußball-Bundesliga für sich entschieden und ist auf Relegationsrang drei gesprungen. Gegen die SpVgg Greuther Fürth siegte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer mit 4:0 - und einer dürfte diesen besonderen Tag wohl nicht so schnell vergessen.

Joshua Mees war nach dem Abpfiff gefragt im Stadion An der Alten Försterei. Der 22-Jährige erzielte zwei Tore, ein drittes bereitete er vor. "Manchmal platzt der Knoten. Ich denke, man braucht immer eine Zeit, um in eine neue Mannschaft reinzufinden. Schön, dass es heute geklappt hat", freute er sich. Bei seiner Auswechslung erhoben sich die Fans von ihren Plätzen, Mees verspürte "ein bisschen Gänsehaut".

Joshua Mees trifft zweimal

Erst zu Saisonbeginn war das 1,81 Meter große Talent zu den Unionern gewechselt. Doch der Start im neuen Team verlief holprig. Muskuläre Probleme plagten den gebürtigen Saarländer. In vier Einsätzen sprang kein Tor für ihn heraus - bis jetzt.

Denn an diesem verregneten Nachmittag in Köpenick sollte endlich seine große Stunde schlagen. Die Partie hatte gerade erst begonnen, da brachte Joshua Mees (5. Minute) den Ball zum ersten Mal im gegnerischen Tor unter. Fast schien es so, als hätten die Spieler die Ansage ihres Ex-Kapitäns Felix Kroos, der wegen einer Sprunggelenksverletzung auf der Tribüne sitzt, erhört. Ein frühes Tor forderte der Führungsspieler im Interview, denn damit taten sich die Köpenicker zuletzt schwer. Doch es war auch ein glücklicher Treffer: Weil Marcel Hartel bei seiner Hereingabe im Abseits stand, hätte das Tor nicht zählen dürfen.

Union beim Führungstreffer im Glück

"Wir wurden in den letzten Wochen vielleicht auch nicht immer mit Glück überschüttet. Letztendlich muss man es so nehmen, wie es ist. Es gibt noch keinen Videobeweis, so dass das Tor zurückgenommen werden kann. Deshalb sind wir froh, dass das Tor so passiert ist", kommentierte Sebastian Polter die Szene.

Die Fürther, die nach einer frühen Auswechslung ihren Rhythmus überhaupt noch nicht gefunden hatten, mussten zuschauen, wie Mees den Ball nur einige Minuten später erneut im Tor unterbrachte. Wieder kam die Mannschaft von Urs Fischer über rechts. Christopher Trimmel fand den freistehenden Mees, der problemlos einköpfte.

Polter schnürt zweites Doppelpack

Nach den ersten zehn Minuten war klar: Auf eine Punkteteilung läuft es für Union, die zuletzt viermal Unentschieden gespielt hatten, wohl diesmal nicht hinaus. Noch vor der Pause erhöhten die Gastegber auf 3:0 - und wieder war Mees an der Aktion beteiligt.

Einen Freistoß wehrte Fürths Mario Maloca zum zweifachen Torschützen ab. Der brachte den Ball in Richtung Tor, wo Sebastian Polter (29. Minute) ihn im richtigen Moment gegen die Laufrichtung von Torhüter Sascha Burchert lenkte. Keine Chance für für den Keeper - 3:0 für Union.

Nach der Pause wartet der Tabellenführer

Im zweiten Durchgang kam auch Polter noch zu seinem Doppelpack, nachdem Suleiman Abdullahi im Strafraum den Ball behauptet hatte. Der Treffer des 27-Jährigen war zugleich das 600. Union-Tor in der Zweitligahistorie.

"Wir haben in den letzten Wochen offensiv vielleicht nicht den überzeugendsten Fußball gespielt", so Polter. "Deshalb war es heute für uns wichtig, viele Tore zu schießen und trotzdem kompakt zu bleiben. Das haben wir sehr gut gemacht. Jetzt gehen wir in die Länderspielpause, ein bisschen Kräfte tanken und dann geht es wieder weiter."

Und zwar mit einem echten Spitzenspiel: Am 26. November treffen die Eisernen auf Spitzenreiter Hamburger SV.

Sendung: rbb24, 11.11.2018, 21.45 Uhr

 

Anmerkung: In einer vorherigen Version dieses Artikels wurde Felix Kroos als Union Kapitän bezeichnet und Christopher Trimmel die Vorlage vor dem 1:0 zugesprochen. Wir haben diese Fehler korrigiert und entschuldigen uns dafür.

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Liebe(r) Hokuspokus,

    Sie haben völlig recht, das war alles falsch. Wir haben die Fehler korrigiert und bitten, sie zu entschuldigen. Danke für Ihren Hinweis!

    Beste Grüße, Ihre Redaktion

  2. 1.

    Sehr geehrte Sportredakteure des RBB,
    wiedereinmal kann ich über ihre Berichterstattung eines Union-Spieles nur mit dem Kopf schütteln. Bitte lesen sie sich doch in Zukunft ihre Artikel nochmals durch, ehe sie diese hochladen - um endlich mal die inhaltliche Fehlerrate zu reduzieren:
    1. Felix Kroos ist schon seit Juli nicht mehr Kapitän des 1. FC Union Berlin - sondern, extra zu ihrer Information sei es hier nochmals gesagt: Christopher Trimmel, der jedoch
    2. beim 1:0 nicht die Vorlage gab und damit auch nicht im Abseits stand - es war Marcel Hartel!
    Mit sportlichen Grüßen
    ihr Hokuspokus

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