Silvio Heinevetter sitzt geknickt auf der Bank in der Max-Schmeling-Halle. Bild: imago/Annegret Hilse
Video: rbb24 | 01.11.2018 | Birgit Hofmann | Bild: imago/Annegret Hilse

Handball-Bundesliga: Berliner unterliegen Stuttgart - Ersatzgeschwächte Füchse verlieren erneut

Nächster Rückschlag für die Füchse Berlin: Gegen den Tabellenzwölften TVB Stuttgart unterlagen die Berliner am Donnerstagabend mit 25:30 (12:17) in der heimischen Max-Schmeling-Halle. Es ist die zweite Niederlage in Folge für die Füchse, die auch gegen Stuttgart wieder ohne zahlreiche Stammspieler und mit einigen Jugendspielern auflaufen mussten.

Der Rückraum fehlt

Acht Verletzte haben die Füchse zu beklagen. Besonders im Rückraum sind die Berliner spätestens seit der Reise zum Super Globe besonders dünn besetzt: Mit Fabian Wiede, Paul Drux, Stipe Mandalinic, Marko Kopljar, Simon Ernst und Christoph Reißky fehlen den Füchsen sechs hochklassige Rückraumspieler. Dazu kommt Multitalent Mattias Zachrisson, der ebenfalls bereits im Rückraum ausgeholfen hat.

Und so ist es nicht überraschend, dass das Rückraumspiel in der Füchse-Offensive derzeit kaum stattfindet, so auch gegen Stuttgart. In der ersten Hälfte gelang den Berlinern aus dem Rückraum kein einziges Tor. Und weil sie sich auch bei Tempogegenstößen die ein oder andere Unkonzentriertheit leisteten, dauerte es nicht lange, ehe die Gäste aus Stuttgart mit vier Toren Abstand davon zogen. Nach 14 Minuten stand es bereits 3:7.

Heinevetter erst nach der Halbzeit im Spiel

Kurios: Die Füchse wussten vor allem in Unterzahl zu überzeugen, verteidigten da konsequenter und konnten so Mitte der ersten Hälfte noch einmal auf zwei Tore heran kommen (6:8). Die besten Torschützen bei den Berlinern waren nicht nur in dieser Phase Hans Lindberg (am Ende 8 Tore) und Jacob Holm (7 Tore).  Mit 12:17 war aber der Pausenrückstand schon sehr deutlich.

Das lag auch daran, dass Torhüter Silvio Heinevetter eine, für seine Verhältnisse, schwache erste Hälfte erwischte und nur drei Würfe der Stuttgarter parieren konnte. Er steigerte sich vor allem zu Beginn des zweiten Abschnittes (am Ende 10 Paraden) und die Füchse kamen noch einmal zurück ins Spiel.

Gut sechs Minuten vor dem Ende der Partie hatten die Berliner die Chance, auf ein Tor heran zu kommen, aber ein schneller Abwurf von Heinevetter beim Stand von 20:22 landete in den Armen seines Gegenübers Johannes Bitter und die Stuttgarter verwandelten den schnellen Gegenstoß zum 20:23. Näher als zwei Tore kamen die Berliner den Stuttgartern bis zum Schluss nicht mehr.

Füchse bereits acht Punkte hinter der Tabellenspitze

So verloren die Füchse nach der Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen am vergangenen Wochenende auch das zweite Bundesligaspiel nach ihrer strapaziösen Reise zum Super Globe. Auf Tabellenplatz sechs haben sie nun bereits acht Punkte Rückstand auf Tabellenführer Flensburg-Handewitt. Am Donnerstag (8.11.) in einer Woche müssen die Berliner nach Wetzlar.

Sendung: rbb24, 01.11.2018, 21.45 Uhr

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