Füchse Trainer Petkovic nach dem Spiel gegen Wetzlar. Bild: imago/Eibner
Video: rbb24 | 22.11.2018 | Birgit Hofmann | Bild: imago/Eibner

Niederlage im Topspiel gegen Kiel - Füchse verlieren bei Wiede-Comeback

Die Füchse Berlin mussten im Topspiel der Handball Bundesliga am Donnerstagabend die sechste Saisonniederlage hinnehmen. Bei der THW Kiel verloren die Berliner mit 22:26, dabei hatten sie ohne acht Stammspieler lange Zeit überraschend gut mitgehalten beim deutschen Rekordmeister. Immerhin durften sich die Füchse-Fans vor dem EHF-Pokal Rückspiel gegen Aalborg über die Rückkehr von Fabian Wiede freuen.

Füchse mit starker erster Hälfte - Wiede braucht noch Zeit

Die Ausgangslage vor dem Spiel hätte unterschiedlicher kaum sein können: Während die Füchse ohne acht verletzte Stammspieler und mit der tabellarischen Hypothek von bereits fünf Niederlagen nach Kiel reisten, konnte der THW zuletzt zehn Mal in Folge gewinnen. Aber die Füchse boten dem Gastgeber lange Paroli, zeigten vor allem in der ersten Halbzeit eine giftige und kämpferische Leistung - in der Schlussphase der ersten Hälfte gingen sie sogar mal mit zwei Toren in Führung, nach Jakob Holms Treffer zum 11:9 aus Berliner Sicht (23. Minute).

Da hatte Fabian Wiede bereits zum ersten Mal in dieser Partie das Parkett in der Kieler Arena betreten. Der Rückraumspieler der Füchse feierte sein Comeback nach vier Wochen Verletzungspause und kam vor allem bei Überzahlspiel der Berliner zum Einsatz. Er sollte die Entscheidungen treffen, die Ergebnisse blieben allerdings überschaubar - nur einen Assist konnte Wiede bei seinem Comeback beisteuern.

Heinevetter verliert Torwartduell gegen Wolff

Beim THW werden sie aber wohl auch gewusst haben, dass die ersatzgeschwächte Berliner Mannschaft mit zunehmender Spielzeit nachlassen würde. So dauerte es nur etwa zehn Minuten nach der Halbzeit, bis Kiel sich zum ersten Mal einen fünf Tore Vorsprung erspielt hatte (21:16). Bis dahin war vor allem der Kieler Schlussmann und deutsche Nationaltorhüter Andreas Wolff entscheidend daran beteiligt, dass die Füchse immer mehr zurückfielen - mit insgesamt 11 Paraden gewann er auch das Duell gegen seinen Berliner Gegenüber Silvio Heinevetter (3 Paraden). 

Heinevetter musste Mitte der zweiten Hälfte sogar Platz machen für den 21-jährigen Nachwuchstorwart Frederik Genz. Der sorgte mit fünf zum Teil sehenswerten Paraden (unter anderem hielt er auch einen 7-Meter) in kurzer Zeit dafür, dass die Füchse noch einmal auf drei Tore heran kamen. "Wir haben lange Zeit gut dagegen gehalten", sagte Rückkehrer Wiede nach dem Spiel beim TV-Sender Sky. Letztlich mussten die Berliner aber anerkennen, dass sie mit ihrem dezimierten Kader gegen Kiel nicht mithalten konnten.

Wiede blickt auf Sonntag

Für ihn selbst wird es wichtig gewesen sein, vor dem Rückspiel in der entscheidenden Qualifikationsrunde zur EHF-Cup-Gruppenphase gegen Aalborg am Sonntag (15 Uhr in der Max-Schmeling-Halle) Spielpraxis zu sammeln. "Ich habe mich gut gefühlt", sagte Wiede zu seinem eigenen Comeback, am Wochenende will er "mehr spielen" und helfen, die Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen.

Sendung: rbb24, 22.11.2018, 21.45 Uhr

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