Der Berliner TSC nimmt den silbernen Stern des Sports entgegen. Quelle: rbb
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Video: rbb24 | 06.11.18 | Jonas Schützeberg | Bild: rbb

Sterne des Sports verliehen - Kurzfilmprojekt des Berliner TSC ausgezeichnet

Es ist ein bekanntes Problem: Wie können Vereine Kinder und Jugendliche für ihren Sport begeistern? Die Anwort des Berliner TSC: Mit Kurzfilmen von Jugendlichen für Jugendliche. Dafür gab es jetzt den Großen Stern des Sports in Silber.

"Film ab", rufen die drei Kinder in die Kamera und lassen ihre Klapp-Schlittschuhe klacken. Emma, Erik und Naja heißen die drei Nachwuchs-Eisschnelläufer. Sie zeigen in einem gut eineinhalb Minuten langen Video auf der Homepage ihres Vereins Berliner TSC, wie ihr Training funktioniert. Von den Imitationsübungen zum Aufwärmen, über die Erklärung der Ausrüstung, bis zum Sprint in vollem Tempo über das Eis im Sportforum Hohenschönhausen.

Von Jugendliche für Jugendliche

Das Video ist Teil des Siegerprojektes bei den diesjährigen Sternen des Sports in Berlin. "Blick der Jugend auf den Berliner TSC" heißt die Kurzfilmserie des Berliner TSC und die wurde am Dienstagabend mit dem Großen Stern des Sports in Silber ausgezeichnet.

Insgesamt sieben solcher Videos hat der Verein produziert: für die Abteilungen Boxen, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Finswimming, Fußball, Karate und Handball. Jedes hat einen eigenen Zugang zur Sportart und ist von den Jugendlichen selbst entworfen und produziert worden.

Die einen erklären dem Zuschauer, wie ihre Sportart und das Training funktioniert, in anderen Videos geht es um die persönliche Motivation oder die Gedanken beim Training. Das Ziel des Berliner TSC ist es, mit den Videos Kinder und Jugendliche für den jeweiligen Sport im Verein zu begeistern.  

Video der Nachwuchs-Eisschnelläufer des Berliner TSC

Ehre, Siegprämie und ein Lob vom Innensenator

Das überzeugte den Landessportbund - als Belohnung gibt es für den Pankower Verein die Auszeichnung und eine Siegprämie in Höhe von 4.000 Euro. "Die Vereine leisten hier mit großartigem Engagement einen wichtigen Beitrag für alle Menschen in unserer Stadt. Dafür danke ich ihnen ausdrücklich", sagte Innensenator Andreas Geisel.

TSC-Geschäftsführer Christopher Krähnert freute sich über die Auszeichung und versprach die Prämie sinvoll einzusetzen: "Zuerst möchte ich erwähnen, dass auch alle anderen Vereine uns mit ihren Beiträgen mächtig beeindruckt haben. Wir werden das Geld für weitere Projekte einsetzen. Wir haben viele Ideen", so Krähnert nach der Veranstaltung.

Weitere Preise für Social Media und Gewaltprävention

Neben dem Berliner TSC wurden der Berliner Hockey-Club auf Platz zwei (2.500 Euro) und der PSV Olympia Berlin auf Platz drei (1.500 Euro) ausgezeichnet. Der Berliner Hockey-Club hatte unter dem Titel "BHC.Netzwerk" seinen Auftritt in den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram gestärkt, um seine rund 1.500 Mitglieder stärker an sich zu binden.

Die Judoabteilung des PSV Olympia wurde für ihr Projekt "Gewaltptävention an Berliner Schulen" geehrt. Der Verein bietet seit 2015 mit seinen Trainern Projektwochen an 50 Schulen an. Dort können die Schüler Grundlagen im Judo erlernen und werden geschult, wie sie Konflikte gewaltfrei lösen können.

Bei der Veranstaltung am Dienstag im Berliner Bärensaal feierten die Gäste die Gewinner und konnten Showeinlagen in Turn und Tanz anschauen. So turnte zum Beispiel der Nachwuchs der Turngemeinde in Berlin 1948 für die Zuschauer.

Sendung: rbb24, 06.11.2018, 21:45 Uhr

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