Unions Florian Hübner ruft etwas (Foto: Imago / Camera 4)
Audio: Inforadio | 25.11.2018 | Jakob Rüger | Bild: imago sportfotodienst/ Camera 4

Union zu Gast beim HSV - Die Reifeprüfung

Zum ersten Mal treffen Union Berlin und der Hamburger SV in einem Pflichtspiel aufeinander. Gegen den formstarken HSV können die noch immer ungeschlagenen Köpenicker am Montagabend zeigen, wie gut sie wirklich sind. Von Jakob Rüger

Die Augen von Verteidiger Florian Hübner leuchten, beim Gespräch über das Hamburger Volksparkstadion und die 50.000 Zuschauer, die zum Montagsspiel erwartet werden: "Das sind natürlich die Spiele, auf die man sich besonders freut." In letzten Begegnung des 14. Spieltages der 2. Bundesliga fordert der 1. FC Union den ehemaligen Bundesliga-Dino Hamburger SV heraus. "Das ist eine Reifeprüfung für uns", sagt Hübner und schickt direkt eine Kampfansage hinterher. "Sie gehen als Favorit ins Spiel und wir werden versuchen, sie zu ärgern."

Union ist gerne Außenseiter

Die Köpenicker fühlen sich wohl in der Rolle des Außenseiters und daran gibt es für Trainer Urs Fischer nichts zu diskutieren: "Der HSV ist mit Köln Tabellenführer und wir sind einer der Jäger." Als Jäger sind die Unioner ein unangenehmer Gegner, das hat Borussia Dortmund im DFB-Pokal beim mühsamen 3:2-Erfolg erfahren müssen. Beim zweiten Aufstiegsfavoriten Köln gab es zu Saisonbeginn ein 1:1. "Wir hoffen, dass es wieder so gut läuft", sagt Fischer. Noch immer sind die Berliner in der Liga ungeschlagen und das nach immerhin schon 13 Spieltagen.

Die beste Abwehr der Liga will Lasogga stoppen

Eine Stärke der Köpenicker ist ihre Abwehr, immerhin die beste der Liga. Nur acht Gegentore kassierten Florian Hübner und seine Nebenleute bislang. "Wir arbeiten alle gut gegen den Ball, das fängt schon vorne an", gibt sich Hübner bescheiden. Der Sommerneuzugang aus Hannover ist zum Abwehrchef gereift und bekommt es gegen den HSV mit dem kantigen Pierre-Michel Lasogga zu tun, mit sieben Treffern Hamburgs bester Stürmer. "Er steht immer am richtigen Ort, geht aber auch immer dahin, wo ein Strafraumstürmer stehen muss", warnt Trainer Fischer.

HSV setzt auf Konter

Doch der HSV ist mehr als Lasogga. Vor allem die schnellen, offensiven Flügel hat Fischer als Hamburger Stärke ausgemacht. Nach dem Trainerwechsel von Christian Titz zu Hannes Wolf suchen die Norddeutschen weniger Ballbesitz und setzen stattdessen vermehrt auf Konter. Diese Rechnung ging zuletzt auf, alle vier Spiele unter Wolf gewann der HSV. Den hohen Erwartungen beim anspruchsvollen Klub wurde der junge Coach damit bislang gerecht. Wie belastend solche Erwartungen sein können, hat Hübner bei Hannover 96 erfahren. Auch dort musste man nach dem Abstieg 2016 sofort wieder aufsteigen: "Dieser Druck kann dich hemmen, weil du jede Woche abliefern musst. Deshalb ist es einfacher, in der Position des Underdogs zu sein."

Vorfreude bei Urs Fischer

Die guten Leistungen lassen Trainer Fischer selbstbewusst davon sprechen, auch aus Hamburg "Punkte mit nach Berlin zu nehmen". Mit einem Erfolg könnten die Köpenicker das Aufstiegsrennen wieder spannend machen. "Von daher wissen wir, was wir zu tun haben", sagt Urs Fischer und grinst. Auch dem Trainer ist die Vorfreude auf den Auftritt der Unioner im Hamburger Volkspark anzumerken. 

Sendung: Inforadio, 26.11.2018, 11:15 Uhr

Beitrag von Jakob Rüger

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Das ist so lange her und nicht mehr relevant. Finde der rbb muss nicht bis in die Steinzeit nach solchen Statistiken forschen... Die 20er sind eindeutig zu weit weg.

  2. 2.

    Das erste und wohl bisher einzige Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften fand bereits vor 95 Jahren in Berlin statt! Bitte berichtigen. Am 10. Juni 1923 verlor Union Oberschöneweide leider das Finale um die Deutsche Fussballmeisterschaft 1922/23 gegen den HSV mit 0:3. Aber immerhin hat sich Union damit die Deutsche Vizemeisterschaft gesichert. Ein Erfolg auf nationaler Ebene, noch vor den angesehenen Vertretern aus Königsberg und Breslau ... sowie aus heutiger Sicht vor Borussia Dortmund und Bayern München, welchen bis dahin ein solcher Erfolg nicht vergönnt war.

  3. 1.

    Hamburg, meine Perle :-))))

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