Münchens Michael Wolf scheitert an Eisbären-Torwart Kevin Poulin (Quelle: imago/Nordphoto)
Audio: Inforadio | 28.12.2018 | Taufig Khalil | Bild: imago/Nordphoto

3:4-Niederlage im Penalty-Schießen - Eisbären verlieren bei Meister München

Nach zwei Siegen in Folge haben die Eisbären wieder eine Niederlage einstecken müssen. Beim amtierenden DEL-Champion in München lagen die Berliner am Freitagabend zwar lange Zeit vorn, verloren die Partie dann aber im Penalty-Schießen.

Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend gegen Meister München verloren. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge unterlag das Team von Trainer Stephane Richer bei den Bayern knapp mit 3:4 nach Penalty-Schießen.

Effektive Eisbären gehen in Führung

Neben den bereits Verletzten musste die Berliner beim Deutschen Meister zusätzlich auf Kapitän Andre Rankel (Rücken) und Verteidiger Jonas Müller (fiebrige Erkältung) verzichten. Somit blieben den Eisbären nur fünf Defensivspezialisten - und die hatten zu Beginn reichlich zu tun.

Denn zunächst dominierte vor allem München das Spiel. Mit viel Druck setzte sich der EHC im Berliner Drittel fest und ließ den Gästen nur wenig Raum - doch Torhüter Kevin Poulin vereitelte die Chancen der Bayern.

Poulins Vorderleute bekamen nur selten gute Gelegenheiten, zeigten sich aber sehr effektiv. Sean Backman (15.), der aufgrund durchwachsener Leistungen zuletzt in die vierte Angriffsreihe befördert wurde, stocherte die Scheibe zur 1:0-Führung über die Linie.

Vier Tore im zweiten Drittel

Effektiv blieben die Berliner auch im zweiten Spielabschnitt. James Sheppard (27.) umkurvte den am Boden liegenden Keeper Danny Aus den Birken und erhöhte auf 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Münchner durch Andreas Eder (33.) gab Topscorer Jamie MacQueen (36.) die perfekte Antwort zum 3:1. Die Eisbären nutzten ihre Chancen eiskalt, gerade einmal neun Torschüsse reichten für drei Treffer.

Doch auch die Münchner legten nach. Nach einer fragwürdigen Strafe gegen Verteidiger Jens Baxmann benötigte Justin Shugg (39.) nur sechs Sekunden, um vom Bully weg die Bayern wieder auf 2:3 heranzubringen.

Zu viele Strafzeiten kosten den Sieg

Im Schlussabschnitt saßen die Berliner häufig auf der Strafbank - das wussten die Münchner für sich zu nutzen. Trevor Parkes (57.) glich zum 3:3 aus. Da in der fünfminütigen Verlängerung kein Tor fiel, ging die Partie ins Penalty-Schießen, wo sich München knapp durchsetzte.

Die Berliner, die trotz der Niederlage einen Punkt gewonnen haben, stehen in der Tabelle aktuell auf dem neunten Rang. Zum Abschluss des Jahres empfangen die Eisbären am Sonntag den ERC Ingolstadt.

Sendung: Inforadio, 28.12.2018, 22.15 Uhr

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