Aljona Savchenko und Bruno Massot in der Jubiläumsshow Holiday on Ice (Quelle: imago/Future Image)
Video: rbb UM6 | 20.12.2018 | Stephanie Baczyk | Bild: imago/Future Image

Eiskunstlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot - "Uns stehen jetzt so viele Türen offen"

Aljona Savchenko und Bruno Massot haben sich mit ihrem Olympiasieg im Eiskunstlauf einen Traum erfüllt. Aktuell verzaubern die beiden in Eislaufshows das Publikum - und auch eine Rückkehr auf die Wettkampfbühne ist nicht ausgeschlossen.

Bei Minus zehn Grad fühlen sich Aljona Savchenko und Bruno Massot so richtig wohl. Während den Journalisten und Fotografen in einer Eisbar in Berlin-Mitte die Hände zittern, lächeln die Olympiasieger entspannt in die Kamera. Das Eis ist ihr Element.

Das haben die gebürtige Ukrainerin und der 29-jährige Franzose in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen. Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang gewannen die Beiden die Goldmedaille, im März wurden sie Weltmeister.

Die Gold-Kür weckt Emotionen

Vor allem die mitreißende Kür des Paares ist vielen im Gedächtnis geblieben. Für die Eislaufshow "Holiday on Ice" erwecken die Olympiasieger ihre Goldchoreografie noch einmal zum Leben. "Wir haben das Beste aus der Kür drin behalten: die besten Elemente, die stärksten Choreo-Szenen. All das, woran sich die Menschen erinnern. Was sie gerne noch mal sehen würden", erzählt Bruno Massot.

Doch sobald die einprägsame Melodie der Kür erklingt, wechselt die Stimmung bei Savchenko und Massot. Erst Anfang Dezember ist ihr langjähriger Co-Trainer Jeff Ballester verstorben. "Es ist für uns sehr emotional", sagt Savchenko sichtlich bewegt. "Die Kür ist mit diesem Menschen verbunden. Wir wollen das für ihn machen, auch wenn es uns schwer fällt."

Aljona Sawtschenko und Bruno Massot mit der Olympischen Goldmedaille (Quelle: imago/Hartenfelser)
| Bild: imago/Hartenfelser

Die Zukunft ist noch offen

Um ein wenig Abstand zu bekommen - auch vom Terminstress - hat das Eiskunstlaufpaar eine Wettkampfpause eingelegt. Ihre Gedanken sammeln, den Moment genießen. Das haben sie sich jedenfalls vorgenommen. Doch vor allem der ehrgeizigen Aljona Savchenko fällt das nicht immer leicht. "Ich liebe Wettkämpfe und vermisse sie sehr."

Denkbar wäre, dass sie auch in Peking 2022 noch einmal angreift. Doch dann wahrscheinlich ohne Bruno Massot: Der gebürtige Franzose hat schon länger Rückenbeschwerden, ist zudem gerade Vater geworden. Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union, glaubt, dass die 34-Jährige zwar gern mit Massot zurückkehren würde, aber auch andere Partner seien möglich.

"Uns stehen jetzt so viele Türen offen. Wir müssen darüber nachdenken, was für uns das Beste ist", meint Massot. Mehr will das Erfolgsduo nicht sagen.

Victoria-Luise Lippmann trainiert mit Aljona Savchenko (Quelle: Holiday on Ice/Martin Miseré)
| Bild: Holiday on Ice/Martin Miseré

10-jährige Berlinerin trainiert mit den Olympiasiegern

Der 29-jährige Massot scheint seine Zukunft derzeit mehr als Trainer zu sehen. "Ich habe schon vorher lange als Trainer gearbeitet. Ich mag es, alles zu teilen, was ich gelernt habe", erzählt er. Das konnte er unter anderem im November zeigen. In Oberstdorf trainierten er und Savchenko eine Stunde lang mit fünf jungen Talenten, darunter auch die Berlinerin Victoria-Luise Lippmann.

Gemeinsam mit den anderen jungen Eiskunstläufern holte sich die 10-Jährige vom SC Berlin Tipps von den Profis. "Die Kinder waren voll aufgeregt und haben sich gefreut", erzählt Savchenko. Die Zukunft ihres Sports liegt ihr und Bruno Massot am Herzen - und vielleicht werden sie darin auch gemeinsam noch eine Rolle spielen.

Sendung: rbb UM6, 20.12.2018, 18 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Zur Erinnerung: Die WM-Gold-Kür von Aljona Savchenko und Bruno Massot I Eiskunstlauf WM 2018 Mailand - ZDF - https://www.youtube.com/watch?v=CMwE5rWbYh4 Kunst in Perfektion!

  2. 1.

    Zur Erinnerung: Die WM-Gold-Kür von Aljona Savchenko und Bruno Massot I Eiskunstlauf WM 2018 Mailand - ZDF - https://www.youtube.com/watch?v=CMwE5rWbYh4 Kunst in Perfektion!

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