Immer noch nachdenklich nach der Stuttgart-Niederlage: Pal Dardai. / imago/Sportfoto Rudel
Audio: Inforadio | 18.12.2018 | 08:15 Uhr | Jakob Rüger | Bild: imago/Sportfoto Rudel

Vor dem Heimspiel gegen Augsburg - Hertha BSC will aus den eigenen Fehlern lernen

Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen hat Coach Pal Dardai bis Jahresende gefordert. Das bedeutet: Hertha BSC muss gegen Augsburg punkten. Aber in den Heimspiel-Abschluss 2018 geht es mit Verletzungssorgen und einem Negativerlebnis. Von Jakob Rüger

Pal Dardai sollte eigentlich über das anstehende Heimspiel gegen Augsburg (Dienstag, 20:30 Uhr) sprechen. Auf der Pressekonferenz kam Herthas Trainer am Montag aber immer wieder auf die verlorene Partie gegen den VfB Stuttgart zurück, in der die Berliner eine Pausenführung noch aus der Hand gaben. "Die ganze Trainingswoche hat nicht darauf hingedeutet, dass die Mannschaft im zweiten Durchgang noch so auseinanderbrechen könnte." Die schwache zweite Halbzeit beschäftigt Dardai noch immer.

Duda bekommt wohl eine Chance

"Ich glaube, es ist schwierig", antwortet er auf die Frage, ob er die Niederlage von Sonnabend schon verarbeitet hat. Der Trainer sieht müde aus, als ob er wenig Schlaf bekommen hat in den letzten Tagen. In Stuttgart hatte Hertha alles im Griff, baute die Gastgeber aber durch Passivität wieder auf. Eine "völlig unnötige Niederlage", sagt dann auch Manager Michael Preetz. "Es ist schön dass wir direkt wieder spielen", so Dardai. "Für die Regeneration zwar schwierig, aber dann bleibt für alle wenig Zeit nachzudenken."

Konsequenzen aus der schwachen zweiten Halbzeit von Stuttgart kündigte Dardai auf Nachfrage nicht an. "Wir haben einen anderen Gegner", entgegnet der Trainer. "Durch die Analyse und unser taktisches Verhalten suchen wir die Spieler, die am besten zu unserem Plan passen." Das könnten im zentralen Mittelfeld diesmal Per Skjelbred und Ondrej Duda sein. Der Trainer ist sich nach eigener Aussage noch nicht sicher, ob er Duda als Spielmacher oder Sechser aufstellt. Von ihm erwartet sich Dardai aber eine Belebung des Offensivspiels.

"Mannschaft muss Zähne zeigen"

Im Sturm deutet alles erneut auf eine Doppelspitze hin. Davie Selke und Vedad Ibisevic drehten beim letzten Aufeinandertreffen mit Augsburg einen 0:2-Rückstand - im Olympiastadion mit zwei späten Toren. Zu einem solchen Rückstand soll es diesmal gar nicht erst kommen. Auch wenn die Personallage weiter angespannt bleibt. "Es sind ein paar kleine Verletzungen dazu gekommen. Die Spieler müssen in den letzten beiden Spielen jetzt noch einmal auf die Zähne beißen." Vier Punkte aus den letzten beiden Spielen hat Dardai als Ziel ausgegeben, um ein "schönes Weihnachtsfest zu feiern".

Doch Vorsicht: Gegen Teams aus der unteren Tabellenregion haben sich die Berliner zuletzt schwer getan - siehe Stuttgart. Die Augsburger warten seit sechs Spielen auf einen Sieg und sind in der Tabelle als 14. in Abstiegsgefahr. Ein Bild, das für Manager Michael Preetz täuscht: "Augsburg spielt eine richtige gute Hinrunde, verkauft sich aber unter Wert. Sie haben deutlich zu wenige Punkte für das, was sie anbieten."

Der Wille entscheidet

Die Partie wird für die zu erwartenden 30.000 Zuschauer wahrscheinlich kein fußballerischer Leckerbissen. "Es wird viele Zweikämpfe auf einem schwierigen Rasen geben", kündigt Dardai an. "Die Mannschaft, die es mehr will, wird gewinnen. Wir müssen unseren Willen durchsetzen." Trainer und Mannschaft müssen beweisen, dass sie aus der Auswärtspleite in Stuttgart gelernt haben. Nur mit einem Erfolg lässt sich diese Niederlage wohl endgültig verarbeiten und vergessen.  

Sendung: rbbUM6, 17.12.2018, 18 Uhr

Beitrag von Jakob Rüger

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Warum sind bei Hertha so viele Spieler verletzt??
    Trainiert Herr Dardai und sein Stab vielleicht falsch.?

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