Torschütze zum 1:1: Unions Akaki Gogia. / imago/Contrast
Audio: Inforadio | 09.12.2018 | 16:15 Uhr | Andreas Friebel | Bild: imago/Contrast

1:1 in Magdeburg - Gogia rettet Unions Serie

Union Berlin hat seine beeindruckende Serie in der 2. Bundesliga ausgebaut: Die Berliner blieben mit dem 1:1 im Ostduell beim 1. FC Magdeburg auch im 16. Ligaspiel der Saison ungeschlagen. Danach hatte es zumindest eine Halbzeit lang nicht ausgesehen.

Am Ende war doch alles wieder, wie es in dieser Saison immer ist: Union punktet. Es war das nunmehr 16. Spiel - zum 16. Mal blieben die Köpenicker ungeschlagen. 1:1 hieß es am Ende in Magdeburg. Und doch war es am Sonntagnachmittag im Ostduell ein besonders hartes Stück Arbeit. Es war Unions offensiver Mittelfeldspieler Robert Zulj, der das Spiel unmittelbar nach Schlusspfiff ebenso kurz wie passend zusammenfasste: "In der ersten Halbzeit haben wir nicht gut gespielt - in der zweiten waren wir dann viel besser", sagte der 26-Jährige.

Hübner klärt zwei Mal in höchster Not

Magdeburg machte vor 23.149 Zuschauern von Beginn an Druck. "Die ersten zehn, fünfzehn Minuten brauchten wir, um überhaupt in die Partie zu kommen. Magdeburg hat losgelegt wie die Feuerwehr - und uns sicher auch ein bisschen vor Probleme gestellt", sagte Urs Fischer. Die ansonsten so sichere Abwehr wirkte reichlich durcheinander. Union hatte Glück, dass zumindest Florian Hübner den Überblick behielt.

Und das gleich zwei Mal. Ausgangspunkt: jeweils Magdeburg-Stürmer Felix Lohkemper. Zunächst brachte er den Ball von außen scharf in den Strafraum, Hübner klärte kurz vor Lohkempers Offensiv-Kollegen Christian Beck (3.). Nur eine Minute später war Philip Türpitz der Abnehmer von Lohkempers Volley-Vorarbeit. Hübner warf sich in den Schuss - Keeper Rafal Gikiewicz hätte es bei dem Abschluss aus fünf Metern wohl schwer gehabt.

Beck erzielt die Führung für Magdeburg

Die Frage, die vor dem Spiel am meisten diskutiert worden war, spielte in dieser Phase quasi keine Rolle. Sebastian oder Sebastian. Polter oder Andersson. Urs Fischer entschied sich für den Schweden. Doch der trat kaum in Erscheinung. Alleine deshalb, weil die Offensive der Köpenicker in Gänze weitgehend unsichtbar blieb. Das änderte sich erst in der 23. Minute. Zumindest im Ansatz: Suleiman Abdullahi scheiterte - in Bedrängnis - an FCM-Keeper Alexander Brunst. Dann war jedoch wieder Magdeburg an der Reihe. Marius Bülter (29.) und Felix Lohkemper (32.) hatten Großchancen, die Hausherren in Führung zu bringen.

Fast wäre es trotzdem Union Berlin gewesen, das gejubelt hätte: Zulj hatte in der 37. Minute gleich doppelt die Chance, für die Gäste zu treffen. Erst scheiterte er - freigespielt von Felix Kroos - im Eins gegen Eins an FCM-Keeper Brunst, im zweiten Anlauf landete sein Lupfer an der Latte. "Die muss ich reinmachen", sagte Zulj. Es hätte dem Spiel einen anderen, wenn auch nicht verdienten, Dreh gegeben. So jubelte kurz darauf der FCM: Denn was Zulj nicht gelang, machte Christian Beck auf der anderen Seite kurz darauf besser. Der Stürmer der Magdeburger überlupfte bei seinem achten Saisontor Rafal Giekiewicz. Über 20.000 FCM-Fans waren begeistert - der erste Heimsieg schien in greifbare Nähe zu rücken.

Gogia kommt - und trifft

"Wir haben zur Pause das eine oder andere angesprochen und auch ein bisschen umgestellt", sagte Fischer. Akaki Gogia kam für Suleiman Abdullahi, der stark gelb-rot-gefährdet war. Union war fortan die bessere Mannschaft - wurde aber zunächst noch einmal ausgebremst: In der 49. Minute wurde das Spiel unterbrochen. Schiedsrichter Felix Brych stoppte die Begegnung, weil im Magdeburger Fanblock Pyros gezündet worden waren. Der Rauch sorgte minutenlang für eingeschränkte Sicht.

In der 65. Minute war es dann der eingewechselte Akaki Gogia, der den verdienten Ausgleich erzielte. Eine Kombination über Manuel Schmiedebach und Sebastian Andersson landete bei dem 26-Jährigen - und der ließ aus elf Metern Alexander Brunst keine Chance. Ein Unentscheiden, bei dem es bleiben sollte. Auch weil auf dem tiefen Magdeburger Rasen Fußballspielen immer schwerer wurde.

"Um vorne dran zu bleiben, wäre ein Sieg natürlich besser gewesen", sagte Urs Fischer: "Aber wenn man das Spiel sieht Revue passieren lässt, denke ich schon, dass das 1:1 in Ordnung geht. Rein von den Chancen her ist es ein sehr ausgeglichenes Spiel gewesen. Dann muss man das Unentschieden auch akzeptieren." Robert Zulj richtete den Blick bereits wieder nach vorne. "Wir haben noch zwei Spiele. Es gibt noch sechs Punkte zu holen. Und wir wollen besser spielen als heute. Und dann werden wir sehen, was dabei rauskommt", sagte er. Am kommenden Samstag (13 Uhr) gibt's die Chance auf den nächsten Dreier: Dann kommt Bochum in die Alte Försterei.

Sendung: Abendschau, 09.12.2018, 19.30 Uhr

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