Akaki Gogia und Robert Zulj (Quelle: Imago/Matthias Koch)
Bild: Imago/Matthias Koch

FC Union empfängt VfL Bochum - "Es gibt überhaupt keinen Grund für Euphorie"

Auch das letzte Heimspiel 2018 will Zweitligist Union Berlin ohne Niederlage überstehen. Am Samstag ist mit dem VfL Bochum ein Verfolger aus dem Mittelfeld zu Gast. An der Alten Försterei ist die Weihnachtsruhe noch nicht in Sicht. Von Guido Ringel

Das Ende ist nah - das hat beim 1. FC Union dieser Tage eine doppelte Bedeutung. Zum einen wird die Baustelle auf der Haupttribüne bald fertig sein. Auch die Kabinen und die Räume im Erdgeschoss können zum Bochum-Spiel (Samstag, 13:00 Uhr) wieder genutzt werden. Zum anderen steht das Ende des Fußball-Jahres an: Noch zwei Spiele und dann ab in den Kurz-Urlaub.

"Mit Platz Drei in den Winter kommen – das würde Schwung bringen für die Aufgaben im neuen Jahr", so signalisiert Union-Trainer Urs Fischer, dass es jetzt noch mal um viel geht. Aber trotz der anhaltenden Serie von ungeschlagenen Spielen wird es gegen den VfL Bochum am Samstag alles andere als leicht: "Der VfL ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga, wir werden sicher sehr gefordert werden in diesem Spiel", so Fischer.

Wer spielt für Hübner?

Für diese Aufgabe wird der Coach der Eisernen auf fast alle Spieler zurückgreifen können. Nur Florian Hübner fehlt gesperrt (5. Gelbe Karte)und für den im Aufbau befindlichen Grischa Prömel (Beinverletzung) kommt das Match noch zu früh. Als Hübner-Ersatz steht Michael Parensen bereit. Die Innenverteidiger Fabian Schönheim und Marc Torrejon haben noch Trainingsrückstand. "Man kann einen Spieler nicht immer gleichwertig ersetzen. Entscheidend ist, dass der Ersatzspieler ins Gefüge passt und versucht, sich einzubinden", sagt der Trainer.

Etwa 20.000 Fans erwartet der Klub im Stadion an der Alten Försterei, ausverkauft ist die Partie noch nicht. Auch ein Zeichen, dass im Umfeld der Unioner trotz des dritten Platzes in der 2. Liga noch lange keine Euphorie ausgebrochen ist. Der Aufstieg ist zwar zum Greifen nah – erreicht aber sei noch nichts, hält Fischer fest: "Es gibt überhaupt keinen Grund für Euphorie. Wir müssen normal weiterarbeiten und ruhig bleiben, nur dann können wir am Ende was schaffen."

Letzte Reserven mobilisieren

Für dieses Ziel sollten die Remis-Könige der Liga (schon zehnmal unentschieden gespielt in dieser Saison) im letzten Heimspiel des Jahres gewinnen. "Aber wir brauchen für den Erfolg einen guten Tag", sagt Coach Urs Fischer. Bochum sei zuletzt unter Wert geschlagen worden, und werde sicher etwas gutmachen wollen.

Die Saison hat bislang viel Kraft gekostet. Jetzt aber gilt es, zum Ausklang des Jahres noch mal die Reserven zu mobilisieren. Die frische Farbe im Erdgeschoss der Tribüne und das strahlende Neue im Stadion geben schon einen Eindruck, wie gut sich das anfühlt, wenn das Ende etwas Gutes bereithält.

Sendung: Inforadio, 13.12.2018, 17:15 Uhr   

Beitrag von Guido Ringel

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