Silvio Heinevetter (Torwart Füchse), jubelt nach dem Schlusspfiff Füchse Berlin - Bergischer HC. (Quelle: imago/Bernd König)
Video: rbb UM6 | 02.12.2018 | 18:15 Uhr | Uri Zahavi | Bild: imago/Bernd König

26:22 gegen Bergischer HC - Starker Heinevetter führt Füchse zum Sieg

Wichtiger Sieg für die Füchse Berlin: Gegen den Tabellennachbarn Bergischer HC siegte das Team von Velimir Petkovic mit 26:22 - und verkürzte den Abstand zu den internationalen Plätzen. Dabei erwischte vor allem Silvio Heinevetter einen hervorragenden Tag.

Die Erleichterung war groß bei den Füchsen Berlin. Vor 8.680 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle bezwangen sie am Sonntag den Tabellennachbarn Bergischen HC mit 26:22 - und verkürzten in der Handball-Bundesliga so Abstand zu den internationalen Plätzen. "Das war kein schöner Handball. Aber wir haben zwei Punkte geholt. Das war wichtig", sagte Füchse-Coach Velimir Petkovic beim Bezahlsender Sky nach dem Spiel.

Tatsächlich war die Partie gerade in der Anfangsphase schleppend. Es war ein Spiegelbild der Auftritte der Füchse in den vergangenen Wochen: Die Deckung stand gut, die Einstellung stimmte - aber in der Offensive taten sich die verletzungsgeplagten Hausherren schwer. Zudem fehlten die Tore, auf die sich die Berliner sonst felsenfest verlassen können: Hans Lindberg scheiterte gleich zwei Mal von der Siebenmeterlinie (6., 15. Minute).

Keiner kann sich absetzen

So war es in der ersten Halbzeit ein enges Spiel, in dem sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Als Jacob Holm in der 23. Minute das 8:6 für die Füchse erzielte, war es die erste Zwei-Tore-Führung überhaupt in der Partie. Es war das zweite Tor des 23-Jährigen Dänen - am Ende sollte er mit sieben Treffern bester Füchse-Werfer sein. Zur Pause stand es 10:8 für die Berliner. Eine nicht unverdiente Führung, aber alles andere als ein sicheres Polster.

Maßgeblich zu verdanken hatten die Füchse den Vorsprung im Duell mit dem starken Aufsteiger auch Silvio Heinevetter. Der Keeper hatte bis zur Pause sieben Paraden auf dem Konto - das bedeutete eine starke Quote von 47 Prozent. Ein Fingerzeig auch an Bundestrainer Christian Prokop, der auf der Tribüne saß. Ob ihn das zusätzlich gepusht habe? "Natürlich ist die WM ein riesiges Ziel und eine große Motivation. Aber heute ging es nur um zwei Punkte gegen einen direkten Tabellennachbarn. Das ist unser tägliches Brot", sagte der 34-jährige Torhüter bei Sky.

Am Ende souverän

Dass der Sieg gelang, lag auch an einer guten Phase nach der Pause. Da bauten die Füchse die Führung auf 13:9 aus (34.). Doch auch der Bergische HC traf nun häufiger, so dass es spannend blieb. Zehn Minuten vor Schluss konnten die Gäste noch einmal auf ein Tor verkürzen. Dass das große Zittern ausblieb, lag vor allem auch daran, dass es nun im Berliner Angriff besser lief. Das fiel auch dem Trainer auf: "Wir haben ein paar einfache Tore gemacht und dadurch Selbstvertrauen getankt", sagte er. Binnen drei Minuten zogen die Füchse auf 22:18 davon (53.) - eine Führung, die dann nicht mehr in Gefahr geraten sollte.

Bei den Füchsen sorgte das für gute Stimmung. Auch weil sich die Verletztensituation in den kommenden Wochen zu entspannen scheint. Paul Drux und Christoph Reißky stehen vor dem Comeback. "Im Dezember ist noch was zu machen", sagte Petkovic. Am Donnerstag (19 Uhr) spielen die Füchse beim VfL Gummersbach. Gegen den Tabellen-16., der erst drei Spiele gewinnen konnte, sind die Berliner der Favorit.

 

Sendung: rbb24, 02.11.2018, 21:45 Uhr

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