Enttäuschung bei Sebastian Polter (imago/ruczynski)
Audio: Inforadio | 23.12.2018 | Sven Herold | Bild: imago/ruczynski

Niederlage gegen Aue - Union Berlin kann doch noch verlieren

Jede Serie hat einmal ein Ende. Das bekam einen Tag vor Weihnachten auch der 1. FC Union Berlin zu spüren. Der zuvor einzige noch ungeschlagene deutsche Club im Profifußball verlor in Aue mit 0:3 - weil vor allem ein Mann eiskalt seine Chancen nutzte.

Bereits am Freitag verlor der Tabellenzweite Köln, am Sonntag reiste der Hamburger SV ohne Punkte aus Kiel heim. Es war die Gelegenheit für die noch ungeschlagenen Berliner, dem Führungsduo auf die Pelle zu rücken. Doch ausgerechnet einen Tag vor Weihnachten kassierte auch der 1. FC Union Berlin eine Niederlage. Die erste unter Trainer Urs Fischer in der 2. Liga.

Polter: "Wir wussten, dass es irgendwann kommen wird"

"Wir wussten ja, dass es irgendwann kommen wird", kommentierte Sebastian Polter trocken. Die 0:3-Niederlage in Aue war das Ende einer langen Serie. In saisonübergreifend 19 Spielen gingen die Berliner in der Liga nicht als Verlierer vom Platz. Doch vor 13.800 Zuschauern im Erzgebirgsstadion beendete ein Mann den Lauf der Eisernen.

Pascal Testroet nutzte an diesem Sonntagnachmittag seine Chancen effektiv. Schon nach sechs Minuten war der 28-Jährige zum ersten Mal erfolgreich. Nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte schalteten die Gastgeber schnell. Ein Sprint von Emmanuel Iyoha, ein Pass ins Zentrum - schon stand es 1:0 für Aue.

Viel Druck, wenig Ertrag

Die Berliner drückten danach auf den Ausgleich, tauchten unzählige Male gefährlich vor dem Tor von Martin Männel auf. Während die Eisernen jedoch keine ihrer Chancen nutzten, erhöhte Aue auf 2:0.

Ein Schuss von Jan Hochscheidt traf Unions Joshua Mees. Der Berliner bewegte seinen Arm unglücklich Richtung Ball. Die Entscheidung fiel sofort: Elfmeter. Testroet (30.) verwandelte sicher oben links und ließ Torhüter Gikiewicz keine Chance. Der polnische Keeper verhinderte nach einem Freistoß von Philipp Riese (40.) sogar noch den möglichen dritten Gegentreffer vor der Pause. Auf der anderen Seite strich ein Distanzschuss von Mees knapp am Pfosten vorbei (45.+3).

Fallrückzieher zum Abschluss

Schon gut 40 Sekunden nach Wiederanpfiff war Gikiewicz wieder gefragt und parierte gegen Calogero Rizzuto, der einen Fehlpass von Hartel abgefangen hatte. Im Hinspiel hatte der frühere Kapitän Felix Kroos mit einem direkt verwandelten Freistoß noch in der Schlussphase den 1:0-Siegtreffer erzielt. In Aue blieb auch seine Einwechslung wirkungslos - vielmehr gelang Testroet noch der dritte Treffer.

Per Fallrückzieher machte er sein Dreierpack komplett - und die Berliner konnten dem Rückstand nur noch hinterher laufen. "Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht", fand Sebastian Polter. "Wir haben einfach unsere Chancen nicht genutzt. Wir verlieren klar mit 0:3, aber das spiegelt das Spiel nicht wider."

Weihnachtssingen im rbb Fernsehen

Die Eisernen überwintern durch die Niederlage auf dem vierten Tabellenplatz. Im neuen Jahr erwarten die Berliner am 31. Januar den 1. FC Köln.

Am Abend bringen sich die Fans im Stadion An der Alten Försterei traditionell in Weihnachtsstimmung. Das rbb Fernsehen und rbb24 übertragen das Weihnachtssingen ab 20.15 Uhr.

Sendung: rbb Abendschau, 23.12.2018, 19:30 Uhr

Kommentar

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3 Kommentare

  1. 3.

    Scheinbar weiß heutzutage das Weihnachten erst am 25.12. anfängt. Vorher ist Heiligabend. Scheinbar hat keiner mehr einen Kalender.

    MfG Schwartz

  2. 2.

    Na also, geht doch.

  3. 1.

    Berliner Fußball ist nicht für Höheres geweiht.
    Union gut in der Mittelklasse, wie eben auch die Hertha - nicht für Größeres.
    Ja, Berlin ist und bleibt wirklich nur fußballerische Provinz.

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