Turbine-Neuzugang Lena Petermann peilt mit dem neuen Team die Top-Plätze der Liga an. / Quelle: imago/Camera 4
Video: zibb | 02.01.2019 | Torsten Michels | Bild: Quelle: imago/Camera 4

Turbine Potsdams Stürmerin Lena Petermann - "Wir wollen Weltmeister werden"

Nach anfänglichen Probleme gehört Lena Petermann zu den wichtigsten Spielerinnen von Turbine Potsdam. Ihr großes Ziel für 2019 ist klar. Die Stürmerin will unbedingt mit zur Weltmeisterschaft nach Frankreich und den WM-Titel holen. Es wäre nicht ihr erster.

Es war ein ziemlich schwerer Rucksack, den Turbine Potsdam seiner Hoffnungsträgerin Lena Petermann im vergangenen Sommer aufgesetzt hat. Vollgestopft mit Hoffnungen und Erwartungen. Denn immerhin sollte Petermann keine Geringere als die "ewige Turbine" Tabea Kemme ersetzen, die es nach London gezogen hatte.

Turbines beste Torschützin

Doch der Start war nicht leicht. Verletzungen plagten die Hoffnungsträgerin und verhinderten zunächst, dass sie richtig in Schwung kommen konnte. "Es läuft halt nicht immer so, wie man es sich vorstellt", fasst die gebürtige Cuxhavenerin ihren beschwerlichen Beginn in der Mark ungerührt zusammen. Aber mittlerweile ist alles im Lot, sieben Treffer erzielte Petermann im Verlauf der Hinrunde. Sie ist damit Turbines beste Torschützin und mitverantwortlich für den guten vierten Tabellenplatz. Kein Wunder, dass sie sich berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme für die Weltmeisterschaft in Frankreich macht.

"Wir wollen Weltmeister werden"

Ihre Chancen auf die Nominierung bezeichnet Petermann als "nicht so schlecht", gibt aber auch unumwunden zu, noch "ein bisschen ranklotzen und noch mehr geben" zu müssen. Das sieht ihr Trainer bei Turbine, Matthias Rudolph, ähnlich: "Sie ist für uns eine wichtige Spielerin. kann aber noch viel wichtiger werden, wenn sie alles ausschöpft und das gilt auch für die Nationalmannschaft." Petermann macht keinen Hehl aus dem Anspruch, mit dem sie zum Turnier fahren würde: "Natürlich wollen wir Weltmeister werden, das ist ganz klar." Wie sich so ein Titelgewinn anfühlt, weiß die Norddeutsche aus eigener Erfahrung seit der U20-WM 2014. Damals erzielte sie den Siegtreffer im Finale gegen Nigeria.

Hamburg, USA, Freiburg, Potsdam

Die 24-Jährige ist schon ein bisschen rumgekommen in der Welt. Bereits mit 15 spielte sie für den Hamburger SV in der Bundesliga, ehe der Verein seine Frauenmannschaft aus finanziellen Gründen zurückzog. Stattdessen ging Petermann auf ein College in Florida und spielte für das Team der Universität. Das tat sie mit Erfolg und wurde im ersten Jahr als beste neue Spielerin der Liga ausgezeichnet. Es folgte die Rückkehr nach Deutschland und vier Jahre in Diensten des SC Freiburg, ehe sie im vergangenen Sommer bei der Suche nach einer neuen Herausforderung einen Zweijahresvertrag in Potsdam unterschrieb.

Eine Wahl, die Petermann bislang nicht bereut hat. Sie schätzt die Tradition, die der Frauenfußball in Potsdam hat, die Anerkennung des Publikums, die familiäre Fankultur. Die Sympathie ist gegenseitig. Die Turbine-Fans mögen Petermanns Bescheidenheit ebenso wie deren Schnelligkeit und Tore. Und natürlich drücken sie die Daumen, dass es klappt mit der WM-Teilnahme.

Sendung: zibb, 02.01.2019, 18:30

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