Vedad Ibisevic (l.) und Davie Selke (r.) von Berlin bejubeln das Tor zum 2:2 Foto gegen Schalke 04 am 25. Januar 2019 (Quelle: DPA/Jan Kuppert)
Audio: Inforadio | 26.01.19 | 9:15 Uhr | Astrid Kretschmer | Bild: dpa

Fußball-Bundesliga - Heißer Kampf im Gefrierschrank Olympiastadion

Im eiskalten Olympiastadion hat Hertha BSC 2:2 unentschieden gegen Schalke 04 gespielt. Alle Tore fielen in einer ereignisreichen ersten Halbzeit, in der Hertha zweimal nach einem Rückstand zurück ins Spiel fand.

Hertha BSC hat in einem hitzigen Spiel 2:2 gegen den Schalke 04 gespielt. Gerade in der ersten Hälfte leisteten sich beide Mannschaften einen heißen Kampf, der am Ende mit einem Unentschieden endete. Berlin zeigte einen couragierten Auftritt und fand zweimal nach einem Rückstand zurück ins Spiel.

Gefrierschrank Olympiastadion

Es wehte ein eisiger Wind durch das Berliner Olympiastadion. Bei minus drei Grad betraten beide Mannschaften den neu verlegten Rasen beim ersten Heimspiel für Hertha BSC in der noch jungen Rückrunde. Das frostige Olympiastadion sollte schon bald durch ein hitziges Fußballspiel erwärmt werden.

Es war dem Team von Trainer Pal Dardai in den ersten Minuten des Spiels anzumerken, dass man an den positiven Rückrundenstart gegen Nürnberg anknüpfen wollte. Auch das 2:0 aus dem Hinspiel gab den Gastgebern Mut erneut gegen die Königsblauen punkten zu können. Wie aus dem Nichts kam es dann allerdings zur Führung für die Gäste: Yevhen Konoplyanka fasste sich in der 17. Minute aus knapp 22 Metern ein Herz und schlenzte den Ball sehenswert ins rechte Eck – keine Chance für Rune Jarstein im Berliner Tor.

Schaltzenrale Grujic und Maier

Die Berliner, die in der Anfangsphase eigentlich die dominantere Mannschaft waren, brauchten ein wenig, um wieder ins Spiel zu kommen. Gerade Marko Grujic und Arne Maier im Berliner Zentrum versuchten das Spiel wieder an sich zu ziehen. Innerhalb von fünf Minute musste Schalke dann zweimal verletzungsbedingt wechseln. Zuerst musste Allesandro Schöpf nach Foul von Karim Rekik ausgewechselt werden, wenige Minuten später verließ Benjamin Stambouli das Feld und wurde durch Nabil Bentaleb ersetzt. Zwei frühe Wechsel, die den ohnehin schon dünnen Kader der Gelsenkirchener weiter belasten.

Hin und Her zum Ende der ersten Halbzeit

Hertha hingegen konnte aus diesen Ausfällen Kapital schlagen: Die Berliner Lebensversicherung Marko Grujic traf in der 39. Minute zum 1:1-Ausgleich. Der Serbe leitete den Angriff aus der eigenen Hälfte kommend selbst ein und veredelte nach schönem Hacken-Zuspiel von Ondrei Duda schließlich zum Ausgleich. Dieser Spielstand hielt allerdings nicht lange. Nur fünf Minuten nach später konnte Schalke den alten Vorsprung wieder herstellen. Bastian Oczipka spielte den Ball von der linken Seite in den Rücken der Berliner Abwehr, wo Mark Uth alleinstehend einschoss.

Doch all jene, die jetzt schon in die Pause gegangen waren, verpassten die erneute Antwort der Herthaner. Vedad Ibisevic traf in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit zum Ausgleich. Die Flanke von Sturmkollege Davie Selke köpfte der 34-Jährige an Alexander Nübel vorbei ins Tor. In der letzten Phase des ersten Durchgangs spielten beide Mannschaften mit offenem Visier und lieferten sich einen Schlagabtausch, der sich mit vier Toren in den ersten 45 Minuten und einem 2:2 zur Pause auf der Anzeigentafel wiederspiegelte. "Wir haben gut angefangen und dann unnötige Tore kassiert. Für die Zuschauer war das toll", kommentierte Hertha-Trainer Pal Dardai die erste Hälfte.

Harter Kampf endet mit gerechtem Unentschieden

Auch der zweite Durchgang begann temporeich. Beide Mannschaften machten dort weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten. Das Spiel ging hin und her und sowohl Berlin als auch die Gelsenkirchener kamen zu Chancen. Die beste für die Berliner vereitelte Nübel im Gästetor in der 61. Minute gegen Selke.

Insgesamt war Schalke im zweiten Durchgang zwar die leicht überlegenere Mannschaft, konnte die Chancen aber ebenfalls nicht in Tore ummünzen. Trotzdem bekamen die knapp 43.000 Zuschauer im Olympiastadion weiterhin viel geboten. Es war ein intensives Bundesligaspiel, das im zweiten Durchgang durch Zweikämpfe und zwei gute Abwehrleistungen geprägt war.

Eine ereignisreiche erste Halbzeit wurde durch eine kämpferische zweite Halbzeit ergänzt, die mit einem fairen Unentschieden endete. Trotzdem war Stürmer Davie Selke nach dem Spiel enttäuscht: "Das war eine ganz starke Leistung heute von uns. Da ist ein Punkt ganz klar zu wenig. Wir waren spritzig, wir waren agil. Jetzt müssen wir den Punkt mitnehmen und nach vorne schauen.", so Selke nach dem Spiel.

Sendung: rbb24, 25.01.2019, 21.45 Uhr

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Gefrierschrank?

    Bei gerade mal knapp knapp unter Null Grad dürfte die Haltbarkeit arg eingeschränkt sein.

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