Hans Lindberg bejubelt ein Tor (Quelle: imago/Bernd König)
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Audio: Inforadio | 10.02.2019 | 18:24 Uhr | Jens-Christian Gußmann | Bild: imago/Bernd König

EHF-Cup | Füchse Berlin schlagen St. Raphael Var - Ein Sieg des längeren Atems

Jubel bei den Berliner Füchsen: Zum Start der Gruppenphase im EHF-Cup setzten sie sich mit 33:29 gegen St. Raphael Var aus Frankreich durch. Gegen den vermeintlich stärksten Gruppengegner blieben die Berliner in den entscheidenden Momenten nervenstark.

Es war ein harter Brocken für die Füchse Berlin gleich zum Start in die Gruppenphase des EHF-Cups: Gegen St. Raphael Var aus Frankreich gewann der Hauptstadt-Klub mit 33:29 (17:15). Die knapp 6.400 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen ein packendes Duell zwischen den beiden Teams, deren Wege sich in den vergangenen Jahren im europäischen Wettbewerb immer wieder kreuzten. Zuletzt standen sie sich im EHF-Cup-Finale im Mai in Magdeburg gegenüber. Auch damals gewannen die Füchse - und holten damit den Pokal.

Tore, Tore und noch mehr Tore

Es war von Beginn an ein enges Spiel - mit leichten Vorteilen für die Füchse, die einen guten Start erwischten. Die Liga-Niederlage unter der Woche in Lemgo hatten die Berliner sichtlich gut verarbeitet: "Wir haben mehr Zugriff gefunden und aggressiver gespielt", sagte Paul Drux. Der 24-Jährige war es auch, der die Hausherren in der siebten Minute erstmals mit zwei Toren in Führung brachte. Sein Rückraum-Wurf schlug zum 6:4 ein. Es war der Start eines kleinen Laufs: Bis auf vier Tore zogen die Berliner davon (11./9:5). Doch die Franzosen kamen mit ihrer sehr körperbetonten Spielweise zurück und ließen sich in der Folge nicht abschütteln, auch wenn die Füchse ihre Führung nie aus der Hand gaben.

Von dem defensiven Bollwerk, das das Team von Velimir Petkovic Ende des vergangenen Jahres so auszeichnete, war nur wenig zu sehen. Es war ein Spiel, in dem die Offensiven überzeugten, auch weil es an Stabilität in der Abwehr mangelte. Schlag auf Schlag fielen auf beiden Seiten Treffer - und es hätten noch mehr sein können, wenn die Füchse ihre Gelegenheiten entschiedener verwertet hätten. Wenn sie es taten, wurde es teilweise spektakulär. Das Highlight in Halbzeit eins: Fabian Wiede, der in den Strafraum segelte und ein Zuspiel von außen per Kempa-Trick verwandelte. Als die Pausensirene ertönte, führten die Füchse mit zwei Toren (17:15).  

St. Raphael gelingt der Ausgleich

In der zweiten Halbzeit blieb es knapp - es wurde phasenweise sogar noch knapper. Elf Minuten waren nach der Pause gespielt, da glichen die Franzosen zum 21:21 aus. Es war das erste Mal seit der sechsten Minute, dass die Füchse nicht vorne lagen. Doch die Berliner bewiesen in dieser Situation Nervenstärke, eroberten sich die Führung zurück - und zogen schließlich in den letzten Minuten der Partie davon. Die Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende, als Hans Lindberg zum 31:28 traf.

"Wir haben uns das erkämpft. Wir haben den Gegner ein bisschen müde gespielt und hatten den längeren Atem", sagte Drux. So sei es am Ende ein verdienter Sieg gewesen - nach einem Spiel auf Augenhöhe: "Die Franzosen haben das auch gut gemacht. Das ist eine absolute Spitzenmannschaft. Sie haben sich im Vergleich zum letzten Jahr nochmal verbessert." Die Füchse gehen nun durch den Heimsieg gegen den vermeintlich stärksten Konkurrenten in der Gruppe mit einer guten Ausgangslage in die kommenden Partien. Das nächste Spiel im EHF-Cup steht bereits am Donnerstag (18 Uhr) an. Die Berliner reisen nach Ungarn zu Balatonfüredi KSE.

Sendung: rbb UM6, 10.02.2019, 18 Uhr

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