Davie Selke feiert mit seinen Mitspielern ein Tor (Quelle: imago/Jan Huebner)
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Audio: Inforadio | 09.02.2019 | 18:24 Uhr | Burkhard Hupe | Bild: imago/Jan Huebner

3:0-Sieg in Mönchengladbach - Hertha bricht Gladbachs Serie

Neun Heimspiele, neun Siege. Das war die beeindruckende Gladbacher Heim-Bilanz bis zum 21. Spieltag. Doch dann kam Hertha - und spielte groß auf. Mit 3:0 gewannen die Berliner beim Tabellen-Zweiten. Und der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.

Neun Spiele, neun Siege. Das Torverhältnis 25:3. In dieser Saison galt eigentlich eines: Wer nach Mönchengladbach reist, fährt ohne Punkte wieder nach Hause. Hertha BSC zeigte sich von diesen Zahlen gänzlich unbeeindruckt. Mit 3:0 (1:0) gewannen die Berliner - und das völlig verdient. Es war ein furioser Sturm der Festung Borussia-Park. "Was meine Jungs da gemacht haben, ist phänomenal", sagte Hertha-Stürmer Davie Selke nach dem Spiel - und: "Da kann man sich auch feiern lassen. Das ist ein unfassbar schöner Nachmittag für uns heute."

Berlin setzt auf Konter

Dass der 24-Jährige kurz vor 17:30 Uhr so jubeln würde, hatte sich in den ersten Minuten der Partie nicht abgezeichnet. Da agierte Hertha äußerst abwartend und Gladbach übernahm - mit dem Selbstverständnis der Serie - die Kontrolle. Immer wieder versuchten die Gastgeber, sich mit schnellen Kombinationen dem Hertha-Tor gefährlich zu nähern. Chancen gab es, Tore jedoch nicht. Die beste Gladbacher Gelegenheit vergab Außenverteidiger Michael Lang aus kurzer Distanz. Thorgan Hazard und Jonas Hofmann, der später verletzt ausgewechselt werden musste, hatten den 28-Jährigen freigespielt (21.).

Hertha strahlte zunächst kaum Gefahr aus. Eine Standardsituation ausgenommen: Kalou köpfte nach einer Ecke ans Außennetz (13.). Ansonsten versuchten die Berliner zu kontern, jedoch ohne großen Erfolg, bis zur 30. Minute. Da war es erneut Kalou, der im Mittelpunkt stand und glänzte: Nach einem Zuspiel von Marko Grujic tanzte der Ivorer durch den Strafraum, ließ zwei Gladbacher scheinbar mühelos stehen und ließ auch Yann Sommer im Tor der Borussia keine Chance. Das 1:0 für die Herthaner.

Duda legt nach

Durch den Treffer war Gladbach getroffen. Die Leichtigkeit war passé und die Hausherren taten sich zusehends schwerer. Hertha hatte das Spiel nun deutlich besser im Griff und legte zehn Minuten nach der Pause nach. Der starke Davie Selke überlief auf dem linken Flügel Matthias Ginter und Duda konnte in der Mitte bequem einschieben. Es war schon das zehnte Saisontor des Slowaken (56.).

Gladbach reagierte mit wütenden Angriffen, wirklich gefährlich waren sie jedoch nicht. Zu überhastet und ungenau spielten die Hausherren. Ganz anders die Berliner, die nun immer und immer wieder für Chaos in der Gladbacher Defensive sorgten. Die Hintermannschaft des Tabellen-Zweiten wirkte regelmäßig konfus im schnellen Angriffswirbel der Hertha. "In der zweiten Halbzeit hat Gladbach die Geduld verloren und wir haben es durch Davie Selke ausgenutzt", sagte Hertha-Coach Pal Dardai.

Selke setzt den Schlusspunkt

Und eben genau Selke war es dann auch, der sich mit dem 3:0 belohnte: Dudas Freistoß von der rechten Seite köpfte er ins Tor. Hertha hätte die Führung sogar noch weiter ausbauen können. Es war - wieder einmal - eine Demonstration gegen eines der Top-Teams der Liga, gegen die Hertha regelmäßig mit starken Leistungen überzeugt. "Die geschlossene Leistung der Mannschaft. Wir haben die Dinger konsequent und zum richtigen Zeitpunkt gemacht", sagte Selke. Hertha steht damit nun auf Platz acht, zwei Punkte hinter Europa-League-Rang sechs. Weiter geht es am kommenden Samstag um 18:30 Uhr. Dann kommt Werder Bremen ins Olympiastadion.

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  • Davie Selke 

    Tor beim Comeback: Davie Selke. / imago/Metodi Popow
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    "Wir haben die Dinger konsequent und zum richtigen Zeitpunkt gemacht."

  • Pal Dardai 

    Pal Dardai verlängert offenbar bei Hertha BSC. Quelle: imago/Sven Simon
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    "Wir sind mit Ball besser umgegangen als gegen Bayern."

  • Dieter Hecking 

    Gladbach-Trainer Dieter Hecking (Quelle: imago/Jan Huebner)
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    "Es kann immer mal passieren. Wir wissen, wo wir sind, wer wir sind und was wir können."

 

Sendung: rbbUM6, 09.02.2019, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Gut gespielt, wie fast immer in Gladbach!

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