Energie Cottbus stimmt gegen die Regionalliga-Reform. Quelle: imago/foto2press
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Als einziger Verein der 3. Liga - Energie Cottbus lehnt Regionalliga-Reform ab

Energie Cottbus hat sich als einziger Verein gegen eine Änderung der Abstiegsregelung in der 3. Liga gestemmt. 19 andere Klubs stimmten zu - damit wäre die Nordost-Staffel Geschichte. Cottbus sieht gerade für die Vereine des NOFV viele Nachteile.

Energie Cottbus lehnt als einziger Drittliga-Verein die Änderung bei der Abstiegsregelung der 3. Liga ab. Am Freitag haben sich die Fußball-Drittligisten fast einstimmig für einen Kompromiss bei der Abstiegsregelung und eine Neuordnung der Regionalligen ausgesprochen.

19 der 20 Clubs erklärten am Freitag in einer gemeinsamen Mitteilung, dass sie vier direkte Absteiger aus der 3. Liga in Verbindung mit einer Reduzierung der Regionalligen von fünf auf vier Staffeln mittragen würden. Damit könnte dann der jeweilige Meister aufsteigen.

Darauf einigten sich die Vertreter der Dritten Liga im Rahmen ihrer turnusmäßigen Zusammenkunft, hieß es in der Mitteilung zur "emotional aufgeladenen Auf- und Abstiegsregelung nebst damit einhergehender Regionalliga-Reform".

Cottbus sieht deutliche Nachteile für Klubs des NOFV

Einzig der FC Energie Cottbus trägt die Mitteilung vom Freitagmittag nicht. Der Verein lehne unter anderem die derzeit diskutierten Modelle mit vier Regionalligen ab. Die Vereine aus der Nordost-Regionalliga würden dem Norden und Süden zugeteilt. Cottbus wertete dies als einen "deutlichen Nachteil für die im Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes beheimateten Klubs".

Energie beklagte deutlich höhere Reisekosten, "wodurch dem Verein ein noch größerer Wettbewerbsnachteil gegenüber Vereinen beispielsweise aus der Staffel West entstehen würde", heißt es in einer Erklärung des Klubs. Zudem würde durch den Wegfall der Derbys "die Attraktivität der Liga in unseren Augen deutlich an Wert verlieren".

Cottbus sieht die neue Aufstiegsregelung nur als Zwischenlösung an. Es bleibe die "Notwendigkeit einer mittelfristigen Neustrukturierung der 3. Liga", hieß es in der Mitteilung der Cottbuser.

Sendung: rbb UM6, 22.02.19, 18:00 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Prima, endlich wissen die Hollifans wieso Kotbus nicht in der 2. Liga spielt. Wegen der Treuhand .Danke für die Info Herold!

  2. 3.

    Der FC Energie Cottbus hat recht! Richtig wäre, wenn es eine Änderung der Ligenaufteilung gibt, eine Aufteilung der Ligen in Nord Ost, Nord West, Süd West und Süd Ost! Auf die Vereine im Nordosten kämen allerdings dabei unverhältnismäßig hohe Kosten zu, um zu den Spielorten zu kommen! Der Fußball der Regionalligen würde für Fans aus dem Osten auch weniger interessant sein, wenn die Derbys der größten Ostvereine nicht mehr statt finden!

  3. 2.

    Energie hat vollkommen Recht. Der durch die Treuhand mit herbeigeführte Standortnachteil ist so schon groß genug. Jetzt soll das gleiche im Sport folgen. Es braucht sich keiner wundern das auch durch solche Entscheidungen der Unmut im Osten wächst. Politik und Sport sind nicht zu trennen.. Die AFD wird sich freuen..

  4. 1.

    Ziel 2. Bundesliga würde noch höhere Reisekosten verursachen! Aber die Hollifans fahren überall mit hin.

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