Trainer Claus-Dieter Wollitz (Energie Cottbus) (Quelle: dpa/Voelker)
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Dritte Liga | Energie-Auswärtsspiel in Meppen - Wollitz ruft zum Schulterschluss auf

Für Energie Cottbus wird die Situation im Abstiegskampf der dritten Liga immer brenzliger. Die Lausitzer sind nach nur einem Sieg aus den letzten acht Partien auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Und nun geht es zu den "Spätstartern" nach Meppen. Von Andreas Friebel

Immerhin – eine gute Nachricht hatte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz, als er am Donnerstag vor die Presse trat. Die Verletztenliste ist kürzer geworden. Statt elf Ausfällen sind es "nur" noch sieben Spieler, auf die er beim Auswärtsspiel in Meppen (Samstag, 14 Uhr) verzichten muss.

Die vier Winterpausen-Neuzugänge sind in jedem Fall dabei und werden auch gebraucht. "Sie müssen jetzt Verantwortung übernehmen. Dafür haben wir sie geholt", so Wollitz. Ihr Einstand gegen Würzburg (1:2) war vielversprechend. Ein typisches Energie-Problem konnten sie aber noch nicht lösen. Cottbus kassiert gerade in der Anfangsphase eines Spieles zu viele Gegentore. In fünf der vergangenen sieben Partien stand es nach einer halben Stunde mindestens 0:1. "Ich glaube, wir wollen am Anfang immer zu viel. Etwas mehr Gelassenheit wäre da sicher hilfreich", sagt Wollitz dazu.

"Mannschaft und Fans müssen jetzt den Schulterschluss machen"

Aber nicht nur auf die ersten Minuten sollte Energie in Meppen achten, auch die Schlussphase wird wichtig sein. Die Niedersachsen haben sich mit späten Toren von den Abstiegsplätzen gelöst. Anfang Februar lag Meppen gegen Uerdingen nach 84 Minuten mit 0:2 zurück. Am Ende stand ein 3:2-Sieg. Vergangene Woche in Aalen fiel der 2:1-Siegtreffer in der 94. Minute. "Manchmal brauchst du ein Quäntchen Glück. Bis vor kurzem standen sie noch hinter uns in der Tabelle. Und jetzt sind sie vorbei. Bei der Drei-Punkte-Regel kann das schnell gehen", sagt Claus-Dieter Wollitz.

Mit dieser Aussage kämpft der Cottbuser Trainer auch gegen die Negativstimmung an, die sich im Umfeld der Lausitzer langsam breit macht. "So ein Abgesangsszenario bringt nichts. 48 Punkte sind noch zu holen", sagt Wollitz. "Mannschaft und Fans müssen jetzt den Schulterschluss machen. Wir müssen gemeinsam für unser Ziel kämpfen. Und nicht erst am letzten Spieltag. Da kann es schon zu spät sein."

Sendung: rbb UM6, 14.02.2019, 18.00 Uhr

Beitrag von Andreas Friebel

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