Maximilian Mittelstädt bei der Ballannahme (Quelle: imago/Camera 4)
imago/Camera 4
Audio: Inforadio | 13.02.2019 | Maximilian Mittelstädt | Bild: imago/Camera 4

Interview | Hertha-Spieler Maximilian Mittelstädt - "Ich will dem Trainer zeigen, dass er mich bringen kann"

Maximilian Mittelstädt musste bei Hertha BSC lange auf seine Chance warten. Im Interview spricht das Hertha-Eigengewächs über den Konkurrenzkampf im Team, seine Lieblingsposition und die Siegchancen im nächsten Spiel gegen Werder Bremen.

rbb|24: Du musstest ein bisschen auf deine Chance warten, die ist jetzt gekommen. Wie schwierig ist es für einen jungen Spieler, der darauf brennt, zu spielen?

Maximilian Mittelstädt: Ich denke, es ist immer schwer als junger Spieler. Man will immer spielen, aber weiß, dass die Konkurrenz groß ist. Natürlich ist es nicht selbstverständlich, in jedem Spiel in der Startelf zu stehen. Ich war glücklich, dass ich gegen Bayern die Chance bekommen habe, von Anfang an zu spielen und dann gleich gegen Gladbach nochmal. Da habe ich versucht, einfach alles reinzuhauen und der Mannschaft zu helfen, um dem Trainer zu zeigen, dass er mich bedingungslos bringen kann. Dass wir das Spiel gegen Gladbach mit 3:0 gewonnen haben, spricht dafür, dass wir eine super Mannschaft haben und jeder jeden ersetzen kann.

Merkst du, dass das auch ein guter Entwicklungsprozess für einen jungen Spieler ist, der sich jeden Tag neu motivieren muss, auch wenn man weiß, am nächsten Wochenende sitzt man vielleicht doch wieder draußen.

Das zeigt, was für ein großer Konkurrenzkampf hier herrscht. Man sagt ja auch: Konkurrenz belebt das Geschäft. Natürlich ist es so, dass man in jedem Spiel Leistung bringen muss. Das motiviert einen natürlich. Mir ist klar, dass ich in jedem Spiel Bestleistung bringen muss, um meinen Platz zu verteidigen. Das versuche ich Woche für Woche. Dann liegt es am Trainer, wen er aufstellt. Ich versuche wie gesagt, mich in jedem Training dafür anzubieten, dass ich eine Option bin.

Wo fühlst du dich wohler? Linksaußen oder eher hinten als Linksverteidiger?

Es kommt darauf an, wo der Trainer mich aufstellt. Natürlich fühle ich mich auf beiden Positionen wohl, aber ich denke, dass meine Lieblingsposition die des Linksverteidigers ist, weil ich dort die Zeit in meiner Jugend verbracht habe, dort ausgebildet wurde und da auch meine endgültigen Stärken sehe: Dass ich das Spiel vor mir habe, von hinten anschieben kann. Ich denke, dass ich mich in der Defensive verbessert hab, aber ich kann natürlich immer noch viel lernen.

Macht der Treffer gegen den FC Bayern dann auch ein bisschen Lust auf mehr?

Natürlich will jeder Fußballer gerne Tore schießen. Ich fühle mich auch auf der linken Außenbahn vorne wohl. Da versuche ich auch, in jedem Spiel Vollgas zu geben und dem Trainer zu zeigen, dass er mich auch da bringen kann.

Bremen ist euer nächster Gegner. Erinnert er von der Spielweise eher an Gladbach oder an Wolfsburg?

Bremen ist auf jeden Fall auch eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Man hat gesehen, dass sie gut drauf sind. Sie haben Augsburg aus dem Stadion geschossen. Die darf man nicht unterschätzen. Es wird ein hartes und spannendes Spiel. Wenn wir unsere Form aus den letzten Spielen mit in dieses Spiel reinbringen und unsere Chancen nutzen, haben wir auch jeden Fall Chancen, etwas mitzunehmen.

Kommt euch das eher entgegen, wenn der Gegner selbst das Spiel bestimmen will, wie Gladbach am vergangenen Wochenende?

Ich denke schon. Wir haben gesehen, dass die Mannschaften, die Fußball spielen wollen, uns gut liegen. Natürlich wird es trotzdem kein einfaches Spiel. Wir müssen auf uns schauen und unseren Stil durchziehen. Ich glaube, dass der Vorteil auch bei uns liegt, weil wir bei einem Heimspiel die Fans im Rücken haben. Da ist einiges möglich.

Das Gespräch führte Jakob Rüger.

Sendung: Inforadio, 13.02.2019, 12.15 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren