Davie Selke, Marko Grujic und Jordan Torunarigha nach dem Spiel gegen Bayern München. Quelle: imago/Eibner
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Hertha nach dem Pokal-Aus - Der Kampf mit der Müdigkeit

Die Pokalniederlage gegen den FC Bayern München am Mittwochabend muss Hertha BSC schnell aus den Köpfen bekommen. Schon am Samstag wartet auf die Berliner die nächste große Hürde - beim "Team der Stunde" Borussia Mönchengladbach.

Pal Dardai wirkt müde, als er am Donnerstagmorgen das Podium des Presseraums betritt. Die Augenringe sind deutlich sichtbar und auch Dardai selbst gibt zu, dass er nur wenig Ruhe bekommen hat. "Ich habe um drei Uhr geschlafen und war schon um sechs wieder wach", sagte der Ungar zur kurzen Nacht nach dem verlorenen Pokal-Duell gegen die Bayern.

Knappe zehn Stunden waren vergangen, seitdem der Trainer das Olympiastadion nach einer aufreibenden Partie mit Verlängerung verlassen hatte und sich am nächsten Morgen den Fragen der Journalisten stellte. Das Spiel gegen Bayern müssen die Berliner abhaken und den Blick auf die nicht weniger schwierige Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach richten.

Lukas Klünter ersetzt gesperrten Lazaro

"Wir haben nicht fünf Gegentore bekommen und müssen uns nicht schämen", sagte der Ungar. Gegen den konzentriert auftretenden Rekordmeister haben die Berliner über das gesamte Spiel nur wenige Großchancen zugelassen. Eine Leistung, die als Mutmacher dienen soll, an die sie in Gladbach anknüpfen wollen.

Doch der Kampf im Olympiastadion war auch kräftezehrend. Regeneration war das Zauberwort beim Training am Donnerstag. Auf welche Spieler Dardai am Samstag beim Tabellenzweiten setzt, entscheide sich am Freitag. Fest steht, dass Valentino Lazaro nach seiner fünften gelben Karte gesperrt fehlt. Lukas Klünter soll den Mittelfeldspieler ersetzen. Arne Maier ist wegen einer Hüftblessur weiterhin nicht einsatzfähig.

Gladbach strotzt vor Selbstvertrauen

Mit Borussia Möchengladbach wartet nun die Mannschaft der Stunde auf die Berliner. Auf dem Papier spricht vieles für das Team von Trainer Dieter Hecking. "Die lassen defensiv fast nichts zu und haben ihre offensive Qualitäten beibehalten", lobte Manager Michael Preetz den kommenden Gegner.

"Neben der Qualität die sie haben, haben sie durch die jüngsten Ergebnisse das Selbstvertrauen", so Preetz. Alle drei Rückrundenpartien wurden gewonnen - dazu haben sie kein einziges Gegentor kassiert.

Positive Erinnerungen an das Hinspiel wecken

Dazu kommt die "tadellose Heimbilanz": Noch kein Spiel ging in dieser Saison aus Sicht der Gladbacher im Borussia-Park verloren. Dass die Berliner dennoch Mittel gegen den aktuellen Tabellenzweiten finden können, zeigten sie im Hinspiel. Mit 4:2 fegten sie die Nordrhein-Westfalen aus dem Olympiastadion.

"Wir haben in der Hinrunde gezeigt, dass wir die Gladbacher schlagen können", erinnert Abwehrspieler Maximilian Mittelstädt. "Deshalb sollten wir uns nicht verstecken und unser Spiel spielen. Vielleicht ist dann auch in Gladbach was möglich."

Sendung: rbbUM6, 07.02.19, 18:00 Uhr

Kommentar

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2 Kommentare

  1. 2.

    Für 1 Spiel gegen die vielfach teurere Truppe war es 1 ordentliche Leistung. Bayern war nicuz haushoch überlegen. Hätte auch fast fürs 11 m gereicht. Mit der Leistung kann man unter den ersten 10 bleiben. Vielleicht auch EL.

  2. 1.

    Hertha hat Siegeswillen gezeigt und den Bayern Paroli geboten. Ihr habt toll gespielt Jungs!
    Weiter so!
    Ok, es hat nicht zum Sieg gereicht. Aber endlich mal war der Wille zum Siegen zu spüren und der Krimi ging in die Verlängerung.

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