Hertha gegen Wolfsburg (Quelle: dpa/Gora)
Audio: Inforadio | 02.02.2019 | Nikolaus Hillmann | Bild: dpa/Gora

0:1 gegen Wolfsburg - Hertha-Pleite im eisigen Schneeregen

Die größte Hertha-Schwäche in den letzten Jahren? Die Rückrunde! Die Berliner sind in dieser Saison recht ordentlich aus der Winterpause gekommen, davon war im Heimspiel gegen Wolfsburg fast nichts zu sehen.

Hertha BSC hat das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg verloren. Die Berliner unterlagen den Niedersachsen am Samstagnachmittag mit 0:1 (0:0). Die Hauptstädter rutschen damit auf Platz neun der Tabelle ab, Wolfsburg zieht vorbei auf Platz sechs, der für die Teilnahme an der Europaleague berechtigt.

"Keiner übernimmt die Verantwortung"

"Das war so ein Spiel, wo das erste Tor entscheidet", sagte ein enttäuschter Niklas Stark nach dem Abpfiff, "und das hat leider Wolfsburg gemacht." Der bis dahin unauffällige Wout Weghorst (65.) war es an diesem verschneiten Samstag, der den Berliner Traum vom besten Rückrundenstart seit der Saison 2008/2009 zerstörte. Er legte den Ball erst durch die Beine von Marvin Plattenhardt und dann vorbei an Rune Jarstein ins Tor.

Trainer Pal Dardai ärgerte sich vor allem über die Entstehung des Treffers. "Wir haben ein Tor kassiert, was wir vor ein paar Tagen noch in der Analyse ausgewertet haben. Die Wolfsburger machen ein Tor, weil keiner die Verantwortung übernimmt, zu verteidigen", beschwerte sich der Ungar.

Starker Jarstein verhindert die frühe Führung

Tatsächlich konnte der 42-Jährige vor allem in der ersten Halbzeit kaum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft sein. In einer insgesamt chancenarmen und zähen Partie im Berliner Schneeregen waren die Wolfsburger zunächst die etwas aktivere Mannschaft. Und so ging zum ersten Mal ein Raunen durch das Olympiastadion, als Keeper Rune Jarstein sehenswert die Führung der Gäste verhinderte.

Nach einer Ecke der Berliner konterten die Wolfsburger über Yunus Malli und Jerome Roussillon (18.), dessen Schuss der Norweger erst mit den Knien abwehrte, um ihn anschließend mit dem Kopf auf die Latte zu lenken.

1:1 nach Lattentreffern

Auch an der besten Chance der Blau-Weißen war die Querstange beteiligt. Nach einem Freistoß konnte Karim Rekik (23.) den Ball im Strafraum zunächst nicht kontrollieren. Sein Kopfball aus sehr spitzem Winkel schaffte es nur noch auf die Latte.

Weil auch der Hackenschuss von Renato Steffen (43.) das Tor knapp verfehlte, ging es beim Stand von 0:0 in die Pause.

Hertha dreht in der Schlussphase auf

Nach dem Wolfsburger Führungstor wurde das bis dahin wenig attraktive Spiel der Berliner langsam ansehnlicher. Nach einer Flanke von Davie Selke scheiterte Marko Grujic (81.) zunächst per Kopf am starken Gästekeeper Koen Casteels, auch Vladimir Darida gelang im Nachschuss der Ausgleich nicht. Kurz vor Schluss flog der Ball nach einem Selke-Schuss knapp am langen Pfosten vorbei. "An guten Tagen gehen die rein – heute nicht", urteilte der Stürmer.

Pokalkracher gegen die Bayern am Mittwoch

"Zum einen ist man enttäuscht, dass man verloren hat", meinte Fabian Lustenberger. "Zum anderen weiß man natürlich auch, dass man alles investiert hat, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Es ist sehr sehr bitter, dass wir das Spiel verloren haben und wir sind dementsprechend enttäuscht."

Die Niederlage müssen die Berliner nun schnell abhaken, denn schon am Mittwoch (20.45 Uhr in der ARD) steht der Pokalkracher gegen den FC Bayern München an.

Sendung: Abendschau, 02.02.2019, 19:30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

5 Kommentare

  1. 5.

    Mit Pal Dardai als Trainer wird es nicht die gewünschte Entwicklung geben. Taktik und Spielverständnis bleiben nur Mittelmaß. Dazu wird es immer schwieriger den Sinn hinter der Sufstellung zu sehen.
    Warum gehören wir zu den laufschwächsten Teams der Bundesliga? Erreicht dieser Trainer die Mannschaft noch in ausreichendem Maße?

  2. 4.

    War ein glücklicher Sieg für Wolfsburg am Ende.
    Hertha ist nach wie vor im Soll...Dardai der richtige Mann. Eusebio zeigt, wie schon so oft in seinen undifferenzierten und unqualifizierten Beiträgen, dass er vom Fußball keine Ahnung hat!
    Hertha muss den Weg weiter gehen. Die jungen Spieler die sie jetzt hoch ziehen müssen gehalten werden. Dardai muss weiter Vertrauen geschenkt werden, am besten mit einem Rentenvertrag!

  3. 3.

    Ich hab's befürchtet.
    Kaum wird öffentlich wieder von der Europaliga gefaselt - schwupp, sind sie mental schon drin!

    Kann mich immer nur wiederholen:
    Zum Sieg gehört der brennende Wille - und zwar bei ALLEN Spielern.
    Bei den reiferen Jahrgängen vermisse ich ihn und die jungen werden angesteckt....
    Fürchte, es wird ausschliesslich ans Geldverdienen und
    -ausgeben gedacht. Naja, wenn's einigermaßen läuft, halt Mittelklasse - dann auf jeden Fall finanziell abgesichert!

  4. 2.

    Wann endlich begreifen die Hertha-Bosse,dass PAL DARDAI nicht mehr der richtige Trainer ist. Er bringt die Mannschaft definitiv nicht weiter. Am Ende werden sie wieder im absoluten grauen Mittelfeld stehen.....wie immer. Es ist ein grauenhaftes Gekicke.....furchtbar.

  5. 1.

    Gerade wegen solchen Spielen lohnt es sich nicht zu Hertha BSC zu gehen. Da haben sie mal wieder die Chance an die internationalen Plätze ranzukommen und was macht Hertha BSC, spielen unattraktiv und verlieren. Hertha BSC, wie man sie seit Jahren kennt.

Das könnte Sie auch interessieren

Großer Jubel bei Junior Matuwila und Fabio Viteritti. / imago/Werner Scholz
imago/Werner Scholz

3:0-Sieg in Lotte - Neun Minuten Cottbuser Ekstase

Großer Jubel bei Energie Cottbus: Die Lausitzer haben in Lotte mit 3:0 gewonnen - und springen zum ersten Mal seit dem 6. Februar auf einen Nichtabstiegsplatz. Lange war es ein Spiel ohne Höhepunkte. Dann entschieden neun verrückte Minuten die Partie.