13.03.2019, Berlin: Fußball: Regionalliga Nordost, BFC Dynamo - Chemnitzer FC, 20. Spieltag im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Spieler vom BFC Dynamo gehen nach dem Abpfiff jubelnd über das Spielfeld (Quelle: dpa/ Gora)
Bild: dpa/ Gora

Viertligaspiel unter besonderer Polizeibeobachtung - BFC Dynamo schlägt Spitzenreiter aus Chemnitz 2:1

Nach den Fan-Skandalen in Chemnitz und Cottbus fand das Spiel der Sachsen beim BFC unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt. Nach 90 Spielminuten konnten die Berliner sich über einen Sieg gegen den Tabellenführer freuen. Und die Polizei erlebte einen Abend ohne Aufreger.

Die Berliner Polizei war auf diese Begegnung gut vorbereitet: Nach den öffentlichen Trauerbekundungen für einen verstorbenen rechtsextremen Chemnitzer Fan im letzten Spiel der Sachsen hatte sie das Spiel des BFC Dynamo gegen den angereisten Tabellenführer Chemnitz am Mittwochabend als "mittleres Risikospiel" eingestuft und war mit rund 240 Polizisten im Einsatz. Und das half offenbar. Unruhen oder ähnliche Fanaktionen wie im letzen Spiel von Chemnitz wurden nicht gemeldet. Umso lauter konnten dann auch die Berliner Fans jubeln, denn der BFC schlug den Tabellenführer knapp aber verdient mit 2:1.

Die Sachsen waren druckvoll in diese Regionalliga-Partie im Berliner Jahnsportpark gegen BFC Dynamo gestartet, setzten die Gastgeber unter Druck und hatten gleich die erste Möglichkeit der Partie: Für den gesperrten Daniel Frahn war Tobias Müller in den Angriff gerückt und prüfte dann auch gleich in der 8. Minute per Distanzschuss aus 20 Metern Entfernung BFC-Torwart Bernhard Hendl. Doch schon kurz darauf war es dann aber vorbei mit der Spielfreude der Sachsen. In der gesamten ersten Halbzeit kam der Tabellenführer nur noch einmal in der 28. Minute gefährlich vor das Tor der Berliner.

Die Gastgeber wurden sehr schnell die aktivere Mannschaft: Philip Schulz traf für den BFC aus kurzer Distanz zum 1:0 schon nach gut einer Viertelstunde (16.), nachdem Jakub Jakubov kurz zuvor noch per Kopf gescheitert war. Und in der 35. Minute legte Innenverteidiger Grundmann dann auch gleich für die Berliner nach: Nach langem Freistoß und Kopfballverlängerung musste der Innenverteidiger die Kugel nur noch über die Linie schieben. 

Chemnitz wacht spät auf

Erst in der zweiten Hälfte boten die zuvor müde wirkenden Chemnitzer den Gastherren Paroli, was in der 48. Minute gleich mit einem Treffer belohnt wurde. Ein langer Freistoß sorgte im Strafraum des BFC für Verwirrung, der Ball setzte auf landete unglücklich im Netz.

Erst danach wurde die Partie deutlich härter umkämpft, die Chemnitzer entfalteten größeren Druck, konnten den Ball aber trotz guter Chancen nicht mehr im Tor unterbringen. Am Ende stand ein verdienter Heimsieg für den BFC, bei dem auch die Fans auf den Rängen dafür sorgten, dass die sportliche Leistung der Berliner der Höhepunkt des Abends blieb. 

Kommentar

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1 Kommentar

  1. 1.

    Bei diesen beiden unsymphatischen Vereinen wäre es mir am liebsten gewesen wenn beide verloren hätten :-).

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