Peyton Siva im Eurocup-Halbfinale gegen Andorra (Quelle: imago images / Bernd König)
Audio: Inforadio | 19.03.2019 | Jakob Rüger | Bild: imago images / Bernd König

Erster Sieg im Eurocup-Halbfinale - Alba zittert sich gegen Andorra zum Sieg

Alba Berlin hat mit einem 102:97-Sieg gegen Andorra einen großen Schritt Richtung Eurocup-Finale gemacht. Im ersten Halbfinal-Duell lagen die Berliner zur Pause deutlich in Führung - und erlebten dann beinahe ein Déjà-vu.

Am Ende atmete Alba-Coach Aito Garcia Reneses einmal ganz tief durch. Das Team des 72-Jährigen bezwang am Dienstagabend im ersten Halbfinal-Duell Andorra mit 102:97 und könnte schon am Freitag mit einem Auswärtssieg das Final-Ticket buchen.

Doch diese gute Ausgangslage kostete die Berliner jede Menge Kraft - und vor allem Nerven. Denn nach einer überzeugenden ersten Halbzeit und einem komfortablen Vorsprung kamen die Gäste zurück ins Spiel und sorgten für einen spannenden Basketball-Krimi.

Deutliche Führung zur Halbzeit

Zunächst fanden die Berliner, die wieder auf ihren Center Landry Nnoko zurückgreifen konnten, schnell in ihren Rhythmus. Mit einem Zwei-Punkte-Wurf stellte der 24-jährige Kameruner erstmals einen Vorsprung von zehn Punkten her (24:14). Auch die letzten Sekunden des ersten Viertels spielten sie clever aus. Dennis Clifford besorgte die 29:21-Pausenführung.

Plötzlich ließ die Konzentration der Albatrosse nach: Durch einfache Ballverluste brachten sie Andorra zurück ins Spiel. Die Gäste suchten immer wieder den Weg unter den Korb und trafen nun immer häufiger. Doch auch Alba punktete angetrieben von über 9.000 Zuschauern munter weiter.

Peyton Siva sorgte mit zwei erfolgreich verwandelten Dreiern wieder für eine klare 42:30-Führung. Alba traf fast nach Belieben, und so ging es mit einer 59:43-Führung in die Pause.

Malaga-Comeback in den Köpfen

Doch die Berliner waren gewarnt: Schon im Viertelfinale gegen Malaga hatten sie im ersten Spiel einen deutlichen Vorsprung – und vergaben am Ende noch den Sieg. Sollten sie gegen das Überraschungsteam des Eurocups ein Déjà-vu erleben? Dafür sprach plötzlich einiges. Alba verteidigte mit weniger Intensität. Auf der anderen Seite arbeitete sich Andorra auf zwölf Punkte heran (73:85).

Und so mussten die Berliner bis kurz vor Schluss zittern. 45 Sekunden vor der Schlusssirene verkürzten die Gäste auf 97:99: Der nächste Wurf konnte alles entscheiden. Martin Hermannsson behielt die Nerven und sorgte mit einem Dreier für die Vorentscheidung. "Es war klar, dass Andorra ein gutes Team ist und nicht einfach aufgeben wird. Es hat zum Glück nicht gereicht für sie, aber es war ein taffes spiel am Ende", resümierte Johannes Thiemann.

In Andorra soll es ein "erstes Mal" geben

Bereits am Freitag könnten die Berliner mit einem Sieg in Andorra das Finalticket buchen. Joshiko Saibou sieht vor der Auswärtspartie aber noch Verbesserungspotential. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen und schauen, was wir verbessern können. Da wird Aito sicherlich einige Vorschläge haben", sagte er mit einem Lachen.

Die Vorzeichen stehen eher schlecht: Zu Hause hat das Team aus den Pyrenäen in dieser Eurocup-Saison noch kein Spiel verloren. "Wir versuchen in Andorra zu gewinnen", so Thiemann. "Sie sind zu Hause noch ungeschlagen, aber es gibt für alles ein erstes Mal."

Sendung: rbb24, 19.03.2019, 21.45 Uhr

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