Abdrehen zum Jubeln: Sean Backman nach seinem 4:0 für die Eisbären. / dpa/Andreas Gora
Audio: Inforadio | 15.03.2019 | 23:15 Uhr | Jens-Christian Gussmann | Bild: dpa/Andreas Gora

Ausgleich in der Viertelfinal-Serie - Eisbären Berlin feiern Eishockey-Party gegen München

Gala-Abend für die Eisbären: Die Berliner haben in den Playoffs mit 4:0 gegen München gewonnen und so den 1:1-Ausgleich in der Viertelfinal-Serie erzielt. Nach neun Minuten startete die Eishockey-Party für die Hauptstädter, die nie wirklich in Gefahr geriet.

Es war nur ein Sieg in einer langen Best-of-Seven Serie - und fühlte sich gleichzeitig doch wie mehr an. "Klar, das war auch ein Statement", sagte Marcel Noebels - und: "Wir haben von Anfang an gut gespielt und verdient gewonnen." Mit 4:0 (2:0, 2:0, 0:0) besiegten der deutsche Nationalspieler und seine Eisbären Berlin am Freitagabend vor 13.511 Fans in der Arena am Ostbahnhof Meister München. Ein beeindruckender Erfolg, der im Viertelfinale der Playoffs nach der Auftaktniederlage in Bayern den 1:1-Ausgleich bedeutet.

Backman eröffnet Tor-Festival

Es war von Beginn an ein attraktives Spiel mit zwei offensiven Teams. Im ersten Powerplay fiel das erste Tor - und es jubelten die Eisbären. Micki DuPont hatte aus der Distanz geschossen, Sean Backman den Abpraller versenkt. Doch auf den ersten Freudensturm auf den Rängen folgte kurzes Bangen. Die Schiedsrichter zogen den Videobeweis zu Rate. Die Frage: Hatte James Sheppard Münchens Keeper Danny Aus den Birken unrechtmäßig behindert? Die Antwort: Nein. Und so war die Berliner Führung nach neun Minuten perfekt.

Es sollte der Startpunkt einer großen Eishockey-Party der Eisbären werden. "Wir haben weitergespielt und unseren Spielplan durchgezogen", lobte Noebels. Dass das gelang, hatte verschiedene Gründe. Einer stand zwischen den Pfosten der Berliner: Immer wenn es brenzlig wurde, war Kevin Poulin zur Stelle. Und während der Kanadier die Münchener verzweifeln ließ, waren die Hausherren auf der anderen Seite deutlich effizienter. Das nächste Beispiel: Austin Ortega erzielte das 2:0 und düpierte dabei Torhüter Aus den Birken, der nicht sonderlich gut aussah (17.).

Poulin hält alles

Auch im zweiten Abschnitt blieben die Berliner das konsequentere Team: Brendan Ranford baute die Führung im Powerplay weiter aus (26.), Backman schloss wenig später einen Konter im Alleingang mit dem vierten Treffer der Hauptstädter ab (27.). Es hatte nun etwas von einem Rausch. Und die Münchener? Die kämpften weiter erfolglos gegen Kevin Poulin. So geriet der Sieg der Berliner gegen den Titelverteidiger nicht mehr in Gefahr.

Nun ist alles wieder offen. "Wir fangen wieder von Null an. Es ist ausgeglichen. Wir wussten von Beginn an, dass es sehr wahrscheinlich eine lange Serie wird. Es war ein wichtiger Schritt, vor allem zuhause zu gewinnen", sagte Noebels. Zumal es der erste Sieg gegen München seit Spiel sechs in der Finalserie der letzten Saison war - es folgte Niederlage um Niederlage. Der Erfolg soll nun Rückenwind geben für die nächste Reise in die bayrische Hauptstadt. Dort steht am Sonntag (17 Uhr) Spiel drei auf dem Programm.

Sendung: rbb24, 15.03.2019, 21:45 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

1 Kommentar

  1. 1.

    Super Jungs, weiter soooooo !!!
    Auch in München am Mittwoch war eine gute Leistung. Drücke für das Spiel in München am Sonntag ganz fest die Daumen!!!

Das könnte Sie auch interessieren