Wolfsburgs Pernille Harder gegen Sarah Zadrazil von Turbine Potsdam (Quelle: imago images / foto2press)
Audio: Inforadio | 13.03.2019 | K. Klein | Bild: imago images / foto2press

0:4-Niederlage im DFB-Pokal-Viertelfinale - Turbine ist gegen Wolfsburg chancenlos

In der Liga hatte Turbine den Wolfsburgerinnen den ersten Punktverlust der Saison zugefügt, aber im DFB-Pokal waren sie chancenlos. Der Seriensieger gewann gegen Potsdam im Viertelfinale klar mit 4:0 und ließ Titelträume platzen.

Es war ein gebrauchter Abend für Turbine Potsdam. Die Brandenburgerinnen unterlagen dem Seriensieger VfL Wolfsburg am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokals klar mit 0:4 (0:2). Gegen die spielstarken Niedersächsinnen fand das Team von Trainer Matthias Rudolph zu keiner Zeit einen Weg, den Gegner unter Druck zu setzen.

Nationalspielerin Popp trifft doppelt

Den Potsdamerinnen war von Beginn an klar: Um gegen den Pokalsieger der letzten Jahre eine Chance zu haben, müssen sie einen perfekten Tag erwischen. Doch zunächst erlebten sie eine Schrecksekunde, als die heranstürmende Wolfsburgerin Pernille Harder mit Torfrau Vanessa Fischer zusammenprallte.

Nach einer kurzen Behandlung konnte die 20-Jährige aber weiter machen - und bekam kurz darauf die Stärken der Gastgeberinnen zu spüren. Über Anna Blässe und Caroline Hansen kam der Ball zu Alexandra Popp (20.), die mit ihrem starken linken Fuß zur verdienten Führung traf. Kurz darauf legte die Nationalspielerin noch einmal nach: Nach einer Ecke erhöhte sie völlig freistehend per Kopf zum 2:0. Gegen das dominierende Spiel der Wolfsburgerinnen konnte Turbine nur wenig dagegensetzen. Ein Schuss von Kapitänin Svenja Huth (18.) gegen ihre zukünftige Teamkollegin Almuth Schult landete direkt in den Armen der Torfrau.

Treffer nach Wiederanpfiff sorgt für die Vorentscheidung

Und auch die zweite Halbzeit begann für Turbine denkbar schlecht. Nach einem Ballverlust stürmte die dänische Nationalspielerin Pernille Harder (49.) allein auf das Tor von Vanessa Fischer zu und sorgte mit ihrem Treffer zum 3:0 für die Vorentscheidung. Die eingewechselte Pia Wolter (75.) erzielte per Kopf den Treffer zum 4:0-Endstand.

Das nächste Topteam wartet schon

"Ich wollte hier unbedingt eine Runde weiterkommen", sagte Svenja Huth ungeachtet ihres im Sommer bevorstehenden Wechsels nach Wolfsburg. "Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat." Trainer Matthias Rudolph machte vor allem die fehlende Aggressivität seiner Spielerinnen als Knackpunkt aus. "Wolfsburg hat verdient gewonnen", so der Coach.

Schon am Sonntag steht für seine Spielerinnen die nächste große Aufgabe an. In der Bundesliga treffen sie auf den Tabellenzweiten FC Bayern München, auf den Potsdam als Dritter bereits neun Punkte Rückstand hat. "Wir können ohne Druck nach München fahren und versuchen, ein gutes Spiel zu machen", sagte Rudolph.

Sendung: rbb24, 13.03.2019, 21.45 Uhr

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