Niklas Stark bejubelt sein Tor zum 2:1 (Quelle: imago images / Annegret Hilse)
Audio: Inforadio | 02.03.2019 | Guido Ringel | Bild: imago images / Annegret Hilse

2:1-Erfolg gegen Mainz - Vom Pechvogel zum Matchwinner: Hertha siegt dank Stark

Hertha BSC hat trotz einer schlechten ersten Halbzeit den ersten Heimsieg des Jahres gefeiert. Beim 2:1-Erfolg gegen Mainz brachte Niklas Stark sein Team zunächst per Eigentor in Rückstand, wurde aber wenig später zum Matchwinner.

Erst pfui, dann hui: So könnte man den ersten Heimsieg von Hertha BSC im Jahr 2019 kurz und knapp beschreiben. Beim 2:1-Erfolg am Samstagnachmittag gerieten die Berliner nach einer schwachen Vorstellung in der ersten Halbzeit direkt nach Wiederanpfiff durch ein Eigentor in Rückstand. Doch Verteidiger Niklas Stark bügelte seinen Fehler wieder aus und sorgte mit seinem Treffer in das "richtige" Tor doch noch für Jubel bei den Hertha-Fans.

Hertha schläfrig in der ersten Halbzeit

"Ein Eigentor war das aus meiner Sicht natürlich nicht", versucht Niklas Stark seine unglücklichste Situation des Spiels nach Abpfiff zu erklären. Es war der Beginn der zweiten Hälfte, als der Verteidiger einen Torschuss des Mainzers Levin Öztunali (46.) von der Strafraumgrenze klären wollte. Doch mit seiner Flugkopfballeinlage gab der 23-Jährige dem Ball die nötige Richtungsänderung, um den Weg ins Tor zu finden. Keeper Rune Jarstein war chancenlos. "Jetzt können wir darüber schmunzeln", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai mit Blick auf das Endergebnis, "aber es ist schmerzhaft."

Wenig erfreulich war auch die Vorstellung, die die Berliner in der ersten Halbzeit boten. Von Kreativität und Geschwindigkeit keine Spur. Lediglich zwei Torschüsse standen für Hertha in den ersten 45 Minuten zu Buche. Etwas besser machten es die Mainzer. Beim Kopfball von Karim Onisiwo (33.) verhinderte die Latte einen Rückstand der Gastgeber.

Grujic trifft zum Ausgleich

Nach dem missglückten Klärungsversuch von Stark brach bei den Anhängern des selbsternannten Karnevalvereins dann Euphorie aus - doch die hielt nur kurz. Zunächst scheiterte Valentino Lazaro noch am Mainzer Torwart Florian Müller, der den Ball über das Tor lenkte. Bei der anschließenden Ecke musste sich Müller aber geschlagen geben. Einen Kopfball von Davie Selke wehrte der Keeper nach vorne ab, Marko Grujic (50.) musste nur noch einschießen.

"Ich glaube, dass wir in Rückstand gekommen sind, war schon so ein kleiner Umschwenker im Kopf", erklärte Stark die plötzliche Leistungssteigerung seines Teams. Mit mehr Ideen und Tempo bestimmten die Berliner jetzt das Spiel - und nutzten die nächste Chance zum Tor.

Hertha hält Anschluss an Europacup-Plätze

Valentino Lazaro setzte sich im Strafraum durch und sah den einlaufenden Niklas Stark (60.). Der U21-Europameister von 2017 zog ab, der Klärungsversuch von Giulio Donati auf der Linie scheiterte. "Es war das erste Tor der Saison für mich. Natürlich wunderschön, mal wieder zu treffen", freute sich der Torschütze.

Ondrej Duda (69.) mit einem sehenswerten Distanzschuss und auch Anthony Ujah (75.) scheiterten jeweils noch am Pfosten - am Ende stand der erste Berliner Heimsieg des Jahres. Mit 35 Punkten und dem achten Tabellenplatz hält Hertha den Anschluss an die Europacup-Plätze.


Sendung: rbb UM6, 02.03.2019, 18 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Zurück jekämpft!!! Jut jemacht Jungs. Aba jetze nicht abheben. Imma schön siegen wollen, dit is wichtig! Dann klopf es ooch beim nächsten mal wieda.

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