Füchse-Torwart Silvio Heinevetter ist enttäuscht (Quelle: imago images / Eibner)
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Video: rbb24 | 14.03.2019 | Torsten Michels | Bild: imago images / Eibner

22:26-Niederlage gegen Melsungen in der Handball-Bundesliga - Füchse-Aufholjagd wird nicht belohnt

Die Füchse haben gegen Tabellennachbar Melsungen eine bittere Niederlage kassiert. In Kassel erlebten die Berliner eine katastrophale erste Hälfte. Kaum hatten sie sich in der Schlussphase herangekämpft, zog Melsungen erneut - und diesmal entscheidend - davon.

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga eine bittere Niederlage kassiert. Gegen den Tabellennachbarn Melsungen unterlagen sie am Donnerstag mit einem verletzungsbedingt kleinen Kader trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd mit 22:26 (8:12). Hans Lindberg war dabei mit acht Toren bester Werfer.

Lediglich 13 Feldspieler standen Trainer Velimir Petkovic beim wichtigen Spiel in Nordhessen zur Verfügung. Und so mussten die Berliner neben den Langzeitverletzten auch ohne Fabian Wiede, Johan Koch und Frederik Simak ihren fünften Tabellenplatz, der zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb berechtigt, behaupten.

Es läuft nicht viel zusammen

Schnell gingen sie mit 2:0 in Führung, doch nach dem guten Start passte plötzlich nicht mehr viel zusammen. Vor allem das Spiel der Kreisläufer funktionierte nicht. Diese Phase nutzten die Gastgeber zu einem 5:0-Lauf. Nach acht torlosen Minuten setzte Christoph Reißky ein Lebenszeichen für die Füchse.

Durch einfache Fehler brachten die Berliner Melsungen immer wieder in Ballbesitz. Ein Bild, dass sich Trainer Velimir Petkovic nicht mehr länger ansehen wollte. "Jungs, die Deckung ist nicht okay", wetterte er in einer Auszeit beim Stand von 5:9. Doch auch danach lief es weder in der Defensive noch in der Offensive. Mit einem 8:12-Rückstand ging es in die Pause.

Füchse kämpfen sich zurück

Trainer Petkovic probierte mit seinem dezimierten Kader taktisch alles aus. Doch seinem Team fehlte es an Torgefahr, gegen die kompakte und körperlich starke Deckung der Gäste war nur selten ein Durchkommen. Auf der anderen Seite traf der Däne Lasse Mikkelsen dagegen nach Belieben. Mit sieben Toren lagen die Füchse bereits zurück - doch dann wurde es plötzlich ruhig in der ausverkauften Rothenbach-Arena in Kassel.

Mit einem 4:0-Lauf kämpften sich die Füchse wieder zurück. Der für Silvio Heinevetter eingewechselte Torhüter Malte Semisch brachte Melsungen jetzt zur Verzweiflung. Mattias Zachrisson stellte sieben Minuten vor Ende mit einem Tor zum 20:21 den Anschluss wieder her.

Trainer Petkovic lobt Comeback-Qualitäten

Sollte es den Füchsen doch noch gelingen, das Spiel zu drehen? Die Hessen unterbrachen den Lauf der Hauptstädter und sorgten mit drei Toren in Folge für die Vorentscheidung.

"Ich bin froh, dass wir nach den schlechten ersten 15 Minuten zurückgekommen sind", stellte Trainer Petkovic die positiven Aspekte des Spiels in den Fokus. "In Melsungen geht es eigentlich immer ordentlich zur Sache. Aber es ist stark von meiner Mannschaft, dass sie nach sieben Toren Rückstand zurückkommt. Da sieht man die Qualität meiner Jungs", lobte der 62-Jährige die Moral seiner Mannschaft.

Durch die Niederlage ist Melsungen nun punktgleich mit den Berlinern, die aufgrund des besseren Torverhältnisses den fünften Platz behaupten. In einer Woche empfangen die Füchse dann Göppingen in der Max-Schmeling-Halle.

Sendung: rbb24, 14.03.2019, 21.45 Uhr

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