Hans Lindberg beim Wurf (Quelle: imago images / Bernd König)
Bild: imago images / Bernd König

31:34-Pleite bei St. Raphael Var - Trotz Niederlage im EHF-Cup: Füchse sicher im Viertelfinale

Viel läuft bei den Füchsen derzeit nicht zusammen: Nach den zuletzt enttäuschenden Vorstellungen in der Bundesliga kassierten die Berliner nun auch im EHF-Cup ihre erste Niederlage - und stehen trotzdem vorzeitig im Viertelfinale.

Eigentlich sollte das Auswärtsspiel der Füchse Berlin im EHF-Cup am Samstag klar unter der Überschrift "Wiedergutmachung" stehen. Erst am Donnerstagabend kassierten die Berliner in der Bundesliga eine schmerzhafte Niederlage. Doch auch die nächste konnten sie nicht verhindern: Gegen St. Raphael Var stand es am Ende 31:34.

Doch während Trainer Velimir Petkovic nach der Bundesliga-Pleite noch tobte, bekamen seine Spieler dieses Mal sanfte Töne zu hören. "Ich muss sagen, es war ein riesiger Kampf und ein richtig gutes Spiel von meinen Jungs", lobte er. "Hier 31 Tore zu schießen, nach der Niederlage vor 48 Stunden zu Hause gegen Göppingen, ist aller Ehren wert."

Rückstand zur Pause

Der 62-jährige Trainer-Fuchs musste neben den vier Langzeitverletzten auch auf Abwehrchef Jakov Gojun und Kreisläufer Erik Schmidt verzichten. Doch der dezimierte Füchse-Kader startete gut in diese Neuauflage des Vorjahres-Finals. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Bjarki Elisson brachte die Berliner sogar erstmals mit 6:5 in Führung.

Doch während die Berliner Deckung danach immer mehr Lücken offenbarte, präsentierten sich die Gastgeber treffsicher. Torhüter Silvio Heinevetter bekam kaum einen Ball zu fassen und so setzten sich die Franzosen ab. Mit einem verwandelten Siebenmeter in der Schlussekunde sorgte Hans Lindberg für den 15:18-Pausenstand.

Chance auf Gruppensieg gewahrt

Zwar konnte der EHF-Cup-Sieger eine Überzahl nach Wiederanpfiff nicht ausnutzen, kämpfte sich aber in den folgenden Minuten zurück ins Spiel. Mijajlo Marsenic weckte mit seinem Treffer zum 20:20 wieder Hoffnungen bei den Berlinern. Doch gerade in dieser Phase drehten die Franzosen wieder auf. Auf der anderen Seite vergaben die Füchse zu viele Würfe.

Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand auf fünf Tore an. Für die Füchse war die Mission für die letzten Minuten nun klar: Weniger als vier Tore Rückstand sollten bei Abpfiff auf der Anzeigetafel stehen. Denn weil die Berliner das Hinspiel mit 33:29 gewannen, könnte der direkte Vergleich über den Gruppensieg entscheiden. Und tatsächlich konnten sie die Niederlage in Grenzen behalten und bleiben vor dem abschließenden Spieltag Tabellenführer ihrer Gruppe.

Petkovic: "Bis zur letzten Minute gekämpft"

"Wir haben bis zur letzten Minute gekämpft. Wir wussten was wir brauchen, um unsere Tabellenführung zu verteidigen und das haben wir geschafft", freute sich Coach Petkovic. "In der ersten Halbzeit haben wir definitiv zu viele Gegentore bekommen", gab sich Hans Lindberg selbstkritisch. "Aber in der zweiten Hälfte haben wir uns über weite Strecken gut präsentiert. Wir sind nicht zufrieden damit, dass wir verloren haben, aber wir sind zufrieden, dass wir die Tabellenführung verteidigt haben."

Den Gruppensieg haben die Füchse selbst in der Hand. Am 31. März empfangen sie den ungarischen Club Balatonfüredi KSE - und können sich mit einem Erfolg den Gruppensieg sichern.

Sendung: rbb24, 23.03.2019, 21.45 Uhr

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