Landry Nnoko von Alba Berlin bringt den Ball im Korb unter (Quelle: imago images / Camera 4)
Audio: Inforadio | 18.04.2019 | Jakob Rüger | Bild: imago images / Camera 4

Aus Frust mach Freude - Alba Berlin feiert deutlichen Sieg gegen Vechta

Drei Tage nach der bitteren Niederlage im Eurocup-Finale in Valencia ist Alba mit einem deutlichen Sieg in die Basketball-Bundesliga zurückgekehrt: Die Berliner gewannen mit 104:67 gegen Rasta Vechta und klettern so auf den dritten Tabellenplatz.

Mit dem Frust von der Final-Niederlage im Eurocup im Bauch hat Alba Berlin am Donnerstagabend einen Kantersieg in der Basketball-Bundesliga gefeiert. Vor fast 9.000 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof gewannen die Berliner gegen Aufsteiger Rasta Vechta deutlich mit 104:67 (58:32). Damit eroberten sie im Verfolgerduell nicht nur den dritten Tabellenplatz, sondern entschieden auch das spanische Trainer-Duell für sich.

Meister bezwingt Schüler

Alba-Coach Aito Garcia Reneses ist ohne Zweifel ein Meister seines Fachs. Der 72-jährige Spanier verfolgt seine ganz eigene Basketball-Philosophie und wird deswegen einigen verehrt. Einer seiner Bewunderer: Pedro Calles, Coach von Vechta. Und dem jungen Trainer erteilte der ruhige Meister eine ordentliche Lehrstunde.

Bereits nach vier Minuten führten die Berliner deutlich mit 16:5. Mit ihrer aggressiven Verteidigung setzten sie das Überraschungsteam aus Niedersachsen unter Druck. Der Aufsteiger musste sich jeden Wurf hart erarbeiten und leistete sich viele Ballverluste. Entsprechend deutlich führte Alba zur Halbzeit mit 58:32. Allein Rokas Giedraitis steuerte 23 Zähler dazu bei.

Keine Chance für Aufsteiger Vechta

Unverändert blieb das Bild auch nach der Pause. Alba dominierte und traf fast nach Belieben. Landry Nnoko baumelte ständig am Korb und begeisterte mit seinen zahlreichen Dunkings die Fans. Nach einem erfolgreichen Dreier von Luke Sikma führte Alba erstmals mit 30 Punkten (88:58).

Weil Alba-Berlin durch die Eurocup-Teilnahme in diesem Monat noch zahlreiche Spiele nachholen muss, gab der erfahrene Coach Reneses anschließend vor allem seinen jüngsten Akteuren viel Spielzeit. "Wir haben viel Energie und dann kommen die Sachen von ganz alleine", erklärte der 17-jährige Franz Wagner. Und an diesem Abend schien es wirklich so, als könne Vechta gegen die Berliner nichts ausrichten. "Vechta hat nicht so gut gespielt, wie sie spielen können", gab Wagner zu bedenken. Dennoch ist dieser Berliner Sieg eindeutig einer aus der Kategorie "eindrucksvoll".

Kaum Pause bis zum nächsten Spiel

Viel Zeit, um sich nach dem fünften Bundesliga-Sieg in Serie auszuruhen, bleibt den Berlinern nicht. Schon am Samstag (20.30 Uhr) ist Alba beim Mitteldeutschen BC gefordert und will im Kampf um die beste Ausgangslage für die Playoffs weiter Punkte sammeln.

Sendung: Inforadio, 18.04.2019, 21:00 Uhr

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