Pal Dardai beim Training unter der Woche. Bild: imago/Metodi Popow
Audio: Inforadio | 16.04.2019 | Lars Becker | Bild: imago/Metodi Popow

Verein und Trainer einigen sich - Pal Dardai ab Sommer nicht mehr Cheftrainer von Hertha BSC

Das hatte sich abgezeichnet: Pal Dardai wird in der kommende Saison nicht mehr Cheftrainer von Hertha BSC sein. Darauf einigten sich Club und Trainer einvernehmlich, wie der Verein am Dienstag mitteilte. 2020 kehrt Dardai als Jugendtrainer zurück zu Hertha BSC.

Pal Dardai wird nach dem Ende der laufenden Saison nicht mehr Trainer von Hertha BSC sein. Das gab der Verein am Dienstagmorgen bekannt. Demnach trennten sich beide Parteien einvernehmlich. In den letzten Tagen war bereits darüber spekuliert worden, dass Dardai den Trainerposten in der kommenden Saison abgeben könnte. Wenige Tage nach der fünften Niederlage in Serie im Gastspiel bei der TSG Hoffenheim (0:2) bestätigten sich diese Spekulationen am Dienstagmorgen.

Dardai kehrt in die Jugendabteilung des Vereins zurück

Dardai trainierte die Profimannschaft von Hertha BSC seit 2015 und etablierte sie in der 1. Bundesliga. Die bislang ernüchternde Bilanz von fünf verlorenen Spielen in Serie und nur elf Punkten in der laufenden Rückrunde bewegen die Offiziellen um Manager Michael Preetz nun zu einem Neuanfang in der kommenden Saison. Preetz sprach schon jetzt seinen Dank gegenüber dem scheidenden Coach aus: "Pal Dardai hat sich nicht nur als Rekordspieler, sondern nun auch in den vergangenen viereinhalb Jahren als Cheftrainer der Lizenzspielermannschaft große Verdienste um Hertha BSC erworben", so Preetz.

Der Manager betonte zudem die gute Zusammenarbeit mit Dardai: "Viereinhalb Jahre sehr guter und konstruktiver Zusammenarbeit sind eine sehr lange Zeit im Profigeschäft, nun sind wir jedoch gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ein neuer Impuls im Sommer der richtige Schritt für Hertha BSC ist. Pal ist ein wichtiger Bestandteil der positiven Entwicklung unseres Clubs und wird auch über seine Zeit als Cheftrainer der Profis hinaus, ein großer Faktor der Hertha-Familie bleiben", so der 51-Jährige. 

Pal Dardai, der mit 268 Bundesligaspielen Rekordspieler bei Hertha BSC ist, wird dem Verein aber auch in Zukunft treu bleiben. Der Ungar wird ab Sommer 2020 wieder in der Jugendabteilung des Vereins tätig werden. Pal Dardai soll dann wieder eine von Herthas Jugendmannschaften trainieren. Bereits von 2012 bis 2015 war der Ungar zunächst als Co-Trainer der U-17, anschließend als Trainer verschiedener Jugendmannschaften tätig.

"Hertha bleibt mein Zuhause"

Auch Dardai selbst, der die noch ausstehenden fünf Bundesligapartien an der Seitenlinie stehen wird, äußerte sich bereits zur Entscheidung: "Das waren sehr intensive und ereignisreiche Jahre für mich als Cheftrainer bei Hertha BSC. Ich bin dankbar für diese Chance, die ich hier bekommen habe und sehr stolz darauf was wir in dieser Zeit gemeinsam erreicht haben. Aber manchmal ist es so, dass die Zeit für eine Veränderung gekommen ist. Ich habe immer betont, dass es mir um das Beste für Hertha BSC geht, denn Hertha ist und bleibt mein Zuhause."

Bereits im Januar war bekannt geworden, dass Dardais Co-Trainer Rainer Widmayer Hertha BSC verlassen wird. Widmayer schließt sich im Sommer dem VfB Stuttgart an. Welcher Trainer die Nachfolge von Pal Dardai in der kommenden Saison antreten wird, ist noch nicht bekannt.

Die Ära Dardai in Bildern

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

27 Kommentare

  1. 27.

    Genau richtig, PREETZ muß endlich weg, er bekommt es einfach nicht in den Griff und schiebt alles auf Andere ab. DARDAI hat über Jahre sehr viel für den Verein gemacht und mit dem Spielern kann man nicht viel mehr erwarten.

  2. 26.

    Alle haben ihre Arbeit eigentlich gut gemacht. Preetz schafft für kleines Geld gute Spieler mit Perspektive ran, Dardai zieht die jungen Spieler hoch ins Team und der Verein hat seit Jahren nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Alle jut! Leider nur nicht für irgendwelche Träumer, die denken, dass Hertha eine Etage höher mithalten könnte.

  3. 25.

    Klaus Toppmüller holen aus der Rente

  4. 24.

    Der Vorstand, einschließlich Preetz muss weg, nicht der Trainer!

  5. 23.

    welcher Trainer soll denn bitte schön den Posten bei Hertha antreten, wenn er ständig befürchten muß, von dem alten Haudegen Dardai bei der ersten Krise ersetzt zu werden? Wenn schon Schlußstrich, dann Schlußstrich! Siehe das Chaos bei Schalke 04! Wer soll sich da denn durchsetzen, wenn ständig Steevens und Büskens aus der Mottenkiste hervorgezaubert werden? Als die Heroen der Vergangenheit.....Hertha und Schalke, zwei Traditionsvereine, die an einer, ironischerweise noch nichtmals so glorreichen Vergangenheit ständig scheitern.

  6. 22.

    Danke an Pal Dardai - in Summe guter Job, und ja natürlich kann man Dinge besser machen, aber das wissen wir alle erst, nachdem wir es getan haben.

    Ich wage die Vision, dass Pal Dardai eines Tages wieder Cheftrainer wird, aber das auf einer anderen persönlichen Basis der Weiterentwicklung. Das hier ist kein Rückschritt, sondern nur ein bsonderer Weg zu einem großarigen Lebenswerk. Ich hoffe, dass Pal Dardai diesem Verein lange erhalten bleibt und er als Cheftrainer die deutsche Meisterschaft 2033 holt :-)

  7. 21.

    Als Außenstehender, aber dennoch Hertha-Fan, kann ich die Entscheidung nicht nachvollziehen. Pal Dardai steht für ehrliche Arbeit, ist für mich wie Freiburgs Trainer Streich und Düsseldorfs Funke der ehrlichste und beste Trainertyp der Liga. Immer verglichen am vorhandenen Budget. Hinterfragen sollte sich eher der Preetz, der seit Jahren wiederkehrende kleine und große Krisen aussitzt und die Schuld gern auf die Trainer abwälzt.

  8. 19.

    Naja, seis drum. Hauptsache Dardai bleibt dem Verein erhalten. Wer weiss, ob er nicht in ein paar Jahren Hertha wieder zurück in die Bundesliga führt.
    Aber im Gegensatz zu den meisten Kommentatoren glaube ich nicht, dass Pretz in den letzten Jahren einen schlechten Job gemacht hat. Hamburg, Köln und Hannover lassen grüssen. Und Hertha ist nun mal immernoch ein Fussballverein und keine Werbemaschine wie VFL Volkswagen oder RBull Leipzig. Da wird mit anderen Geldern gearbeitet.

  9. 18.

    nichnur Preetz,Gegenbauer,der Vorstand&Aufsichtsrat sollten sich n anderes Spielzeug suchen!!!!

  10. 17.

    Man unterschätze nie die Macht eines Fußballteams. „ Jungs, habt ihr das mit Eurer schlechten Leistung bezweckt?“ Einen Trainer, der so hinter Euch steht, werdet ihr schwer wieder bekommen !

  11. 16.

    Sehe ich auch so. So sehr ich Preetz als Spieler schätzte, hier machte er mehr den Dieter Hoeneß. Pal Dardei hat sehr gute Arbeit geleistet. Das man mit einem begrenzten Budget eben nicht die Superstars nach Berlin locken kann, ignorieren leider viele von den Hertha-Hassern, die hier öfter mal schreiben. Ich wundere mich schon, dass noch nicht das neue Stadion wieder in den Ring geworfen wurde. Wenigstens bleibt Dardei der Jugend erhalten. Bin vorhin an seinem Haus in Westend mit Wehmut vorbeigegangen...
    P.S.: Den Fehler hat man damals m.E. auch mit Röber und Favre gemacht.

  12. 15.

    Auch beim Haupstadt-Club die gleiche Methode den Trainer abzulösen, wenn die Mannschaft keine Tore schiesst. Gerade in diesem Fall ein Beispiel von grossem Undank für das Geleistete.

  13. 14.

    Das stimmt vollkommen. Herr Preetz sollte sich ebenfalls hinterfragen. Seinen Job macht er nur sehr unzureichend. Tedi als Hauptsponsor sagt ja vieles aus. Andere Manager von anderen Vereinen sind da um Längen erfolgreicher.

  14. 13.

    Wirklich schade! Man kann Pal Dardai gar nicht genug danken für die geleistete Arbeit.

  15. 12.

    Nicht der Trainer ist das Problem, sondern Herr Praetz.
    Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber offensichtlich haben die Mitglieder von Hertha sich immer wieder einlullen lassen.
    Neues Stadion ist zweitgangig. Talente entwickeln und wenn die notwendige Qualität erreicht ist, dann auch ab und zu einsetzen.

  16. 11.

    ....was für eine, vielleicht unumgängliche, auf jeden Fall aber bedauerliche Entscheidung.
    Der großartige Ansatz mit jungen Spielern zu arbeiten und sich etablieren zu wollen wird so konterkariert.
    Diese Idee hätte nur Pal Dardai umsetzen können, weil ihm die Spieler vertrauten. Nun kommt ein neuer Trainer und im schlimmsten Fall wirft er diese grandiose Aufbauarbeit über den Haufen und fängt etwas neues an.
    Junge Spieler machen Fehler. Dadurch lernen sie und entwickeln sich. Das ist überall im Leben so. Sie hätten Zeit gebraucht. Und Pal Dardai!!!

  17. 10.

    Jetzt werden viele Talente gehen weil sie nicht mehr an das Nachwuchskonzept von Hertha glauben. Das Konzept wird zerstört von M. Praetz der glaubt mehr erreichen zu können. Wie naiv ist das!

  18. 9.

    Überfällig. Jetzt einen Trainer holen, der ein Konzept hat. Hauptsache weg vom Narkosefußball.

  19. 8.

    Hertha sollte sich von Praetz trennen! Völlig falsche Entscheidung. Pal hat so viele Talente weiterentwickelt. Wenn Hertha nicht viel mehr investiert wird es sportlich nicht besser. Irgendwann wird Hertha kapieren wie wichtig ein Sympathieträger wie pal ist.

Das könnte Sie auch interessieren